Landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung

Landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung

Seit Inkrafttreten des Umweltschadensgesetzes vor einigen Jahren wurden Landwirten im Bereich der Umwelthaftung noch mehr Pflichten auferlegt. Eine gute landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung ist daher für alle Landwirte ein Muss. 


Landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung

Vor 2007 haben Landwirte nur für Schäden an fremden Gebäuden und Gewässern gehaftet, seitdem hat sich vieles verändert. Umweltschutz wird immer wichtiger, denn Flora und Fauna sind nicht nur von Klimawandel bedroht, sondern auch von eingesetzten Pestiziden und Düngemitteln.

Landwirte haften seither also auch für Schäden an der sogenannten Biodiversizität, also für Schäden an der biologischen Vielfalt. Die Haftungsverpflichtung greift auch dann, wenn der Schaden auf dem eigenen Grund und Boden des Landwirts lokalisiert ist. Damit sollen künftig Schädigungen von geschützten Tierarten und deren natürlichem Lebensraum vermieden werden. Die Landwirte müssen dabei nicht nur für bereits entstandene Schäden aufkommen, sondern sind auch verpflichtet Schäden zu melden und selbständig Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Schädigungen zu vermeiden oder einzudämmen.

Bei der Ausübung bestimmter beruflicher Tätigkeiten, wozu unter anderem auch der Einsatz und das Lagern von Pflanzenschutzmitteln und Biozidprodukten gehört, wird bei einem verursachten Umweltschaden auch verschuldensunabhängig die Haftung durchgesetzt. Die Umweltschadenversicherung ist in der Regel als Basisschutz in der Betriebshaftpflichtversicherung enthalten (nicht zu verwechseln mit der Umwelthaftpflichtversicherung). Dieser Schutz ist jedoch nur selten ausreichend, weshalb alle Landwirte dringen darauf achten sollten, dass die neuen Haftungsanforderungen in der Versicherung berücksichtigt sind und ggf. zusätzlich eine eigenständige landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung abschließen.

Landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung vs. Umwelthaftpflichtversicherung

Die Umwelthaftpflichtversicherung befasst sich im Gegensatz zur Umweltschadenversicherung mit privat-rechtlichen Forderungen aufgrund eines Umweltschadens. Kommt also eine Person oder fremde Sache zu Schaden, dann übernimmt die Umwelthaftpflichtversicherung die Kosten.

Die Umweltschadenversicherung befasst sich dagegen vor allem mit öffentlich-rechtlichen Ansprüchen, die zum Beispiel durch Schäden an der Biodiversizität entstehen. Hier werden dann beispielsweise die Kosten für die Wiederansiedlung von Tieren übernommen. Die Umwelthaftpflichtversicherung ist also für Landwirte kein ausreichender Schutz gegen Umweltschäden und muss dringend um eine landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung erweitert werden.

Leistungen der landwirtschaftlichen Umweltschadenversicherung

Die landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung bezieht sich auf die öffentlich-rechtliche Pflicht des Landwirts Umweltschäden zu vermeiden und für eine Sanierung aufzukommen, sofern ein erheblicher Umweltschaden durch seinen landwirtschaftlichen Betrieb eingetreten ist. Versichert sind nur solche Schäden, die durch einen Unfall oder eine Betriebsstörung eingetreten sind, das heißt, dass Schäden, die durch bestimmungsgemäßen Betrieb auftreten und in Kauf genommen werden, nicht durch die Umweltschadenversicherung abgedeckt werden können.

Hier sollten Sie genauestens auf die Bestimmungen zu nicht versicherten Risiken und Anlagen achten.  Die Umweltschadenversicherung umfasst zunächst die Prüfung, ob eine Haftungsverpflichtung besteht und beinhaltet auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche. Zudem übernimmt die Umweltschadenversicherung die Kosten für die Sanierung wegen Schädigungen des Bodens, von Gewässern und an geschütztem Tierbestand sowie natürlichem Lebensraum.

Die Umweltschadenversicherung ist meist eine Versicherung nach dem Baukastenprinzip. Die Grunddeckung umfasst Umweltschäden an fremden Boden und Grund (was sich oftmals mit der Deckung der Umwelthaftpflichtversicherung überlagert). Diese Grunddeckung reicht keinesfalls aus! Zusätzlich müssen Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz versichert werden und am besten auch Schäden am Boden des Versicherungsnehmers (oft auch Bodenkasko genannt), da dieser auch hier zur Sanierung verpflichtet werden kann.

Kosten der landwirtschaftlichen Umweltschadenversicherung

Die Kosten für eine landwirtschaftliche Umweltschadenversicherung sind vor allem von der Größe Ihres Landwirtschaftsbetriebs und von den besonderen Risiken abhängig. Bei einem der Versicherer zahlen landwirtschaftliche Betriebe (risikounabhängig) je 145 bzw. 215 Euro pro Jahr bei weniger als 250 Hektar Bodenfläche.

Die Deckungssummen sind jeweils drei Millionen Euro bei Schäden auf fremdem Boden und 100.000 Euro Deckungssumme für Schäden des eigenen Bodens in der günstigen Variante und  500.000 Schäden am eigenen Boden in der teureren Variante. Diese Zahlen sollen Ihnen nur einen grundsätzlichen Anhaltspunkt zu den Kosten der Umweltschadenversicherung geben. Die Preise und Leistungen variieren enorm von Anbieter zu Anbieter, weshalb unser kostenloser und unverbindlicher Vergleich der Umweltschadenversicherung in jedem Fall zu empfehlen ist. Nur so bekommen Sie bestmöglichen Schutz zu einem guten Preis.

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