Hagelversicherung

Die Hagelversicherung leistet nicht nur bei Hagelschäden!

Wir wünschen uns alle, dass immer nur die Sonne scheint. Leider ist das von der Realität weit entfernt. Besonders Landwirte haben mit schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen. Hier hilft der Abschluss einer Hagelversicherung.

Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Hagelversicherungen ins Leben gerufen. Zuvor galt Hagel noch als göttliche Strafe, die man einfach über sich ergehen lassen musste.

Danach hat sich die Hagelversicherung in ihren Leistungen immer weiter entwickelt und bietet nun den Landwirten eine umfangreiche Absicherung ihrer Feldfrüchte. Mittlerweile lassen sich neben Hagel auch andere Wetterereignisse versichern, so zum Beispiel Sturm, Starkregen und Frost.

Dadurch haben Landwirte heute eine finanzielle Sicherheit, die es lange Zeit nicht gab. Der Klimawandel, den die Landwirtschaft deutlich zu spüren bekommt, macht eine Hagelversicherung mittlerweile unabdingbar.

Auch in Zukunft ist mit einem Anstieg von Schäden durch Hagel und andere Naturereignisse zu rechnen. Lesen Sie hier was eine Hagelversicherung – oft auch Ernteausfallversicherung genannt – leistet, was sie kostet und wie Sie den richtigen Versicherer für Ihre Bedürfnisse finden können.

Hagelversicherung: Welche Pflanzen sind versicherbar?

Im Rahmen der Hagelversicherung für Landwirte lassen sich grundsätzlich alle landwirtschaftlichen Kulturen, wie Getreide, Mais, Ölfrüchte, Hülsenfrüchte, Tabak und Energiepflanzen versichern. Auch Sonderkulturen im Freilandbau, wie Obst, Gemüse und Rebsorten sind versicherbar, allerdings werden für bestimmte Kulturen Prämienzuschläge verlangt.

Einige Versicherer schließen die Absicherung verschiedener Früchte aus, bzw. lassen Zusatzversicherungen gegen Sturm oder Frost nur für bestimmte Kulturen zu. Hier lohnt es sich vor Abschluss des Versicherungsvertrags einen genauen Blick in die Versicherungsbedingungen zu werfen.

Hagelversicherung: Welche Gefahren sind versicherbar?

Hagelschäden: Ab wann ein Hagelschaden versicherbar ist, hängt vom Durchmesser der Hagelkörner ab. Bei Hagel handelt es sich um einen festen Niederschlag in Form von Eiskörnern. Ihr Durchmesser muss mindestens 5 Millimeter betragen, ansonsten handelt es sich um Graupel, der nicht im Versicherungsschutz enthalten ist. Der Hagel muss an der versicherten Frucht einen sichtbaren Schaden, z.B. in Form von Anschlägen oder Knickungen hinterlassen. 

Sturmschäden: Die Definition vom Sturm ist laut Hagel-Versicherern eine „Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 nach der Beaufort-Skala“. Neben Verwehungen des Saatguts drohen auch Knickungen bereits gereifter Früchte oder deren totale Entwurzelung. 

Starkregen: Starkregen ist ein wetterbedingter, kurzfristiger, heftiger Regen mit entweder einem 15-Minuten-Mittelwert von mehr als 15 Liter pro Quadratmeter am betreffenden Tag oder mit einer Regenmenge von mehr als 50 Liter pro Quadratmeter an einem Tag. Besonders bei jungen Pflanzen ist der eintretende Schaden oft hoch: Durch Verkrustungen und Verschlammungen kann die Luftzufuhr zu den Sämlingen unterbrochen werden und dazu führen, dass später erhebliche Lücken im Bestand auftauchen.

Stark-/Spätfrost: Temperaturabfall unter 0 Grad Celsius führen zu Frost, was die verschiedensten Schäden zur Folge haben kann. So etwa abgerissene Pflanzenwurzeln durch das Heben und Senken des Bodens bei Erwärmung tagsüber und bei Abkühlung in der Nacht. Ebenso das Verdorren von Pflanzen, wenn der Boden gefroren ist, aber die Sonne scheint. Die Pflanze kann in diesem Fall nicht die benötigte Feuchtigkeit aus der Erde ziehen. Auch treten Erfrierungen unmittelbar an den Pflanzen auf, die zu einer verdorbenen Ernte führen können. 

Dies sind die gängigsten versicherbaren Gefahren. Einige Anbieter bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit einer Absicherung gegen Überschwemmung, Schneedruck und Trockenheit.

Hagelversicherung: Leistungen und Versicherungssumme

Versicherungen für Landwirte

Im Schadenfall prüft ein vom Versicherer gestellter Gutachter sofort die Höhe des eingetretenen Schadens. Kurz vor der Ernte wird dann die endgültige Schadenquote festgestellt.

Versichert ist die mengenmäßige Ertragsminderung, die durch den Schaden eingetreten ist. Auch ein qualitätsmäßiger Ertragsverlust kann versichert werden, dies ist jedoch meist nur mit erhöhter Prämie und für bestimmte Feldfrüchte möglich. Die Versicherungssumme der Hagelversicherung ergibt sich aus der Berechnung eines Hektarwerts, der sich aus der zu erwartenden Erntemenge und dem Preis dafür berechnet.

Die Versicherungssumme muss jedes Jahr aufs Neue festgelegt werden, da eine wechselnde Bepflanzung und die Preisentwicklungen am Markt Einfluss auf deren Höhe haben.

Hagelversicherung: Beitragshöhe

Wie hoch die Beiträge für eine Hagelversicherung oder Ernteausfallversicherung sind, hängt wesentlich davon ab, welche Früchte angebaut werden und wo die bewirtschafteten Felder liegen. Denn je nachdem wie hoch die regionale Wahrscheinlichkeit für wetterbedingte Schäden ist, wird die Prämienhöhe angepasst.

Mit der Vereinbarung von Selbstbehalten können Sie die Beiträge positiv beeinflussen. Ansonsten spielen natürlich auch Versicherungsumfang und die Versicherungssumme der Hagelversicherung eine Rolle bei der Festlegung der Prämienhöhe.

Ob Sie viel oder wenig für eine Hagelversicherung zahlen und welchen Leistungsumfang Sie erwarten können, hängt wesentlich von der Wahl des Versicherers ab. Wichtig ist es, vor Abschluss einer Hagelversicherung die Bedingungen der verschiedenen Anbieter zu kennen, um das für Sie günstigste Angebot zu finden.

Hagelversicherungen im Anbieter-Vergleich

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Hagelversicherung (Ernteausfallversicherung) zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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