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Freiwillige Krankenversicherung

Freiwillige Krankenversicherung Überblick

Der Begriff der freiwilligen Krankenversicherung ist seit 2007 eigentlich überholt, denn seitdem besteht in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Die Frage ist nur noch gesetzlich oder privat krankenversichern?

Freiwillige KV Überblick
Freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern?

Seit dem 01.04.2007 besteht eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), seit 01.01.2009 besteht diese auch in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Unversicherten drohen seitdem Rückforderungen für unversicherte Zeiträume nach diesen Daten. Die Zuordnung zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung erfolgte danach, welcher Kasse der Betroffene zuletzt angehörte.

Gehörte er noch nie einer Krankenkasse an, entscheidet das derzeitige Arbeitsverhältnis. Trotz der de facto bestehenden Krankenversicherungspflicht in Deutschland, gibt es ein Ende der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. In dem Moment stehen dann zwei Wege zur Wahl: Die freiwillige Weiterversicherung in der GKV oder ein Eintritt in die PKV. Wann die Versicherungspflicht endet, für welche Personengruppen es besondere Regelungen gibt und was Sie sonst noch zur freiwilligen Krankenversicherung wissen müssen, lesen Sie im Folgenden.

Wer kann sich freiwillig gesetzlich krankenversichern?

Hier ist es sinnvoll zunächst festzuhalten, wer in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist. Grundsätzlich sind Arbeitnehmer, deren Bruttoverdienst unter der jährlich festgelegten Versicherungspflichtgrenze liegt, gesetzlich krankenversichert.

Im Jahr 2016 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 56.250 Euro. Arbeitnehmer, deren Gehalt über dieser Grenze liegt, können entscheiden sich weiter freiwillig gesetzlich zu versichern oder in die private Krankenversicherung zu wechseln. Neben höher verdienenden Arbeitnehmern sind auch Beamte und Selbstständige von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit, ebenso Studenten, bei denen die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Studenten nicht mehr erfüllt sind.

Sie alle haben die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich oder privat zu versichern. Mehr Informationen zum Personenkreis derer, die sich freiwillig gesetzlich versichern können, siehe freiwillige Krankenversicherung Personenkreis.

Basistarif der privaten Krankenversicherung

Um vormals Privatversicherten, die sich nicht in der GKV versichern können, nach Einführung der Versicherungspflicht die Rückkehr in die private Krankenversicherung zu ermöglichen, hat der Gesetzgeber die privaten Krankenkassen verpflichtet einen Basistarif in der PKV anzubieten, der dieselben Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung bietet.

Die Beitragshöhe ist auf den Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beschränkt. Bei Hilfsbedürftigen reduziert sich der Beitrag auf die Hälfte. Das besondere ist, dass Versicherte nicht aufgrund einer Gesundheitsprüfung abgelehnt werden dürfen. Auch Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse sind verboten. Allerdings sind die Beiträge von jedem Versicherten zu zahlen. D.h. bei einem Ehepaar sind zwei Beiträge zu zahlen, auch wenn nur einer der beiden ein eigenes Einkommen erwirtschaftet. Weitere Indormationen finden Sie unter PKV Basistarif.

Ende der freiwilligen Krankenversicherung

Die Mitgliedschaft in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung endet, sobald die Versicherungspflicht eintritt, also wenn z.B. der Verdienst die Versicherungspflichtgrenze wieder unterschreitet. Außerdem endet sie dann, wenn die Voraussetzungen für die Familienversicherung nach § 10 SGB V eintreten und bei fristgerechter Kündigung.

Dabei gelten auch für freiwillig Versicherte dieselben Regelungen zur Kündigung wie für gesetzlich Versicherte.  Die Mindestbindungszeit beträgt 18 Monate, in Wahltarifen oftmals drei Jahre. Die ordentliche Kündigungsfrist nach Ablauf der Mindestbindungszeit beträgt zwei Monate zum Monatsende. Auch ohne Einhaltung der Bindungsfrist ist eine außerordentliche Kündigung (z.B. wegen einer Beitragserhöhung) möglich.

Freiwillige Krankenversicherung bei Auslandsaufenthalt

Bei Auslandsaufenthalten ist für die Frage, wie Sie versichert sind, entscheidend, ob es sich um eine Abordnung durch Ihren deutschen Arbeitgeber handelt, oder ob Sie im Ausland ein dort versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufnehmen. Außerdem ist der Status vor dem Auslandsaufenthalt wichtig, also ob Sie gesetzlich pflichtversichert oder freiwillig versichert waren.

Wenn Sie gesetzlich versichert sind und von Ihrem deutschen Arbeitgeber ins Ausland entsandt werden, können Sie einfach in Deutschland gesetzlich versichert bleiben, der Arbeitgeber erstattet Ihnen dann die im Ausland anfallenden Krankheitskosten zurück. Werden Sie als freiwillig gesetzlich Versicherter Arbeitnehmer entsendet und der Arbeitgeber schließt für den Auslandsaufenthalt eine private Versicherung für Sie ab, dann sollten Sie eine Anwartschaft in der GKV erwägen. Damit ist Ihnen nach der Rückkehr eine Aufnahme in die gesetzliche Krankenkasse sicher. Weitere Informationen zur freiwilligen Krankenversicherung während und nach einem Auslandsaufenthalt finden Sie unter freiwillige Krankenversicherung Ausland.

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