Karenz- und Wartezeiten der Pflegeversicherung

Pflege Check 3: Keine Karenz- und Wartezeiten vor Leistung

Karenz Wartezeit Pflegeversicherung
Am besten sind Pflegeverträge ohne Wartezeiten

Eine vertraglich vereinbarte Karenz- oder Wartezeit bedeutet, dass die Pflegezusatzversicherung in den ersten Monaten oder Jahren Ihrer Pflegebedürftigkeit, je nach Wartezeitraum, nicht leisten muss.

Werden Sie innerhalb des Zeitraums pflegebedürftig, zahlt der Versicherer Ihnen also zunächst nichts aus. Sie erhalten die Leistungen aber auch nicht rückwirkend.

Warten kann teuer werden: Besteht eine Karenz- oder Wartezeit, müssen Sie Ihren Eigenanteil an den Pflegekosten in dieser Zeit aus eigener Tasche zahlen − und das kann teuer werden: Bei Heimpflege beträgt Ihr Anteil derzeit bundesweit etwa 2.000 Euro!

Mit einer Pflegetagegeldversicherung oder einer Pflegerentenversicherung ohne Wartefristen können Sie diese Kosten bei entsprechender Absicherung von Anfang an vollständig decken. Eine Pflegekostenversicherung ohne Wartefrist greift ebenfalls von Anfang an. Sie deckt jedoch grundsätzlich nur die Leistungen, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Pflegeversicherung enthalten sind, so dass Sie einen Teil der Heimkosten unter Umständen selbst tragen.

Was bedeutet Karenzzeit?

Karenz- und Wartezeit sind nicht dasselbe. Während die Wartezeit ab Vertragsbeginn läuft, tritt die Karenzzeit erst mit dem Beginn des Leistungsfalles ein. Eine Karenzzeit beträgt meist sechs Monate, wird aber in der Pflegezusatzversicherung nur selten gebraucht. Wartezeiten können bis zu drei Jahre dauern.

Bei der staatlich geförderten Pflege-Bahr-Versicherung sind sogar fünf Jahre Wartezeit vorgesehen. Warte- und Karenzzeiten machen den Vertrag etwas günstiger, da der Versicherer Leistungen sparen kann. Im Ernstfall lohnt sich das allerdings nicht.

Fazit: Scheuen Sie die höheren Kosten nicht und wählen Sie besser einen Versicherer, der sofort leistet. Viele Versicherer verzichten auf die Wartezeit oder leisten zumindest, wenn ein Unfall Ursache der Pflegebedürftigkeit war.

Infothek Pflegeversicherung

Wie lange ist die Wartezeit in der Pflegezusatzversicherung?

Nicht alle Verträge sehen Wartezeiten in der Pflegezusatzversicherung vor. Sind sie festgelegt, gelten meist Fristen zwischen einem und drei Jahren. Bei der staatlich geförderten Pflege-Bahr-Versicherung sind fünf Jahre Wartezeit vorgeschrieben.

Welche Arten der Pflegezusatzversicherung gibt es?

Die am häufigsten angebotene Art ist die Pflegetagegeldversicherung. Bei dieser Versicherung erhalten Sie im Pflegefall ein zuvor vereinbartes Tagegeld, das Sie frei verwenden dürfen. Auch eine Pflegerentenversicherung schüttet eine frei verwendbare Summe aus, während Sie bei einer Pflegekostenversicherung in der Regel Kostennachweise erbringen müssen.

Was ist „Pflege-Bahr“?

Die Pflege-Bahr-Versicherung ist mit der Riester-Rente vergleichbar: Für einen bestimmten monatlichen Eigenbeitrag schenkt Ihnen der Staat fünf Euro dazu. Pflege-Bahr-Verträge können auch Personen mit Vorerkrankungen abschließen, da die sonst übliche Gesundheitsprüfung entfällt. Die ausgeschütteten Tagegelder liegen allerdings fast immer deutlich unter den Leistungen anderer Tarife.

Pflege Check: Verzicht auf Karenz- und Wartezeiten der Pflegeversicherung

Pflege Check 3: Verzichtet die Pflegeversicherung auf Karenz- und Wartezeiten?

( ) JA. Die Pflegeversicherung verzichtet auf eine Karenz- und Wartezeit.

( ) NEIN. Die Pflegeversicherung verzichtet nicht. Die Karenz-/Wartezeit beträgt ____ Monate/Jahre.

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