Rürup Indexpolice

Varianten der Rürup Rente: Die Rürup Indexpolice

Indexpolicen sind zwar schon viele Jahre auf dem Markt, aber erst seit 2014 können sie sich richtig etablieren. Wir haben für Sie Rürup Renten mit Indexpartizipation, also sogenannte Indexpolicen, genauer betrachtet und erklären Ihnen was sie bieten und wie diese Variante der Rürup Rente funktioniert.

Die Allianz hat 2007 als erste Versicherung das Potenzial von Rentenversicherungen mit Indexpartizipation erkannt und eine Indexpolice auf den Markt gebracht. Zunächst gab es nur wenige Versicherer, die dem Beispiel der Allianz folgten und solche Produkte ins Angebot aufnahmen. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Anbieter allerdings stetig vergrößert. Grund hierfür ist die anhaltende Niedrigzinsphase, die ausgehend von den niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank Sparer in ganz Europa vor Probleme stellt.

Klassische Anlagen und sichere Verzinsung reichen nicht mehr aus, um den Werterhalt der Geldanlagen zu sichern. Indexpolicen sollen dabei für Kunden das Optimum rausholen und die Sicherheit einer klassischen Rentenversicherung mit der Chance auf höhere Renditen verknüpfen. Ob sich diese Anlagen lohnen, kann nur auf die lange Dauer eingeschätzt werden.

Hier besteht bei Verbraucherschützern und Experten derzeit noch keine Einigkeit. Im Folgenden wollen wir Ihnen die Funktionsweise von Rürup Indexpolicen näher erläutern und sagen Ihnen, wie Sie für sich die richtige Variante der Rürup Rente wählen können. Zudem sagen wir Ihnen, wie Sie den Anbieter finden, der Ihren Bedürfnissen am ehesten gerecht werden kann.

Wie funktioniert eine Rürup Indexpolice?

Bei einer Rürup Indexpolice handelt es sich um eine klassische Rentenversicherung mit Indexpartizipation. Bei den Indexpolicen wird in der Regel eine Garantie ausgesprochen, dass zu Rentenbeginn die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Zudem kann bei einer Rürup Indexpolice jedes Jahr gewählt werden, ob man an der Entwicklung des Index teilnehmen, oder lieber die sichere Verzinsung wählen möchte. Damit kann eine Indexpolice letztlich wie eine klassische Rürup Rente bespart werden.

Wählt man die Indexpartizipation werden die Überschüsse, statt sie dem Vertrag gutzuschreiben, in Indexoptionen investiert, nicht für den Bezug von Indexanteilen ausgegeben wie man denken könnte. Die Wertentwicklung wirkt sich dabei auf die Höhe des gesamten Vertragsguthabens aus, allerdings ist bei negativer Entwicklung nur die Überschussbeteiligung weg. Die Index-Ergebnisse der einzelnen Monate werden jährlich addiert und positive Ergebnisse werden dem Kunden gutgeschrieben und gesichert. Ein negativer Gesamtsaldo führt dagegen zu einem Überschuss von 0 Euro. Um den Beitragserhalt garantieren zu können, ohne den Kunden an negativen Wertentwicklungen zu beteiligen, werden die positiven Gewinne begrenzt. Hierzu wird entweder jährlich ein sogenannter Cap (Kappungsgrenze) neu festgelegt, der dann Monat für Monat greift, oder aber es wird eine Partizipationsquote (Beteiligungsquote) festgeschrieben.

Es gibt auch Anbieter, die eine Mischform anbieten, bei der ein Teil der Beiträge in die Indexpartizipation fließt und ein Teil sicher verzinst wird. Die meisten Versicherer bieten den Euro Stoxx 50 als Index an, andere setzen auf den Dax und wieder andere auf weniger bekannte Indizes und Mischformen. Entscheidend für die Rendite ist vor allem die Höhe des Caps.

Welche Rürup Variante ist die Richtige?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort, denn das hängt von den Bedürfnissen des Einzelnen ab. Indexpolicen versuchen den Spagat zwischen Sicherheitsbedürfnis und Renditeerwartung zu schaffen, aber natürlich hat Sicherheit immer einen Preis. Der Vorteil einer Investition in Indexoptionen ist, dass umfangreiche Kenntnisse der Märkte hier nicht erforderlich sind. Auch wenn Indexpolicen durch die jährliche Wahlmöglichkeit einer sicheren Verzinsung sehr flexibel sind, ist bei durchgehender Wahl der Indexpartizipation nur bei einer guten Kapitalmarktlage davon auszugehen, dass Indexpolicen bessere Erträge versprechen als klassische Rürup Renten.

Allerdings sind sie nicht so risikoreich wie fondsgebundene Rürup Renten, bei denen ein hohes Verlustrisiko besteht. Wer sich Verluste leisten kann und auf hohe Renditen hofft, ist mit der fondsgebundenen Variante häufig gut bedient. Hybridprodukte, die zumindest einen teilweisen Beitragserhalt versprechen, können zudem eine Alternative für weniger risikobereite Anleger mit höherer Renditeerwartung sein.

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