Hallesche Pflegeversicherung

Pflege-Anbieter im Vergleich: Hallesche Pflegeversicherung

Die Hallesche Krankenversicherung hält mehrere Angebote im Bereich der privaten Pflegeversicherung bereit: Interessenten können zwischen einem ungeförderten und einem geförderten Tagegeld wählen, außerdem ist beides kombinierbar.

Hallesche Pflegeversicherung
Überblick Pflegetarife: Hallesche Pflegeversicherung

Die Hallesche Krankenversicherung bietet bereits seit den 1980er Jahren private Pflegeversicherungskonzepte an. Derzeit können Interessierte sowohl eine ungeförderte als auch eine geförderte Pflegetagegeldversicherung bei der Halleschen abschließen oder auf einen Kombinationstarif aus beiden Versicherungen setzen: Die ungeförderte Tagegeldversicherung stellt das Produkt OLGAflex dar, das eine Absicherung von bis zu 4.500 Euro im Monat ermöglicht und verschiedene attraktive Konditionen beinhaltet.

Der Tarif FÖRDERbar hingegen, der mit der staatlichen Bahr-Förderung von 60 Euro pro Jahr kalkuliert, sieht grundsätzlich nur eine monatliche Auszahlung von 600 Euro vor. Bei jüngerem Eintrittsalter ist aber eine höhere Zahlung möglich. Die Leistungen, die Versicherte in den einzelnen Pflegegraden beziehen, sind jedoch teils niedriger als die der Fördertarife anderer Versicherer. Der Kombinationstarif verbindet die staatliche Förderung mit den Möglichkeiten von OLGAflex. Näheres zu den privaten Pflegeversicherungen der Halleschen sowie Testergebnisse unabhängiger Tests erfahren Sie hier.

Private Pflegeversicherung der Halleschen: Der Tarif OLGAflex

Die ungeförderte Pflegezusatzversicherung OLGAflex ist eine Pflegetagegeldversicherung, die ein maximal versicherbares Tagegeld von 150 Euro bietet. Bei ambulanter Pflege werden in den Pflegegraden 1 bis 3 10 Prozent, 30 Prozent und 70 Prozent, in den Pflegegraden 4 und 5 jeweils 100 Prozent des vereinbarten Tagegeldes ausgeschüttet. Bei stationärer Pflege erhalten Versicherte in Pflegegrad 1 ebenfalls 10 Prozent, in allen anderen Pflegegraden jedoch bereits 100 Prozent der Leistung. Kunden, die vom Gesetzgeber nicht als pflegebedürftig eingestuft werden und somit keine Leistungen von der gesetzlichen Pflegekasse erhalten, können sich zusätzlich einer Begutachtung des Versicherers unterziehen und haben somit eine zweite Chance auf Einstufung in einen Pflegegrad.

Die alternative Begutachtung geschieht nach dem ADL-Prinzip, wobei der Hilfebedarf in sechs Bereichen des täglichen Lebens abgeklopft wird. Pro Bereich wird jeweils ein Punkt vergeben, sofern ein erheblicher Hilfebedarf besteht. Bei drei Punkten kann der Versicherte 30 Prozent der versicherten Geldleistung beziehen, wenn er sich ambulant pflegen lässt, bei 4 bis 5 Punkten bekommt er 70 Prozent der Leistung, bei sechs Punkten erhält er das volle vereinbarte Tagegeld. Bei stationärer Pflege wird ab drei Punkten das volle Tagegeld ausgezahlt. Versicherte, die bei einer alternativen Begutachtung eine mindestens mittelschwere demenzielle Erkrankung nach der Reisberg-Skala nachweisen, erhalten 30 Prozent der vereinbarten Leistung.

Pflegeversicherung OLGAflex: Vorteile

Abgesehen davon sind Versicherte im Tarif OLGAflex ab Pflegegrad 4 von weiteren Beitragszahlungen befreit. Im Falle der erstmaligen Einstufung in Pflegegrad 4 oder 5 (alternative Begutachtung: ab sechs Punkten) zahlt die Hallesche einmalig den dreifachen Pflegemonatssatz aus; ist diese Einstufung durch einen Unfall bedingt, schüttet der Versicherer 30 Tage lang den dreifachen Tagessatz und weitere 120 Tage lang den doppelten Tagessatz aus. Zusätzlich beinhaltet OLGAflex eine Leistungsdynamik, wobei die Leistung alle zwei Jahre um 5 Prozent erhöht wird, sofern der Versicherte der Erhöhung nicht widerspricht.

Dies gilt auch, wenn der Leistungsfall bereits eingetreten ist. Versicherungsnehmer können die Dynamik höchstens zweimal hintereinander ablehnen; widersprechen sie ein drittes Mal in Folge, erlischt der Anspruch auf Dynamik dauerhaft. Er kann allerdings bei Zustimmung zu einer erneuten Gesundheitsprüfung wiedererlangt werden. Durch das flexible Beitragssystem des Tarifs können Kunden den Vertrag bei vollem Versicherungsschutz auch mit anfänglich niedrigen Prämien finanzieren; diese werden später durch höhere Zahlungen ausgeglichen: Bei der Beitragszahlung werden zunächst nur für einen Teil des Tagegeldes Alterungsrückstellungen gebildet; der restliche Teil kann sehr günstig versichert werden. Schritt für Schritt wird der Vertrag dann angepasst, indem erstmals nach fünf, dann immer nach zwei Jahren je 10 Euro Tagegeld in einen Tarif mit Rückstellungen umgestellt werden.

Der Versicherte kann der Umstellung widersprechen; diese wird dann zwei Jahre später erneut angeboten. Spätestens ab dem Alter 60 wird das Tagegeld vollständig umgestellt. Interessenten sollten allerdings wissen, dass die umgestellten Anteile jeweils mit dem Alter des Versicherten zum Zeitpunkt der Umstellung kalkuliert werden und der Versicherungsschutz somit insgesamt teurer werden kann. Vor Vertragsabschluss sollte man sich daher genau ausrechnen lassen, wie hoch die Kosten mit und ohne flexible Beitragszahlung sind.

Neben dem Vertragsbeginn mit günstigen Startbeiträgen ist auch zwischendurch eine Umstellung auf niedrigere Beiträge möglich. Darüber hinaus haben Kunden, die sich für OLGAflex entscheiden, Anspruch auf Vermittlungsleistungen des Versicherers wie z.B. die Vermittlung eines ambulanten Pflegedienstes.

Pflegeversicherung Hallesche: Fördertarif und Kombinationsmöglichkeit

Der Fördertarif FÖRDERbar geht grundsätzlich von einer monatlichen Prämie in Höhe von 15 Euro aus. Darin sind 5 Euro an staatlicher Zulage enthalten, 10 Euro sind Eigenbeitrag. Prinzipiell sichert der Fördertarif der Halleschen ein monatliches Pflegetagegeld von 600 Euro in Pflegegrad 5 ab; da jüngere Versicherte aber weniger einzuzahlen bräuchten, um auf die Summe von 600 Euro zu kommen, können sie ein höheres Pflegetagegeld absichern.

Umgekehrt müssen Versicherte mit höherem Eintrittsalter etwas mehr als 10 Euro Eigenbeitrag aufwenden, um das Tagegeld von 600 Euro zu erreichen. In Pflegegrad 1 erhalten Kunden des Tarifs FÖRDERbar 10 Prozent der vereinbarten Maximalsumme, in Pflegegrad 2 sind es 20 Prozent, in Pflegegrad 3 30 Prozent und in Pflegegrad 4 50 Prozent. Damit bietet die Pflege-Bahr-Variante des Versicherers Hallesche teils weniger als die Fördertarife anderer Versicherer.

Da Bahr-Pflegeversicherungen meist nur einen Teil der Pflegekosten tilgen und auch unter Berücksichtigung der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung noch eine Finanzierungslücke verbleibt, offeriert die Hallesche eine Kombination des Fördertarifs mit dem Tarif OLGAflex: Hierbei bezieht der Kunde sowohl das frei vereinbarte Tagegeld von OLGAflex als auch das bei FÖRDERbar vereinbarte Tagegeld. Die staatliche Förderung bleibt dabei erhalten.

Hallesche Pflegeversicherungen im Test

In einem früheren Test des Verbrauchermagazins „Finanztest“ der Stiftung Warentest (Ausgabe 5/2015), der sowohl ungeförderte Pflegetagegeldtarife als auch Kombinationstarife untersuchte, hat der Versicherer Hallesche ein eher durchschnittliches Ergebnis erzielen können: Untersucht wurden die Tarife jeweils für einen 45-jährigen und einen 55-jährigen Modellkunden, wobei der ungeförderte Tarif in beiden Fällen mit der Note „befriedigend“ abschnitt. Der Kombitarif wurde im Fall des 55-Jährigen ebenfalls mit einem „befriedigend“ bewertet; im Falle des 45-Jährigen konnte er immerhin ein „gut“ erreichen. Maßgebend für die Note war insbesondere die geldliche Leistung der getesteten Tarife; daneben machten die Vertragsbedingungen einen kleineren Anteil an der Bewertung aus.

Ein Vergleich des Deutschen Institutes für Service-Qualität (DISQ) im November 2015, der sich u.a. mit privaten Pflegetagegeldversicherungen beschäftigte und Kosten und Versicherungsleistungen bewertete, erbrachte ein ähnliches Ergebnis: Im Bereich der ungeförderten Pflegetagegeldversicherung erwies sich die Hallesche als „gut“, bei der geförderten Versicherung als „befriedigend“.

Bei einem aktuellen Test des Wirtschaftsmagazins „Focus Money“ (Ausgabe 9/2017), der bereits die Umstellung auf Pflegegrade berücksichtigt, hat die private Pflegeversicherung OLGAflex der Halleschen dagegen mit dem Gesamturteil „sehr gut“ abgeschnitten. Der unabhängige Test beurteilte Preis-Leistungs-Verhältnis und Versicherungsbedingungen ungeförderter Pflegetagegeldversicherungen für die Eintrittsalter 25, 35, 45 und 55 Jahre.

Wer sich für eine private Pflegeversicherung interessiert, sollte die Angebote der Halleschen in jedem Fall in seine Überlegungen miteinbeziehen: Vor allem das Tagegeld OLGAflex sticht durch seine vielfältigen Möglichkeiten hervor. Um die individuelle beste Pflegevorsorge zu finden, empfiehlt sich jedoch zunächst ein Vergleich möglichst aller Pflegeprodukte am Markt.

Private Pflegeversicherungen im Vergleich

Um Ihnen einen guten Überblick über Kosten und Leistungen der privaten Pflegeversicherungen zu ermöglichen, bieten wir Ihnen einen Vergleich der Pflegeversicherungen an. Der Pflege-Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

Vergleich Pflegeversicherungen 09-2017 [kostenfrei]

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