Unfallversicherung Check

Die Checkliste zur perfekten Unfallversicherung

Auf welche Bedingungen und Leistungen müssen Sie bei einer Unfallversicherung achten? Die private Unfallversicherung ist zwar eine relativ unkomplizierte Risikoversicherung, es gibt allerdings ein paar Dinge, die man vor dem Abschluss des Vertrages wissen sollte. Mehr dazu in unserer Checkliste zur Unfallversicherung.

Private Unfallversicherungen gehören nicht zu denjenigen Policen, die unbedingt notwendig sind – an erster Stelle steht für den Verbraucher die Absicherung existenziellerer Risiken wie der privaten Haftpflicht oder einer Berufsunfähigkeit.

Grundsätzlich ist aber auch die Absicherung des privaten Unfallrisikos eine gute Sache und für manche Personengruppen sogar besonders wichtig.

Selbständige etwa sollten sich mit einer privaten Unfallversicherung wappnen, wenn sie nicht in die gesetzliche Unfallversicherung einzahlen.

Auch für Senioren, die oftmals stärker unfallgefährdet sind, kann sich der Abschluss einer privaten Unfallversicherung lohnen.

Wer eine Unfallversicherung abschließen möchte, sollte allerdings darauf achten, dass der Vertrag bestimmte Mindestanforderungen erfüllt.

Diese haben wir Ihnen in unserer Checkliste zur Unfallversicherung zusammengestellt.

Unfallversicherung Check 1: Gültigkeit der Unfallversicherung

Zunächst sollte der Vertrag weltweite Gültigkeit besitzen und zugleich rund um die Uhr Schutz bieten: Denn was nützt eine Unfallversicherung, die nicht zahlt, wenn sich der Unfall im Ausland ereignet hat?

Versicherungen, die nur den Freizeitbereich abdecken, sind gerade für Selbständige, die mit der privaten Unfallversicherung fehlenden gesetzlichen Schutz ersetzen möchten, unsinnig, aber auch Angestellte, die bei einem Arbeitsunfall bereits Geld erhalten, profitieren von einer zusätzlichen finanziellen Absicherung. Versicherungen, die lediglich in bestimmten Situationen wie z.B. beim Autofahren schützen, sollte man meiden.

Unfallversicherung Check 2: Bedingungen sollten wenigstens musterhaft sein

Ein weiterer Punkt der Checkliste zur Unfallversicherung: Das Bedingungswerk des Versicherers, das wenigstens den Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) genügen sollte. Hierin ist z.B. neben dem Unfallbegriff noch ein erweiterter Unfallbegriff definiert, wonach auch gewisse körperliche Schäden nach erhöhter Kraftanstrengung als Unfall definiert werden.

In den Musterbedingungen des GDV zur Unfallversicherung ist auch die sogenannte „Gliedertaxe“ festgelegt, die vorgibt, welche körperlichen Schäden welchen Invaliditätsgrad bedingen. Besonders gut sind Unfallverträge, die bessere Leistungen als die dort vorgegebenen bieten. Zudem sollten Vorerkrankungen erst ab einem höheren Prozentsatz angerechnet werden.

Der Versicherer sollte auch bei später auftretenden Folgen des Unfalls leisten; daher muss zugleich ein längerer Meldezeitraum vorgesehen sein. Manche Versicherer sehen hier Zeiträume von zwei bzw. drei Jahren statt der in den Musterbedingungen angegebenen fünfzehn Monate vor. Unfallversicherungen beinhalten meist gleichzeitig eine Todesfallleistung, die ausgelöst wird, wenn die versicherte Person durch einen nach Vertragswerk definierten Unfall stirbt. Diese Leistung sollte nach Expertenmeinung mindestens 10.000 Euro betragen.

Unfallversicherung Check 3: Leistung schon ab 1 Prozent Invalidität

Vorsicht: Die Leistung des Versicherers kann durch bestimmte Passagen im Vertragswerk eingeschränkt werden: So ist es etwa möglich, dass eine Versicherung sich in der Police darauf beruft, erst ab einem Invaliditätsgrad von z.B. 20 Prozent überhaupt zahlen zu müssen oder gewisse Leistungen wie Unfallrente erst ab diesem Invaliditätsgrad auszuschütten.

Dies kann gerade bei Unfallversicherungen für Senioren der Fall sein, deren Unfallrisiko von der Assekuranz meist als tendenziell höher eingeschätzt wird. Auch Verträge für jüngere Menschen sind aber mitunter in dieser Weise beschränkt. Eine gute Unfallversicherung verzichtet auf solche Einschränkungen und leistet bereits ab einem Invaliditätsgrad von 1 Prozent.

Unfallversicherung Check 4: Progression zur Absicherung höherer Invaliditätsgrade

Auch der Punkt Progression steht auf der Checkliste zur Unfallversicherung: Wenn Progression vereinbart wird, erhält der Versicherte bei Invalidität nämlich nicht nur die einfache Versicherungssumme, sondern ein Mehrfaches der Summe. Davon ausgenommen sind in der Regel geringere Invaliditätsgrade von bis zu 26 Prozent. Der Versicherer trägt damit der Tatsache Rechnung, dass bei höheren Invaliditätsgraden häufig mehr Geld benötigt wird, um das tägliche Leben an die veränderten Umstände anzupassen.

Bei einer Progression von 350 gilt bei einer Invalidität von bis zu 25 Prozent eine Leistung von 25 Prozent der Versicherungssumme. Bei darüberliegenden Invaliditätsgraden steigt die Leistung jedoch überproportional an, so dass sie bei 50-prozentiger Invalidität schon 100 Prozent der Versicherungssumme beträgt.Bei einer hundertprozentigen Invalidität erhält der Versicherte schließlich 350 Prozent der verabredeten Versicherungssumme. Es gibt auch weitere Progressionsstaffeln. Die Vereinbarung einer Progression wird von Versicherungsexperten empfohlen.

Unfallversicherung Check 5: Unfallversicherungen der Anbieter vergleichen

Neben den bereits genannten Kriterien enthält die Checkliste zur Unfallversicherung auch das Preiskriterium. Gerade beim Preis lohnt sich das Hinsehen genau, wie ein Test zur Unfallversicherung der Zeitschrift „Finanztest“ von Oktober 2015 deutlich macht: Das beste der ermittelten Angebote kostet Erwachsene in der niedrigen Gefahrengruppe demnach knapp 270 Euro pro Jahr, ähnliche gute Offerten gibt es jedoch schon für weniger Geld.

Umgekehrt fanden die Tester auch Angebote, die insgesamt für weniger gut befunden wurden, aber deutlich teurer sind. Vor dem Abschluss einer privaten Unfallversicherung empfiehlt sich ein Preisvergleich.

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Unfallversicherung zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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