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ARAG Pflegeversicherung

Pflege-Anbieter im Vergleich: ARAG Pflegeversicherung

Die ARAG Versicherung hält in punkto private Pflegeversicherung drei Angebote bereit: Je einen geförderten und einen ungeförderten Pflegetagegeldtarif sowie eine Pflegekostenversicherung. Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherung lassen sich auch kombinieren.

Arag Pflegeversicherung
Überblick Pflege-Anbieter: ARAG Pflegeversicherung

Die ARAG-Versicherung gehört zu den deutschen Traditionsversicherern. Neben verschiedenen Rechtsschutzversicherungen sowie Versicherungen auf mehreren weiteren Gebieten bietet der Versicherer auch private Pflegeversicherungen an. Dies umfasst sowohl zwei Arten der Pflegetagegeldversicherung als auch einen nach Kundenbedürfnissen variablen Pflegekostentarif: Mit dem ungeförderten Pflegetagegeld der ARAG lässt sich eine vollstationäre Pflege ab Pflegegrad 2 absichern. Bei Pflege durch Angehörige oder ambulante Pflege durch einen Pflegedienst zahlt die Versicherung jedoch nicht.

Der geförderte Pflege-Bahr-Tarif der ARAG hat demgegenüber den Vorteil, dass das Tagegeld unabhängig von der Art der Pflege ausbezahlt wird. Um ein höheres Tagegeld zu erzielen, sollte man sich jedoch so früh wie möglich versichern. Der Pflegekostentarif bietet die Möglichkeit, das Doppelte oder sogar das Dreifache der gesetzlichen Leistungen im Pflegefall zu versichern. Was die privaten Pflegeversicherungen der ARAG im Einzelnen leisten und wie sie bei unabhängigen Vergleichen bewertet wurden, erfahren Sie im Folgenden.

Ungeförderte Pflegetagegeldversicherung der ARAG

Die ungeförderte private Pflegetagegeldversicherung der ARAG ist ein Produkt für all diejenigen, die im Pflegefall eine vollstationäre, d.h., eine Heimpflege, erwarten: Die Versicherung ist nämlich speziell auf Heimpflege zugeschnitten und schüttet nur in diesem Fall das Pflegetagegeld aus. Wer also glaubt, im Ernstfall zuhause versorgt zu werden – sei es von Angehörigen oder von einem ambulanten Pflegedienst – braucht diesen Tarif nicht in Betracht zu ziehen.

Das private Pflegetagegeld des Versicherers ARAG lässt sich passgenau nach den Wünschen des Kunden zwischen einem und 100 Euro am Tag wählen. In Pflegegrad 1 wird noch kein Pflegetagegeld ausgezahlt; dafür gibt es ab Pflegegrad 2 bereits das volle vereinbarte Pflegetagegeld. Der Tarif beinhaltet eine Dynamik, wodurch steigenden Pflegekosten Rechnung getragen wird; sie gilt auch noch, wenn der Pflegefall bereits eingetreten ist. Zusätzlich bietet der Versicherer Hilfe bei der Suche nach einem Heimplatz an und offeriert eine Gesundheits-Hotline.

Geförderte Pflegetagegeldversicherung der ARAG

Der Pflege-Bahr-Tarif der ARAG bietet eine Pflegeleistung, die sowohl bei Pflege zuhause als auch Pflege im Heim ausgeschüttet wird. Generell enthalten die geförderten Pflege-Bahr-Tarife eine Mindestleistung von 600 Euro pro Monat gegen einen monatlichen Beitrag von 15 Euro. Der Eigenbeitrag beträgt dabei lediglich 10 Euro; die restlichen 5 Euro trägt der Staat. Bei niedrigem Eintrittsalter können mit dem Eigenbeitrag je nach Versicherer allerdings deutlich höhere Leistungen abgesichert werden, während ältere Einsteiger mehr als 10 Euro zuzahlen müssen, um auf ein Tagegeld von 600 Euro zu kommen. Das geförderte Pflegetagegeld der ARAG gehört zu den Tarifen, mit denen junge Einsteiger ein hohes Pflegetagegeld absichern können: Hier kann ein 30-Jähriger gegen den Eigenbeitrag von 10 Euro noch fast 1.200 Euro pro Monat erhalten, ein 40-Jähriger immer noch knapp 775 Euro.

Es gilt jedoch zu beachten, dass in den Pflegegraden 1 bis 4 höchstens 40 Prozent des Tagegeldes ausgeschüttet werden, während ein Mitbewerber z.B. eine 85-prozentige Ausschüttung in Pflegegrad 4 bietet. Auch bei einer geringeren Maximalleistung können dadurch höhere Summen zustandekommen: Kann ein 40-Jähriger bei einem anderen Anbieter beispielsweise nur 600 Euro absichern, bezieht er bei 85-prozentiger Ausschüttung dennoch eine höhere Pflegeleistung als bei einem maximalen Absicherungsbetrag von 775 Euro und einer 40-prozentigen Ausschüttung. Versicherungswillige sollten sich deshalb genau ausrechnen, ob sich der Abschluss für sie lohnt. Wer die Förderpflege des Anbieters ARAG in jungen Jahren abschließt, kann aufgrund der hohen Absicherungssummen unter Umständen ein gutes Geschäft machen.

Pflegekostenversicherung der ARAG

Eine Pflegekostenversicherung soll die tatsächlich entstehenden Pflegekosten ausgleichen. Sie orientiert sich grundsätzlich an der gesetzlichen Leistung und erhöht diese entweder bis zu einem bestimmten Höchstbetrag oder um einen prozentualen Wert. Die Pflegekostenversicherung der ARAG ermöglicht Versicherten eine prozentuale Erhöhung dessen, was an gesetzlicher Pflegeleistung gezahlt wird: Kunden können diese Leistung um 20 bis 200 Prozent aufstocken lassen, wobei Steigerungsstufen von 20 Prozent gelten.

Die Pflegekostenversicherung des Anbieters ARAG finanziert Pflege zuhause ebenso wie teilstationär oder stationär durchgeführte Pflege bis zum vereinbarten Maximalbetrag. Daneben werden z.B. Kosten für Betreuungs- und Ersatzleistungen oder für einen pflegegerechten Umbau von Haus oder Wohnung des Pflegebedürftigen übernommen. Die Versicherung zahlt allerdings nicht mehr als die anfallenden Pflegekosten, d.h., es wird kein Überschuss ausgezahlt. ARAG ist einer von nur wenigen Anbietern, die eine Pflegekostenversicherung im Portfolio haben. Wie beim Pflegekostentarif haben Versicherte beim Pflegekostentarif Anspruch auf Hilfe bei der Suche nach einem Heimplatz und die Vorteile einer Gesundheits-Hotline.

Der Pflegekostentarif der ARAG kann auch mit dem ungeförderten Pflegetagegeldtarif kombiniert werden: Versicherte können dann maximal 100 Prozent der gesetzlichen Leistungen im Pflegekostentarif absichern und beziehen zusätzlich ein Tagegeld von höchstens 50 Euro.

ARAG Pflegeversicherungen im Test

Im aktuellsten Test von Pflegetagegeldversicherungen des Wirtschaftsmagazins „Focus Money“ (Ausgabe 9/2017) ist der Anbieter ARAG nicht vertreten. Ein Test der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 5/2015), in dem u.a. ungeförderte Pflegetagegeldtarife verschiedener Versicherer miteinander verglichen wurden, bescheinigte der ARAG aber das Testurteil „gut“ bis „befriedigend“: Der Vergleich, der auf einem 45-jährigen Modellkunden basierte, der etwa 56 Euro pro Monat für das Pflegetagegeld zahlte, berücksichtigte vor allem die geldlichen Leistungen der geprüften Tarife, wertete aber auch die Kundenfreundlichkeit der Vertragsbedingungen. Vor allem in diesem Bereich konnte die ARAG, die mit zwei Tarifen ins Rennen ging, überzeugen.

Das Gleiche galt im Falle eines zehn Jahre älteren Modellkunden, der etwa 87 Euro für ein Tagegeld zahlte. Ein Test des Deutschen Institutes für Service-Qualität (DISQ) im November 2015 kürte die ARAG in Sachen ungeförderte Pflegetagegeldversicherung hingegen zu einer „sehr guten“ Versicherung; auch die geförderte private Pflegeversicherung von ARAG erwies sich nach Meinung des DISQ als „sehr gut“ und erreichte sogar Rang 3 unter 29 Versicherern. In der Ausgabe 6/2016 des Finanztest-Magazins wurden wiederum drei Pflegekostentarife vorgestellt: Dabei zeigte sich die Pflegekostenversicherung der ARAG, die die gesetzliche Pflegeleistung verdoppeln sollte, bezüglich der Prämie als mit den beiden anderen Tarifen vergleichbar, wobei die Leistungen teils abwichen.

Tests von privaten Pflegeversicherungen ermöglichen dem Verbraucher einen guten Einstieg in das Thema und bieten eine erste Orientierung. Ausgehend von verschiedenen Schwerpunktsetzungen kann es jedoch zu unterschiedlichen Beurteilungen kommen. Um die bestmögliche individuelle Lösung zu finden, sollte man sich umfassend beraten lassen.

Private Pflegeversicherungen im Vergleich

Um Ihnen einen guten Überblick über Kosten und Leistungen der privaten Pflegeversicherungen zu ermöglichen, bieten wir Ihnen einen Vergleich der Pflegeversicherungen an. Der Pflege-Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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