Geschäftsführerversicherung

D&O Versicherung: Unterschätzen Geschäftsführer die Risiken?

Eine neue Studie zur D&O Versicherung zeigt, dass Geschäftsführer bzw. Manager sich zwar der steigenden Zahl von Haftungsrisiken bewusst sind, aber trotzdem noch zu sorglos mit dieser Erkenntnis umgehen.

Geschäftsführerversicherung
Unterschätzen Geschäftsführer die Schadensgefahr?

Die VOV GmbH hat eine neue Studie zum Thema Managerhaftung und D&O Versicherung veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass etwa Drei-Viertel der 200 Befragten Manager und Geschäftsführer das Gefühl haben, dass das Haftungsrisiko für Manager in den letzten 5 Jahren gestiegen ist.

Trotzdem hält eine fast ebenso große Zahl es für eher unwahrscheinlich selbst von einem Haftungsfall betroffen zu sein. Dabei kann fast jeder Vierte von Forderungen gegen sich oder einen Kollegen in den letzten 5 Jahren berichten.

Laut Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft sei bei der Anzahl der Schadenmeldungen weiterhin ein erhöhtes Niveau zu verzeichnen.

Geschäftsführerversicherung: Das Sicherheitsbedürfnis ist branchenabhängig

Auffallend ist, dass die Zahlen der Versicherungsabschlüsse von Geschäftsführerversicherungen bzw. D&O Versicherungen sich von Branche zu Branche stark unterscheiden. In den Branchen Handel, Transport & Logistik und in  der Telekommunikations- und IT-Branche ist der Umgang mit den eigenen Haftungsrisiken eher sorglos, hier waren die wenigsten D&O-Versicherungsvertragsabschlüsse zu verzeichnen.

Die Branchen Bauwirtschaft und Gesundheitswesen waren dagegen die Spitzenreiter – hier scheint die Angst vor einem Schaden am größten zu sein. Vor allem in kleineren Betrieben (50 – unter 100 Millionen Bilanzsumme) sind die Geschäftsführer und Manager bereit auch ohne D&O Versicherung tätig zu werden.

Worauf legen Geschäftsführer bei einer Geschäftsführerversicherung wert?

Das Wichtigste ist die schnelle und unkomplizierte Abwicklung im Schadensfall. 65% der Befragten waren sich einig, dass eine sofortige Reaktion des Versicherers nach einem Schadensfall das A und O ist. Über die Hälfte wünschte sich, dass die Abwicklung so schnell und unkompliziert wie möglich verläuft. Dabei sind vor allem Transparenz und Klarheit in den Versicherungsbedingungen gefordert.

Auch hohe Deckungssummen (59%) sind ein wichtiges Abschlusskriterium. Nur 29% der Befragten gaben an, dass günstige Prämien entscheidend seien und auch das Image des Versicherers ist für die Meisten nicht wesentlich. Nur 13% gaben an darauf zu achten.

Es scheint, als würden sich die meisten Geschäftsführer und Manager durchaus Gedanken über das Risiko der Inhaftungsnahme machen. Immerhin 87% haben angegeben die eigenen Haftungsrisiken zu kennen.

Eine D&O Versicherung abschließen und selbst die Kosten tragen würden aber nur wenige: Gerade einmal 15% der Befragten würde selbst für den Schutz aufkommen. Vielleicht sind die vielen Diskussionen der Vergangenheit um Selbstbehalte und aufgeblähte Verträge daran schuld. Die D&O Versicherung, die in Deutschland erst Ende der 80iger Jahre aufgekommen ist, muss vielleicht noch immer Überzeugungsarbeit leisten. Die ganze Studie finden Sie unter: www.vovgmbh.de/upload/17_2154.pdf

D&O Versicherungen im Vergleich

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