Rürup Rente Steuern

Steuern sparen mit der Rürup Rente

Steuern sparen und gleichzeitig eine private Altersvorsorge aufbauen – die Rürup Rente macht es möglich. Lesen Sie hier, wie hoch der steuerliche Vorteil der Rürup Rente ist und wie die Rürup Rente den Weg in die Steuererklärung findet.

Mit der Rürup Rente lassen sich jede Menge Steuern sparen – das hört man immer wieder. Aber was bedeutet das eigentlich? Ganz einfach: Die Rürup Rente ist eine staatlich geförderte, private Altersvorsorge, deren Vorteile in der steuerlichen Absetzbarkeit liegen.

Vor allem den frei versicherten Selbständigen sowie Freiberuflern, die sich nicht anderweitig für ihr Alter absichern können, bietet sich mit der Rürup Rente eine gute Möglichkeit, die Vorsorge für das Rentenalter aufzubauen. Sie sparen mit der Rürup Rente am meisten Steuern – vor allem, seit 2007 der steuerliche Verpuffungseffekt abgeschafft wurde.

Die Rürup Rente ist jedoch nicht allein den Selbständigen und freiberuflich Tätigen vorbehalten: Auch Angestellte, Beamte und Freiberufler, die bereits in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlen, können das Angebot der Rürup Rente nutzen, um Steuern zu sparen. Sie müssen allerdings mit weniger Ersparnis rechnen, da sie bereits anderweitig abgesichert sind.

Mit den Rürup Verträgen sollten bisher bis zum Jahr 2025 Beträge bis zu 20.000 Euro als Sonderausgaben absetzbar werden. Seit 2015 wurde dieser Betrag noch erhöht und zudem dynamisiert. Er ist jetzt gekoppelt an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung (West). Im Jahr 2019 beträgt dieser 24.304 Euro.

Bis zum Jahr 2025 ist nur der Abzug von Prozentualbeträgen vorgesehen, die 2005 60 Prozent betrugen und seitdem jährlich um zwei Prozentpunkte steigen. Für das Jahr 2013 konnten noch maximal 76 Prozent von 20.000 Euro, also höchstens 15.200 Euro, von der Steuer abgesetzt werden, für 2019 sind es 88% von 24.304 Euro, also rund 21388 Euro. Weitere Informationen zu den Steuervorteilen der Rürup Rente.

Rürup Rente Steuererklärung

Selbständige können den steuerlichen Vorteil in der Ansparphase voll ausschöpfen, seitdem die Rürup Rentenbeiträge gänzlich berücksichtigt werden. Um mit der Rürup Rente Steuern zu sparen, müssen die eingezahlten Beiträge, die der Rentenversicherer jährlich auf einem Datenblatt übermittelt, in der Steuererklärung (dort: Anlage Vorsorgeaufwand) angegeben werden.

Tipp

Das Datenblatt wird zusammen mit der Steuererklärung in Kopie beim zuständigen Finanzamt eingereicht. Wird die Steuererklärung von einem Steuerberater erledigt, geben Sie ihm das Blatt mit den notwendigen Angaben.

In der Rentenphase besteuert der Staat die Rürup Rente ebenso wie eine gesetzliche Rente – und auch die Bestimmung des Besteuerungsanteils verläuft analog: Im Jahr 2005 wurden gesetzliche und Rürup Rente zu 50 Prozent besteuert; seitdem steigt der Besteuerungssatz bis 2020 jährlich um zwei Prozentpunkte, danach bis 2040 um jeweils einen Prozentpunkt. Somit wird die Besteuerung von Personen, die ab 2040 in Rente gehen, bei 100 Prozent liegen.

Der Vorteil, der sich durch die Absetzbarkeit der Rürup Rentenbeiträge bietet, wird also in der Auszahlungsphase zum Teil wieder aufgewogen – je nachdem, wann Ein- und Auszahlungsphase begonnen werden. Anders stellt sich die Situation für Personen dar, die auf eine Sofortrente setzen: Ihre Einzahlung wird 2019 mit 88 Prozent Steuerersparnis gefördert; wenn sie die Rente noch im selben Jahr in Anspruch nehmen, wird diese jedoch nur zu 78 Prozent versteuert.

Fazit

Anders als in der Riester Rente, zu der der Staat die Altersvorsorgezulage zahlt, realisiert sich die staatliche Förderung bei der Rürup Rente dadurch, dass Sie durch das Absetzen der Beiträge steuern zahlen. Um diesen Steuervorteil verwirklichen zu können, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben und die Beiträge zur Rürup Rente darin im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen angeben.