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Pflegeversicherung Vergleich

Pflegeversicherungen im Vergleich 2025

Die Unterschiede zwischen den privaten Pflegeversicherungen sind groß. Erfahren Sie, welche Tarife SEHR GUT sind und prüfen Sie Ihr Sparpotenzial. Letzte Aktualisierung: 12. April 2025

Pflegeversicherungen vergleichen

Die besten Tarife für den Pflegefall: Stiftung Warentest hat 27 Pflegetagegeld-Tarife von 24 Anbietern getestet. Fazit: Große Unterschiede, vor allem im Kleingedruckten – siehe Test*.

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Für wen ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Die beste Antwort auf diese Frage liefert die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes.* Im Februar 2025 waren in Deutschland über 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig.

Dank der steigenden Lebenserwartung werden es jedes Jahr mehr. Mit steigendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit signifikant.

Kurz: Wer alt zu werden gedenkt, der sollte sich mit dem Thema Pflege und der Finanzierung der Pflegekosten auseinandersetzen. Eine stationäre Pflege in einem Pflegeheim kostet schnell über 3.000 EUR im Monat. Auch die Pflege in den eigenen vier Wänden gibt es nicht umsonst.

Bei den meisten Pflegebedürftigen klafft zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bzw. privaten Pflegepflichtversicherung eine erhebliche Finanzierungslücke.

Alle diejenigen, die zur Schließung der Pflegelücke nicht an ihr Erspartes (auch das der Angehörigen) gehen wollen, sollten eine private Pflegezusatzversicherung abschließen.

ACHTUNG: Ganz so einfach ist die Beantwortung der Frage dann doch nicht! Denn selbst wenn Sie eine Pflegezusatzversicherung bräuchten, heißt das noch lange nicht, dass es auch sinnvoll ist eine abzuschließen.

Denn nicht jeder kann sich eine private Pflegeversicherung leisten. Eine Pflegezusatzversicherung ist nämlich, vor allem in fortgeschrittenem Alter, nicht gerade günstig. Zur Orientierung: Für eine Pflegetagegeldversicherung bezahlt ein 55-Jähriger laut Finanztest rund 90 EUR im Monat.

Sie sollten also nur dann eine private Pflegezusatzversicherung abschließen, wenn Sie sicher sind, dass Sie die Beiträge auch dauerhaft bezahlen können. Gelingt dies nicht, so verlieren Sie den Versicherungsschutz und die bereits gezahlten Beiträge sind auch verloren.

Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/_inhalt.html

Tipps zur privaten Pflegeversicherung

Sicheres Einkommen:
Schließen Sie eine private Pflegeversicherung nur dann ab, wenn Sie die Beiträge dauerhaft, auch in der Rente, zahlen können. Ansonsten geht der Versicherungsschutz verloren und das eingezahlte Geld ist weg.

Lieber Pflegetagegeld:
Für die Meisten eignet sich eine Pflegetagegeldversicherung am besten. Die Versicherung bezahlt, je nach Pflegegrad, eine vorher vereinbarte Summe pro Tag. Sie entscheiden frei, ob Sie das Geld für die Pflege zuhause oder im Pflegeheim einsetzen.

Ambulante Pflege:
Achten Sie darauf, dass der Vertrag für Profi- und Laienpflege gleich hohe Leistungen anbietet. So können Sie entscheiden, ob ein Angehöriger oder ein Pflegedienst die Pflege übernimmt.

Wartezeit:
Die Pflegeversicherung sollte auf eine Wartezeit verzichten und auch dann bezahlen, wenn Sie kurz nach Vertragsabschluss pflegebedürftig werden.

Pflegezusatzversicherung | Kurz und bündig

Können Pflegekosten von der Steuer abgesetzt werden?

Grundsätzlich ja. Es dürfen jedoch nur Kosten geltend gemacht werden, die noch nicht anderweitig, z.B. von der Pflegekasse, erstattet worden sind. Wird der Gepflegte in sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützt, können z.B. für eine Haushaltshilfe 20 Prozent der Kosten erstattet werden; maximal 4.000 Euro an Erstattung sind möglich.

Alternativ können die Aufwendungen in der Steuererklärung auch als außergewöhnliche Belastungen deklariert werden: Darunter fallen z.B. Kosten für einen Platz im Pflegeheim. Für außergewöhnliche Belastungen sind ebenfalls maximal 4.000 Euro absetzbar. Ausbezahltes Pflegegeld wird nicht auf den Betrag angerechnet; allerdings veranschlagt das Finanzamt je nach persönlicher Situation einen Eigenanteil von ein bis sieben Prozent des Einkommens.

Um die entstandenen Kosten nachzuweisen, sollten möglichst alle Belege für Aufwendungen gesammelt werden; sie werden jedoch nur dann vom Finanzamt berücksichtigt, wenn ersichtlich ist, dass die Aufwendungen unbedingt notwendig waren. Reicht der zu Pflegende keine Kostennachweise ein, wird ein Pauschbetrag von 924 Euro berücksichtigt. Neben dem Pflegebedürftigen können auch die pflegenden Angehörigen Aufwendungen geltend machen: Dazu muss jedoch die Hilflosigkeit des zu Pflegenden nachgewiesen werden. Sofern sich mehrere Personen die Pflege teilen, müssen sie den Betrag unter sich aufteilen.

In welchem Alter sollte ich eine Pflegezusatzversicherung abschließen?

Es gibt kein optimales Alter für den Abschluss einer Pflegeversicherung. Generell gilt zwar: Je früher die private Pflegeversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger ist sie auch. Trotzdem sollte der „relativ niedrige Beitrag“ Sie nicht dazu verleiten, zu früh abzuschließen, denn für Personen in der 30ern und jünger ist zum einen die Absicherung der Arbeitskraft (Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung) wichtiger und zum anderen sorgen die vielen Beitragsjahre dafür, dass man oft deutlich mehr bezahlt als bei einem späteren Einstieg.

Der rechnerisch beste Moment für den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist zwischen 40 und 55 Jahren. In dieser Lebensphase stehen der Versicherungsbeitrag und die Wahrscheinlichkeit, dass man die Pflegezusatzversicherung aus gesundheitsgründen auch abschließen kann, in einem sehr guten Verhältnis. Wer erst in einem höheren Alter (60 Jahre und mehr) mit der privaten Pflegeversicherung beginnen möchte, läuft Gefahr, dass der Pflegefall noch vor dem Abschluss eintritt oder der Gesundheitszustand (außer bei Pflege Bahr) keinen Abschluss mehr zulässt.

In beiden Fällen ist es dann zu spät. Bis zu welchem Höchstalter kann ich eine private Pflegeversicherung abschließen? Die Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherungen lassen sich normalerweise nur bis zum 65. oder höchstens 70. Lebensjahr abschließen. Die einzige der Pflegezusatzversicherungen, die diese Altersgrenze standardmäßig überschreitet, ist die Pflegerentenversicherung: Hier lässt sich meist noch bis zum 80. Lebensjahr ein Vertrag machen.

Kein Höchstalter bei Pflege Bahr: Die Bahr-Pflegeversicherung, die in Form einer Tagegeldversicherung gestaltet ist, sieht kein Höchstalter vor.

Quelle: Finanttest | Stiftung Warentest: https://www.test.de/Private-Pflegeversicherung-im-Test-So-fuellen-Sie-die-Pflegeluecke-4837475-0/

Welche Arten von Pflegezusatzversicherungen gibt es?

In Deutschland gibt es verschiedene Arten der privaten Pflegezusatzversicherungen, die eine Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung darstellen. Hier sind die wichtigsten Arten:

(1) Pflegetagegeldversicherung
Diese Versicherung zahlt im Pflegefall einen vorher festgelegten Geldbetrag pro Tag aus, unabhängig von den tatsächlichen Pflegekosten. Die Versicherten können frei über die Verwendung des Geldes entscheiden.

(2) Pflegekostenversicherung
Die Pflegekostenversicherung übernimmt einen bestimmten Prozentsatz der tatsächlich anfallenden Pflegekosten, die nicht von der gesetzlichen Pflegeversicherung gedeckt werden. Dadurch werden finanzielle Lücken bei der Pflegefinanzierung reduziert.

(3) Pflegerentenversicherung (häufigste Pflegezusatzversicherung)
Im Pflegefall zahlt diese Versicherung eine monatliche Rente, deren Höhe vom Pflegegrad abhängt. Das Geld kann frei verwendet werden und dient oft als zusätzliche Einkommensquelle für pflegebedürftige Personen.

(4) Pflege-Bahr (staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung)
Pflege-Bahr ist eine vom Staat bezuschusste Pflegezusatzversicherung, die ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden kann. Sie ist besonders für Personen mit Vorerkrankungen oder geringem Einkommen attraktiv, bietet aber meist nur eine begrenzte Leistung.

Diese Zusatzversicherungen helfen, finanzielle Risiken im Pflegefall abzusichern und individuell auf die persönlichen Bedürfnisse einzugehen. Um zu erfahren, welche Pflegeversicherung am besten zu Ihren Bedürfnissen passt, können Sie gerne den nachfolgenden Pflege-Vergleich nutzen.

Private Pflegezusatzversicherung: Was ist wichtig?

Pflegegrad: Manche Versicherungstarife bezahlen nur bei höheren Pflegegraden. Diese Regelung ist nachteilig für Sie. Achten Sie darauf, dass die Versicherung bei allen Pflegegraden Leistungen erbringt.

Art der Pflege: Sie können zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses in der Regel nicht ahnen, welche Leistungen Sie konkret benötigen. Aus diesem Grund sollte die Versicherung sowohl bei stationärer als auch bei häuslicher Pflege Leistungen erbringen.

Nachweis der Pflegebedürftigkeit: Hier sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass die private Pflegeversicherung der Pflegegradzuordnung der gesetzlichen Pflegeversicherung folgt. Auf eine externe Einstufung durch eigene Ärzte sollte die Versicherung verzichten, denn zu selten wird ein höherer Pflegegrad zu Ihren Gunsten festgestellt.

Wartezeit-Verzicht: Die Versicherungsvertrag sollte auf eine Wartezeit verzichten und auch dann leisten, wenn Sie kurz nach Vertragsabschluss pflegebedürftig werden.

Zeitpunkt der Leistung: Schlecht für Sie: Die Versicherung zahlt erst ab dem Zeitpunkt, an dem Sie Leistungen beantragen. Gut für Sie: Die Versicherung bezahlt rückwirkend ab dem Tag, an dem Ihre Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Auch wenn Sie den Versicherungsfall zeitversetzt gemeldet haben, entgehehen Ihnen keine Leistungen.

Beitragszahlung: Gute Versicherungsverträge sehen eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall vor. Wenn Sie pflegebedürftig sind, sollten Sie keine Beiträge mehr bezahlen.

Weiterhin positiv: Wenn die Versicherung unter bestimmten Voraussetzungen eine Beitragspause, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit, gewährt und Sie auch in dieser Phase vollen Versicherungsschutz haben. Hier sollten Sie auch prüfen, ob nach der Beendigung der Beitragspause die „offenen Beiträge“ nachgezahlt werden müssen.

Quelle: https://www.bundderversicherten.de/hilfe-und-informationen/pflegefallrisiko

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Quellenangaben

*Quelle: Stiftung Warentest Finanztest | Schutz für den Pflegefall; Pflegetagegeld-Versicherungen im Test. Stiftung Warentest | Finanztest 07/2023 S. 82 ff. Kurz-Fazit: Eine Pflegetagegeldversicherung ist sinnvoll, da die gesetzliche Pflegeversicherung zwar einen Großteil der Kosten abdeckt und im Ernstfall das Sozialamt einspringt – dennoch müssen Pflegebedürftige häufig auf ihr eigenes Erspartes zurückgreifen.