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Landwirtschaftliche Versicherungen

Landwirtschaftliche Versicherungen im Überblick

Landwirte tragen oft ein hohes Risiko. Der Ackerbau wird vom Klimawandel bedroht, Viehbauern haben Angst vor Tierkrankheiten und die aktuelle Preisentwicklung treibt alle gleichermaßen um. Mit einigen landwirtschaftlichen Versicherungen können sich Landwirte vor existenzbedrohenden Kosten durch Ernteausfall, Betriebsbrand oder Maschinenausfall schützen.

Landwirtschaft Versicherung
Welche Versicherungen benötigen Landwirte?

Es besteht eine gesetzliche Sozialversicherungspflicht für Landwirte: Neben der landwirtschaftlichen Krankenver-sicherung bilden die landwirtschaftliche Alterssicherung, die landwirtschaftliche Unfallversicherung und die Pflegeversicherung die Sozialversicherung für Landwirte. Hierfür sind die regionalen landwirtschaftlichen Krankenkassen zuständig.

Erfasst werden Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, des Obst- und Gemüsebaus und der Fischzucht und Teichwirtschaft. Ihre Kranken-versorgung und Alterssicherung ist somit geregelt. Aber für einen Landwirt gibt es viele weitere Risiken, die zu bedenken sind: Was ist, wenn nicht Sie derjenige sind, der verletzt wird?

Landwirtschaftliche Versicherung: Betriebshaftpflichtversicherung

Wichtig für ausnahmslos alle Landwirte ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung. Im Umgang mit Tieren und landwirtschaftlichen Maschinen können schnell schwerwiegende Personen- und Sachschäden entstehen. Hier hilft eine Betriebshaftpflichtversicherung, die vorhandenen Risiken zu minimieren.

Ein Landwirt kann in den verschiedensten Situationen haftbar gemacht werden. Er haftet unter anderem für Personenschäden, sofern sich Kunden auf dem Hof (Betriebsgelände) verletzen, für Schäden z.B. an gemieteten Räumlichkeiten oder Maschinen, für Schäden, die seine Tiere verursachen, für Schäden an der Saat anderer Landwirte, die durch Benutzung von speziellen Spritzmitteln im eigenen Anbau entstanden sind.

In der Betriebshaftpflichtversicherung sind nicht nur Sie selbst versichert, sondern auch Ihre Angestellten, Azubis und Praktikanten. In einer landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung ist meist eine Umweltschadenversicherung enthalten, da es beim Umgang mit Chemikalien und Düngemitteln zu Boden- und Gewässerschäden kommen kann. Ebenso sind damit Schäden an geschützten Tieren, Pflanzen und Lebensräumen abgedeckt.

Die landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt die Kosten, die bei Sach- und Personenschäden, aber auch bei Vermögensschäden entstehen: So zum Beispiel, wenn von Ihnen mangelhafte oder falsche Ware geliefert wird, durch die beim Abnehmer in der Vermischung, Weiterver- und -bearbeitung ein Vermögensschaden entsteht.

Im Schadensfall prüft Ihr Versicherer, ob die Schadensersatzansprüche zu Recht geltend gemacht werden und übernimmt eine legitime Forderung. Bei unrechtmäßiger Forderung trägt Ihr Anbieter die Kosten, die beim Nachweis der Unrechtmäßigkeit entstehen. Die Höhe der Kostenübernahme und die Prämienhöhe sind von Versicherer zu Versicherer verschieden. 

Betriebshaftpflichtversicherungen für Landwirte im Vergleich

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung zu vereinfachen, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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Landwirtschaftliche Versicherung: Gebäudeversicherung

Haftpflichtschäden sind aber nicht die einzigen Schäden, die einen Landwirt ereilen können. Schäden am Betriebsgebäude, an der Ernte, an den teuren landwirtschaftlichen Maschinen, Unfallschäden von Erntehelfern und weitere Schäden sind möglich.

Natürlich benötigen Landwirte auch eine landwirtschaftliche Gebäudeversicherung, kein Betrieb kommt ohne diese aus. Landwirte haben mit Ihren Produktions- und Lagerhallen oft ein noch viel größeres Risikopotenzial als andere Gewerbetreibende. Alle landwirtschaftlichen Gebäude, einschließlich Verwaltungsgebäude und Silos, können in die Versicherung miteinbezogen werden. Sind Wohn- und Betriebsgebäude voneinander getrennt, ist es möglich, das Wohngebäude über eine private Gebäudeversicherung zu schützen, da die Konditionen hierfür meist günstiger sind. Ist keine Trennung vorhanden, muss alles in die landwirtschaftliche Gebäudeversicherung eingeschlossen werden.

Je nach Anbieter zählen sogar Tränken, Tröge und die Melktechnik zum Gebäude und sind in einer solchen Versicherung erfasst. Geschützt sind Sie vor Kosten durch Feuer und Brandschäden, Schäden durch Explosion und Blitzschlag, austretendes Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm und Hagel und Elementarschäden durch Erdbeben und Überschwemmung. Welche Risiken genau versichert sind und welche Zusatzoptionen für Sie interessant sein könnten, sollten Sie mit dem Versicherer besprechen und gegebenenfalls im Vertrag festhalten.

Landwirtschaftliche Versicherung: Hagelversicherung

Ein Unwetter mit Hagel kann in Minuten die Ernte eines ganzen Jahres vollständig zerstören. Die Existenz des gesamten Betriebes ist gefährdet. Um Hagelschäden finanziell auszuhalten, gibt es eine Hagelversicherung (die mittlerweile auch erweiterbar ist auf Frost und Hitzeschäden, Überschwemmung u.s.w.). Im Schadensfall wird Ihnen der Ertragsausfall ersetzt. Dieser bemisst sich nach dem erwarteten Erntewert je Hektar.

Das Einreichen eines Anbauverzeichnisses lässt auch eine Erhöhung der Versicherungssumme zu, hat jedoch keinen Einfluss mehr auf zurückliegende Schadensfälle. Es gibt die Möglichkeit eines Einzelvertrages oder einer Pauschalversicherung. Weitere Informationen (Leistungen, Kosten und Versicherungsvergleich) finden Sie auf der Unterseite Hagelversicherung.

Landwirtschaftliche Versicherung: Maschinenversicherung

Mit einer Maschinenversicherung sind sowohl fahrbare Maschinen und Geräte (Mähdrescher, Feldhäcksler, Strohpressen, Bodenbearbeitungsmaschinen, Kartoffel-, Rüben-, Gemüse- und Traubenvollernter) als auch stationäre Anlagen (Tanks, Pumpen, Stromaggregate) versicherbar.

Eine Maschinenversicherung übernimmt die Kosten bei Schäden durch Kontruktions- und Materialfehler, Bedienungsfehler, Versagen von Mess-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen, Schäden durch Kurzschluss, Überstrom und Überspannung und bei Einbruchdiebstahl oder Raub. Der schnelle Ersatz einer Maschine kann existenziell für einen landwirtschaftlichen Betrieb sein. Stehen einem dafür nicht die Mittel zur Verfügung, kann die Situation schnell bedrohlich werden. Eine Maschinenversicherung übernimmt im Schadensfall die Kosten zur Wiederherstellung der versicherten Sache, im Falle eines Totalschadens wird der Zeitwert abzüglich eventueller Restwerte ersetzt.

Kostenfreier Service: Landwirtschaftliche Maschinenversicherungen im Vergleich

Landwirtschaftliche Versicherung: Inhaltsversicherung

Eine Inhaltsversicherung oder Inventarversicherung umfasst Ihr gesamtes Inventar (sofern es sich am Betriebsort befindet, also nicht fahrbare Maschinen außerhalb des Betriebes), einschließlich Ihres Viehs, aller Maschinen und Ihrer technischen und kaufmännischen Betriebseinrichtung, Waren und Vorräte.

Schäden durch Feuer, Hagel, Blitzschlag, Sturm, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl werden von einer Inhaltsversicherung erfasst. Ein brennender Schweinestall z.B. kann sonst schnell das Ende eines Betriebes bedeuten. Die Inhaltsversicherung ist neben der Gebäudeversicherung die elementarste Versicherung und für jeden Landwirt ein Muss. Im Schadensfall richtet sich die Kostenübernahme durch den Versicherer nach dem Wiederherstellungs- bzw. Wiederbeschaffungspreis der zerstörten Sache. Bei Beschädigung werden die notwendigen Reparaturkosten ersetzt. Achten Sie auch darauf, ob Lösch- und Aufräumarbeiten mitversichert sind, dies lässt sich meist vereinbaren.

Landwirtschaftliche Versicherung: Ertragsschaden-/Ertragsausfallversicherung

Der Horror: Aufgrund einer Tierseuche muss Ihr gesamter Viehbestand gekeult werden. Zwar haben Sie in die Tierseuchenkasse eingezahlt, die zahlt Ihnen aber nur den Wert des getöteten Tieres. Wer aber kommt für den erlittenen Ertragsausfall auf? Die laufenden Kosten werden ja nicht weniger, nur Umsätze sind keine zu machen.

Hierfür gibt es die Ertragsschadenversicherung. Diese übernimmt auch Kosten, die aufgrund eines Unfalls im Tierbestand (bspw. durch eine defekte Lüftungsanlage o.ä.) entstanden sind. Gezahlt werden neben dem Ertragsausfall auch Mehrkosten für die Neuanschaffung von Tieren, die Entsorgung toter Tiere, die Vernichtung oder Sonderverwertung tierischer Produkte, Desinfektionskosten, Kosten für Schutzmaßnahmen u.ä.. Das genaue Leistungsangebot ist vom jeweiligen Anbieter abhängig.

Informationen zur Ertragsausfallversicherung: Landwirtschaftliche Ertragsausfallversicherung Überblick

Landwirtschaftliche Versicherung: Erntehelferversicherung

Sie haben saisonal Erntehelfer beschäftigt? Diese sind von der Sozialversicherungspflicht befreit, jedoch tragen Sie als Arbeitgeber das volle Risiko, wenn etwas passiert. Die Erntehelferversicherung umfasst Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Wenn Sie mehrere Helfer beschäftigen, sind die Kosten einer Erntehelferversicherung meist sehr gering. Weitere Informationen (Leistungen, Kosten und Versicherungsvergleich) finden Sie auf der Unterseite Erntehelferversicherung.

Gewerbeversicherung News

Hagelversicherung: Hagelflieger geben keine Sicherheit

Hagelflieger

Landwirte setzen seit vielen Jahren auf Hagelabwehr durch den Einsatz von Silberjodid. Mittlerweile werden dazu in manchen Regionen kleinere Flugzeuge (Hagelflieger) benutzt, die den Wirkstoff in der Luft verteilen sollen. Die Hagelversicherung ersetzt das jedoch nicht. Weiterlesen

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