Freiwillige Krankenversicherung Beitrag

Freiwillige Krankenversicherung: Beitrag & Beitragsberechnung

Für wen lohnt sich die freiwillig gesetzliche und für wen die private Krankenversicherung? Die Berechnung des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung zeigt, dass Sie immer vergleichen sollten. Wie aber berechnen sich eigentlich die Beiträge der freiwilligen Krankenversicherung?

Freiwillige Krankenversicherung Beitrag
Wie hoch sind die Beiträge zur freiwilligen GKV?

In einigen Fällen endet die Pflicht zur Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, oder aber es hat nie eine bestanden. Dann ist es vielfach möglich sich freiwillig gesetzlich zu versichern. Nach Wegfall der Pflicht zur Versicherung muss man sich innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten entscheiden, ob man freiwillig gesetzlich versichert bleibt oder in die private Krankenversicherung wechselt.

Bei Arbeitnehmern, die die Verdienstgrenze überschreiten, läuft die gesetzliche Krankenversicherung einfach weiter, außer sie werden selbst aktiv.

Ein Wechsel in die PKV wirkt verlockend, ist aber in vielen Fällen kaum bezahlbar. Das liegt daran, dass die Familie nicht beitragsfrei mitversichert werden kann wie in der GKV, sondern für jeden ein einzelner Vertrag abgeschlossen werden muss. Außerdem berücksichtigt die PKV keine geänderten Einkommensverhältnisse, weil der Beitrag hier nicht vom Einkommen, sondern vom Alter und anderen Faktoren abhängig ist. Zu diesen anderen Faktoren gehören auch Vorerkrankungen, die in der PKV zu Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen führen können.

Mindestbeitrag freiwillige Krankenversicherung

Die Beiträge der freiwilligen Krankenversicherung richten sich grundsätzlich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der versicherten Person. Allerdings gibt es eine Mindestbemessungsgrundlage zur freiwilligen Krankenversicherung, die nicht unterschritten werden kann und damit auch einen Mindestbeitrag. Dieser variiert  je nach Personengruppe.

Im Folgenden haben wir Ihnen die Mindestbemessungsgrundlagen und daraus resultierenden Mindestbeiträge in der freiwilligen Krankenversicherung in einer Übersicht zusammengestellt. Dabei außer Acht gelassen wurde der Zusatzbeitrag, der von den Krankenkassen individuell festgelegt wird.

Personengruppe Mindestbemessungs-grundlage Mindestbeitrag Kranken- und Pflegeversicherung mit Krankengeldanspruch monatlich Gesamtbeitrag KV und PV monatlich
Selbstständige 2126,25€/Monat 310,44 € + 49,97 € 360,41 €
Selbstständige mit Gründungszuschuss oder Härtefälle 1417,50€/Monat 206,96 € + 33,31 € 240,27 €
Personen ohne Einkommen 945 €/Monat 132,30 € +22,21 € 154,51 €
Studenten 597 €/Monat 61,01 € + 14,03 € 75,04 €
Examenskandidaten (Übergangszeit von 6 Monaten) 945 €/Monat 96,58 € + 22,21 € 118,79 €

Selbstständige können auch ohne Anspruch auf Krankengeld versichert sein, der Prozentsatz, der vom Einkommen als Krankenversicherungsbeitrag erhoben wird, verringert sich hier auf 14 %, statt der üblichen 14,6 %. Bei Studenten und Examenskandidaten wurde der Beitragssatz auf 10,22 % gesenkt.

Höchstbeitrag freiwillige Krankenversicherung

Ebenso wie es bei der Berechnung der Beiträge in der freiwilligen Krankenversicherung Mindestbeträge gibt, gibt es auch Höchstbeträge. Diese sind abhängig von der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze, die derzeit (2015) bei 49.500 € pro Jahr, bzw. 4125 € pro Monat liegt. Diese gilt sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Selbstständige.

Damit liegt der monatliche Höchstbeitrag mit Krankengeldanspruch bei 602,25 € für die Krankenversicherung und  96, 93 € für die Pflegeversicherung zuzüglich einem etwaigen Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Bei einer Versicherung ohne Krankengeldanspruch beträgt der höchste zu zahlende Beitrag 577,50 € Krankenversicherung und 96,93 € Pflegeversicherung. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung liegt derzeit bei 2,35 % für Menschen mit und bei 2,6 % für Versicherte ohne Kinder.

Freiwillige Krankenversicherung: Beitrag berechnen

Bei der Berechnung der Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung spielen also verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehört die Höhe ihres Einkommen und dessen Berechnung, die Frage, ob Sie einen Anspruch auf Krankengeld haben oder nicht, Faktoren wie der Bezug eines Gründungszuschusses von der Arge oder das Bestehen eines Härtefalls und die Frage, ob Sie Student oder Examenskandidat sind, was dann Einfluss auf die Höhe des Beitragssatzes hat.

Außerdem legen die Krankenkassen einen jeweils eigenen Zusatzbeitrag fest, den Sie zusätzlich leisten müssen, ohne Unterstützung durch den Arbeitgeber. Die folgende Tabelle gibt Ihnen nochmal einen Überblick über die Beitragssätze:

Personengruppen Beitragssatz Ohne Krankengeldanspruch
Selbstständige 14,60% 14,00%
Arbeitnehmer 14,60% 14,00%
Studenten 10,22% /
Examenskandidaten 10,22% /
Personen ohne Einkommen 14,00% /

Service zur freiwilligen Krankenversicherung: GKV oder PKV?

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