Wie funktioniert die Rürup Rente?

Private Altersvorsorge: Wie funktioniert die Rürup Rente?

Die Rürup Rente hat sich als Form der privaten Altersvorsorge – vor allem für Selbständige und Freiberufler – etabliert. Wer noch keine hat, der fragt sich: Wie funktioniert die Rürup Rente eigentlich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Funktionsweise der Rürup Rente.


Infomation: Wie funktioniert die Rürup Rente?

Ohne eine private Altersvorsorge wird die Mehrzahl der zukünftigen Rentner nicht mehr über die Runden kommen und der nicht enden wollende Streit der Politik, um jedes Prozent, das den künftigen Rentnern mehr bleiben soll, zeigt, dass auch für die Zukunft keine wirkliche Besserung in Sicht ist.

Da hilft nur private Vorsorge, um nicht später finanziell ins Hintertreffen zu geraten. Als 2002 die Riester Rente eingeführt wurde, hatten besonders Selbständige und Freiberufler das Nachsehen, weil sie nicht zum geförderten Personenkreis gehören.

2005 wurde diese Ungerechtigkeit mit der Rürup Rente beendet und auch für diese Personen die Möglichkeit einer staatlich geförderten Altersvorsorge geschaffen. Diese lohnt sich aber nicht nur für Selbstständige, sondern auch für gutverdienende Angestellte, Angehörige verkammerter Berufe und manchmal auch für Angestellte kurz vor Renteneintritt. Die Rürup Rente funktioniert dabei ganz anders als die Riester Rente, weil hier der staatliche Zuschuss in Form von Steuererleichterungen gewährt wird. Wie die Rürup Rente genau funktioniert und welche Varianten es gibt, lesen Sie hier. 

Wie funktionieren die Rürup Varianten?

Die Rürup Rente wird in Form einer klassischen Rentenversicherung, als fondsgebundene Versicherung, als Rürup Indexpolice und in Form eines Fondssparplans angeboten. Fondssparpläne werden bisher allerdings nur wenig genutzt. Insgesamt bestanden im Jahr 2016 rund zwei Millionen Rürup-Renten-Verträge. Die klassischen Rürup Rentenversicherungen funktionieren wie andere Rentenversicherungen auch. Die gezahlten Beiträge werden vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Der Versicherer garantiert die Beiträge und einen Zins von derzeit 1,25 %, dazu kommen etwaige Überschüsse, die aber nicht garantiert werden können.

Bei der fondsgebundenen Versicherung sind die Renditechancen höher, allerdings besteht auch ein höheres Verlustrisiko. Bei sogenannten Hybridprodukten lässt sich zumindest eine Beitragsgarantie vereinbaren, sodass Sie auch im schlimmsten Fall nicht mit leeren Händen dastehen. Bei den Hybridprodukten wird ein Teil in Sicherungsvermögen und ein Teil in Renditefonds investiert, bei dynamischen Produkten wird umgeschichtet, sobald die Marktlage schlechter wird.

Bei der fondsgebunden Variante ohne Beitragsgarantie wird vorwiegend in Aktien- und Rentenfonds investiert. Hier lassen sich oft bessere Renditen als mit den Hybridprodukten erwirtschaften, allerdings sind die Ausgestaltung und ihr Mitspracherecht bei der Fondsauswahl von Versicherer zu Versicherer verschieden.

Die Rürup Indexpolicen stellen klassische Rürup Renten mit einem jährlichen Wahlrecht die Überschüsse statt festverzinslich anzulegen in eine Indexpartizipation zu investieren. Hierdurch soll die Rendite nochmal erhöht werden und gleichzeitig größtmögliche Sicherheit gewährt werden. Für welches Produkt Sie sich letztlich entscheiden, hängt vor allem von Ihrem Sicherheitsbedürfnis ab.

Wie funktioniert die Rürup Renten Auszahlung?

Egal, welche der vorgestellten Varianten Sie letztlich wählen, eins ist bei ihnen allen gleich: Eine Rürup Rentenversicherung bietet kein Kapitalwahlrecht. Das heißt es wird immer eine monatliche Rente ab einem zuvor vereinbarten Zeitpunkt gezahlt, die angesparten Beiträge und Überschüsse können also nicht als Einmalbetrag ausgezahlt werden. Damit wird sichergestellt, dass die Rürup Rente tatsächlich der Altersvorsorge dient.

Nach 2012 abgeschlossene Verträge sehen das 62. Lebensjahr als frühest möglichen Rentenbeginn vor, zuvor lag das frühest mögliche Auszahlungsalter bei 60 Jahren. Der späteste Auszahlungsbeginn liegt beim 85. Lebensjahr. Da die Rürup Rente keine Mindestlaufzeit hat, können auch ältere Sparer noch in kürzester Zeit eine Rente aufbauen. Allerdings lohnt sich das nur bei gewissen Einkommensverhältnissen. 

Wie funktioniert die Rürup Förderung durch den Staat?

Anders als bei der Riester Rente, bei der der Staat direkt in die Rentenversicherung einzahlt, wird die Rürup Förderung über Steuervergünstigungen realisiert. Ob die dadurch entstehenden  Ersparnisse der Altersvorsorge zusätzlich zugute kommen, oder nicht, entscheiden Sie selbst. Der Höchstbetrag, der bei der Berechnung der steuerlich berücksichtigungsfähigen Rürup Rente Anwendung findet, lag im Jahr 2016 bei 22.766 Euro. Davon sind die Arbeitgeber und Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abzuziehen, sofern diese gezahlt wurden. Von den gezahlten Beiträgen sind 82 % bis zum verbleibenden Höchstbetrag abzugsfähig. Wer 4.000 Euro Beiträge im Jahr zahlt, kann 3.280 Euro steuerlich geltend machen. Jährlich steigt der absetzbare Prozentsatz der Rürup Rente um 2 Prozentpunkte an.

Das heißt 2017 sind bereits 84 % der gezahlten Beiträge absetzbar, sodass im Jahr 2025 alle gezahlten Beträge bis zur Höchstgrenze steuerlich berücksichtigungsfähig sind. Im Gegenzug dazu steigt allerdings auch der steuerpflichtige Anteil bei Auszahlung der Rente. Diese soll ab dem Jahr 2040 zu 100 % besteuert werden. Auch hier steigt der prozentuale Besteuerungsanteil sukzessive an, allerdings langsamer als bei der Beitragsberücksichtigung, wodurch sich für den Sparer ein zusätzlicher Vorteil ergibt. Wie viel Ihrer Beiträge Sie in Form von Steuererleichterungen zurück bekommen, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab. Dieser wiederum wird von Ihrem Einkommen bestimmt. Je höher das ist, desto höher ist der Steuersatz und umso höher ist die steuerliche Auswirkung der Rürup Beiträge zu Ihren Gunsten. Als Beispiel: Bei einem zu versteuernden Einkommen von zuvor 60.733 Euro führen Beiträge in Höhe von 4000 Euro jährlich zu einer Gesamtsteuerersparnis (Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) von 1577 Euro. 

Kann man die Rürup Rente vererben?

Ja das kann man. Hier gibt es unterschiedliche Vertragsgestaltungen, die garantieren, dass Ihre Hinterbliebenen versorgt sind. Das ist sowohl in der Ansparphase der Rürup Rente, als auch in der Auszahlungsphase möglich. Mann kann eine Hinterbliebenenrente, mit der ein Teilbetrag der vereinbarten Rente an Ehepartner und Kinder ausgezahlt wird, oder eine Beitragsrückgewähr vereinbaren.

Dann werden die gezahlten Beiträge und erwirtschaften Überschüsse meist in einem Betrag an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Verstirbt die versicherte Person in der Rentenphase, ist eine Verrentung des Restkapitals oder eine Einmalzahlung möglich. Allerdings lassen sich die Versicherer diese Extras bezahlen. Wenn Sie mehr zum Thema Vererbbarkeit der Rürup Rente wissen wollen, finden Sie hier  unter dem Link Rürup Rente vererben weitere Informationen.

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