Hausratversicherung

Die Hausratversicherung im Überblick

Im Gegensatz zur Wohngebäudeversicherung schützt eine Hausratversicherung die beweglichen Dinge im Haushalt wie z.B. Möbel, Kleidung, Schmuck oder Elektrogeräte Im Prinzip jeder, der seinen Hausrat nach einem Feuer, einem Wasserschaden oder einem Diebstahl nicht aus eigener Tasche bezahlen will.

Da die Hausratversicherung keine Pflichtversicherung ist, muss sie nicht jeder haben, aufgrund ihrer Nützlichkeit und günstiger Beiträge ist sie aber meist empfehlenswert.

Denn verwüstet ein Brand oder ein Leitungswasserschaden die häusliche Umgebung, ist es oft sehr teuer, den entstandenen Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen und den zerstörten Hausrat zu ersetzen.

Was genau ist eine Hausratversicherung? Eine Hausratversicherung versichert, wie der Name schon sagt, den Hausrat – also die bewegliche Habe, die sich in Haus oder Wohnung befindet.

So sind in der Hausratversicherung beispielsweise Möbel, Elektrogeräte und andere Wertgegenstände eingeschlossen. Schmuck oder Bargeld sind aber meist nur bis zu einer gewissen Obergrenze versichert.

Die Hausratversicherung bietet Schutz bei

  • Feuer und Blitzschlag
  • Sturm und Hagel
  • Leitungswasserschäden
  • Einbruch, Raub und Vandalismus

Im Falle eines Totalschadens gibt es vom Versicherer die vereinbarte Versicherungssumme, bei Teilschäden oder -verlusten einen anteiligen Betrag. Bei Zerstörung oder Verlust zahlt die Hausratversicherung den Wiederbeschaffungswert, muss etwas repariert werden, übernimmt die Versicherung die hierfür anfallenden Kosten. Bei leichten Beschädigungen wird unter Umständen nur für die Wertminderung bezahlt.

Die Hausratversicherung kommt im Falle eines Hausratschadens für den Neuwert auf, bei reparablen Beschädigungen zahlt sie für die Reparatur.

Über 118.000 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche gab es 2018 in Deutschland. Wer eine Hausratversicherung besitzt, kann sich im Fall der Fälle wenigstens sicher sein, dass ihm entstandene Schäden und verlorene Gegenstände ersetzt werden.

In welchen Fällen die Hausratversicherung leistet, was eine Hausratversicherung kostet und wer sie abschließen sollte, erfahren Sie im folgenden Überblick.

Quadratmeter oder Schätzung des Hausrates? Welchen Wert versichere ich?

Um den Hausrat angemessen zu versichern, gibt es zwei Wege: Die Versicherung pro Quadratmeter Wohnfläche und die eigene Einschätzung.

Quadratmeterzahl: Die meisten Hausratversicherer versichern den Quadratmeter Wohnfläche mit einer bestimmten Summe, etwa 650 oder 700 Euro. Dazu gibt es einen pauschalen Unterversicherungsverzicht: Im Schadensfall verzichtet die Versicherungsgesellschaft dann darauf zu prüfen, ob der tatsächliche Wert des Hausrates womöglich über der Versicherungssumme liegt und sie daher die Entschädigung kürzen darf. Für viele Wohnungen ist eine Versicherung nach dieser sogenannten Quadratmeterpauschale ausreichend.

Für Personen mit kleineren Wohnungen, aber hochwertigerem Hausrat gibt es daneben Wohnflächentarife, bei denen die Erstattungsgrenze höher liegt als bei einer Quadratmeterpauschale. Mitunter ist sie sogar frei verhandelbar. Auch hier meldet der Kunde dem Versicherer aber die Zahl der vorhandenen Quadratmeter und erhält in der Regel einen Unterversicherungsverzicht.

Schätzung des Hausrates: Klaffen Größe der Wohnung und Wert des Hausrates zu weit auseinander, können Kunden den Versicherungswert auch selbst schätzen und angeben. Dazu empfiehlt sich eine Inventarliste, die die Wertgegenstände jedes Zimmers genau auflistet. Hier erteilt die Versicherung in der Regel jedoch keinen Unterversicherungsverzicht.

Tipp

Um sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz immer den aktuellen Gegebenheiten entspricht, sollten Sie von Zeit zu Zeit prüfen, ob die Versicherungssumme noch ausreichend ist: Oft steigert sich der Wert des Hausrates mit den Jahren durch Zukäufe, so dass die Versicherung abgeändert werden sollte.

Wer braucht eine Hausratversicherung?

Die Faustregel lautet: Eine Hausratversicherung ist dann sinnvoll, wenn man den Hausrat nach einem Totalschaden nicht ersetzen kann. Da das meistens der Fall ist, empfiehlt sich der Abschluss der Versicherung fast immer.

Verzichtbar ist die Hausratversicherung am ehesten für Personen mit wenig oder billigem Hausrat, z.B. für Studenten oder Azubis, die im Wohnheim oder in einer Wohngemeinschaft leben. Auch diese Personengruppen sollten sich aber Gedanken machen, falls etwa ein hochpreisigeres Fahrrad oder ein Notebook vorhanden sind.

Tipp

Bei einem Umzug muss die Hausratversicherung erneuert werden – denn in der neuen Wohnung gelten für die Versicherung fast immer andere Regeln.

Während des Umzugs hat der Versicherungsnehmer in beiden Wohnungen Versicherungsschutz; wird der Hausrat beim Umzug beschädigt, greift jedoch nicht die Hausratversicherung, sondern die Haftpflicht des Umzugsunternehmens oder eine (eigens abzuschließende!) Transportversicherung.

Hausratversicherung: Welche Leistungen sind wichtig?

Bei der Tarifauswahl sind bestimmte Leistungen besonders wichtig – dazu gehören die Absicherung grober Fahrlässigkeit und die Absicherung erweiterter Brandschäden. Andere Leistungen sollten je nach Versicherungsbedarf ebenfalls versichert werden.

  • Grobe Fahrlässigkeit

Beim Abschluss der Hausratversicherung sollte man darauf achten, dass die Versicherung das Vorliegen grober Fahrlässigkeit einschließt: Ansonsten kürzt die Versicherung die Zahlung, wenn z.B. durch eine brennende Kerze ein Schaden entsteht oder beim Verlassen der Wohnung die Tür nicht ordnungsgemäß abgeschlossen wird. Alte Verträge enthalten den Kürzungsverzicht oft nicht, neuere dagegen häufig. Ein Wechsel der Versicherung kann sich also lohnen.

  • Erweiterte Brandschäden

Bei der Versicherung von Feuerschäden sollten auch Rauch- und Rußschäden sowie Seng- und Schmorschäden inbegriffen sein. Überspannung nach Blitzschlag sollte ebenso mitversichert sein – denn dann zahlt der Versicherer auch, falls ein Schaden nicht durch direkten Blitzeinschlag ins Haus hervorgerufen wurde.

  • Elementarschäden

Der Elementarschadenschutz ist in der Hausratversicherung ergänzend erhältlich und schützt z.B. gegen die Gefahren Schneedruck, Überschwemmung oder Erdbeben. Eine solche Ergänzung der Hausratversicherung kann etwa bei Hochwasser praktisch sein, ist aber – gerade in gefährdeten Gebieten – teils nur schwer zu bekommen.

  • Fahrradversicherung

Fahrräder sind in der Hausratversicherung normalerweise gegen Diebstahl mitversichert. Das gilt jedoch nur, wenn sich der Drahtesel in einem abgeschlossenen Raum, z.B. einem Kellerabteil, befindet. Draußen geparkte Fahrräder müssen mittels Zusatz zur Hausratversicherung extra versichert werden. Manche Verträge schränken hier allerdings den Nachtschutz ein. Neben ausreichendem Nachtschutz sollten Kunden auch eine ausreichend hohe Versicherungssumme für das Rad beachten.
Eine Alternative zum Fahrradschutz der Hausratversicherung ist der Abschluss einer eigenen Fahrradversicherung. Die lohnt sich nach Expertenmeinung vor allem bei teuren Rädern und in Städten mit hohem Diebstahlrisiko.

  • Wertsachen

Wertsachen sind in den Hausrattarifen üblicherweise bis zu zwanzig Prozent der Versicherungssumme eingeschlossen. Für Schmuck, Wertpapiere und Sparbücher können dabei noch gesonderte Grenzen von z.B. 20.000 Euro bzw. 2.500 Euro gelten. Unter Umständen lassen sich die Grenzen erweitern – die Hausratversicherer haben hier unterschiedliche Konzepte.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Die Kosten einer Hausratversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören

  • Größe der Wohnung/ Wert des Hausrates
  • Lage der Wohnung
  • Leistungsumfang/ Hinzubuchen von Extraleistungen
  • Kalkulation des Versicherers

Natürlich spielen der Wert des Hausrates, bei Quadratmeterpauschale bzw. Wohnflächentarif die Größe der Wohnung, eine große Rolle bei der Ermittlung der Kosten der Versicherung. Daneben ist aber auch die Lage entscheidend: In Gegenden mit höherem Einbruchrisiko zahlt man mehr als in Gegenden mit geringem Risiko.

Policen mit besonders vielen und guten Leistungen sind tendenziell die teureren. Einen Unterschied macht es aber auch, bei welchem Versicherer man den Vertrag erwirbt – je nach Kalkulation kann die Hausratversicherung sogar bei gleichem Leistungsumfang bei dem einen Versicherer günstiger, bei dem anderen teurer sein. Ein Vergleich der verschiedenen Angebote der Versicherer ist deshalb ratsam.

Was tun im Schadensfall?

Inhaber einer Hausratversicherung sind verpflichtet, den entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten – in Gefahr bringen müssen sie sich deshalb aber nicht. Wenn zur Schadensbegrenzung Hausratgegenstände geopfert werden müssen, werden auch diese von der Hausratversicherung ersetzt.
Einen Hausratschaden sollte man dem Versicherer direkt nach Kenntnisnahme melden. Damit der den Schaden richtig einschätzen kann, ist es hilfreich, Kaufquittungen aufzubewahren und die Hausratgegenstände möglichst durch Fotos zu dokumentieren. Die Dokumentation sollte außerhalb der Wohnung gelagert werden, damit sie im Schadensfall nicht auch verlorengeht.

Eine Hausratversicherung kann bei großen Schäden sehr wertvoll sein – bei kleineren Schäden, die man auch selbst regulieren kann, ist jedoch zu überlegen, ob man die Versicherung in Anspruch nehmen möchte oder nicht: Meldet man dem Versicherer zu oft Schadensfälle, kann der den Vertrag nämlich kündigen.

Gefahrerhöhungen sollte man dem Versicherer übrigens schon im Vorfeld kundtun: Wird beispielsweise ein Gerüst am Haus errichtet, erhöht sich zugleich das Einbruchrisiko. Ohne Meldung wird die Versicherung nach einem Einbruch dann höchstwahrscheinlich eine Leistungskürzung vorzunehmen versuchen. Auch eine längere Abwesenheit sollte man dem Hausratversicherer melden – ab welchem Zeitraum dies notwendig ist, regelt der Versicherungsvertrag.

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