Unfallversicherung Beitrag

Unfallversicherung Beitrag: Was kostet eine Unfall-Police?

Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist für bestimmte Personengruppen wichtig. Doch was kostet sie eigentlich? Wie viel Sie für ein gute Unfallversicherung ausgeben müssen, sagen wir Ihnen hier.

Gerade für bestimmte Personengruppen ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung sinnvoll: Dazu gehören beispielsweise Selbständige, die nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind, Kinder, Studenten, Senioren oder auch Sportler.

Das wissen die Deutschen: In Deutschland gibt es insgesamt mehr als 26 Millionen Versicherungsverträge, die Unfälle absichern.

Viele sind allerdings dennoch unzureichend versichert, da die vereinbarten Versicherungssummen im Ernstfall nicht ausreichen würden, um eine schwere Behinderung finanziell zu stützen.

Außerdem sind etliche Policen schlichtweg überteuert. Doch welche Beiträge muss man eigentlich bezahlen, um an eine gute Unfallpolice zu kommen?

Damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, welche Leistungen Sie zu welchem Preis erwarten können, geben wir Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Beitragsberechnung von Unfallversicherungen und haben für Sie die Unfalltarife verschiedener Anbieter verglichen.

Wie berechnen sich die Beiträge der Unfallversicherung?

Wer täglich auf der Baustelle arbeitet, hat ein höheres Unfallrisiko als jemand, der seine Zeit vorwiegend am Schreibtisch verbringt. Da die Unfallversicherung auch im Falle eines Arbeitsunfalls zahlt, sind die Beiträge je nach Gefahrengeneigtheit des Berufes gestaffelt.

Zudem spielen

  • das Alter bei Abschluss
  • mögliche Vorerkrankungen
  • die gewünschte Versicherungssumme
  • der gewünschte Progressionswert

eine Rolle. Die Höhe der Progression sagt aus, wie hoch der Auszahlungsbetrag im Schadenfall tatsächlich ist. Ein Progressionswert von 500 % bedeutet, dass bei Vollinvalidität bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro das Fünffache, also 500.000 Euro, ausgezahlt werden.

Die Progression greift aber nicht erst, wenn man zu 100 % invalide ist, sondern bereits ab einem Invaliditätsgrad von 25%. Allerdings steigt die Auszahlungssumme progressiv an, das heißt es wird nicht sofort das Fünffache des Betrags fällig, sondern ein anteiliger Prozentsatz kommt zu den 25% der Versicherungssumme noch hinzu.

Was das im Detail bedeutet, kann man in der Regel einer Invaliditätsstaffel entnehmen, die der Versicherer ausgibt und jeweils für sich festlegt.

„Finanztest“ testet Unfalltarife: Guter Schutz auch für niedrige Beiträge!

Die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest hat im Oktober 2015 einen Test von privaten Unfallversicherungen veröffentlicht, der zeigt, dass guter Unfallschutz nicht teuer sein muss. Maßgabe der Tester war eine Deckungssumme von mindestens 100.000 Euro bei einer 50-prozentigen Invalidität, d.h., einer 50-prozentigen dauerhaften Schädigung nach einem Unfall.

Im Falle einer 100-prozentigen Invalidität sollte es mindestens 500.000 Euro von der Versicherung geben, als Todesfallleistung waren mindestens 10.000 Euro vorgegeben. Insgesamt 124 Tarife wurden so herausgefiltert, die von „Finanztest“ mit den Noten „sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“ beurteilt wurden. Tarife mit schlechteren Noten waren aufgrund der Vorauswahl ausgeschlossen.

Hinsichtlich der Beiträge unterscheiden die privaten Unfallversicherungen grundsätzlich in Beiträge für Kinder sowie für eine niedrige und eine hohe Gefahrenklasse bei Erwachsenen. Die beiden Gefahrenklassen ergeben sich anhand des ausgeübten Berufes. Im Tariftest ermittelte „Finanztest“ vier sehr gute Tarife, weiterhin 80 gute und 40 befriedigende Tarife.

Dabei fanden sich unter den guten Tarifen teils besonders günstige Angebote: In der niedrigen Gefahrenklasse können Versicherte schon gegen Jahresbeiträge in Höhe von 117 Euro bis 137 Euro einen leistungsstarken Vertrag erhalten, in der höheren Gefahrenklasse gibt es immerhin vier gute Angebote unter 200 Euro. Kinder können bereits für Jahresbeiträge zwischen 57 Euro und 81 Euro zu einem guten Tarif versichert werden. Als Kinder gelten in der Regel unter 18-Jährige.

Unfallversicherung Leistungen: Nach individuellem Bedarf entscheiden

Der Beitrag zur privaten Unfallversicherung ist allerdings nicht alles, denn selbst die guten und günstigen Tarife unterscheiden sich qualitativ voneinander: So sind Kapitalleistungen und Versicherungsbedingungen nicht bei allen Anbietern gleich gut, auch die Anträge der Tarife sind nicht immer ohne weiteres verständlich.

Gerade im Vergleich zu den etwas teureren guten oder zu den sehr guten Tarifen zeigt sich, dass diese noch etwas mehr leisten. Wer sich für eine private Unfallversicherung interessiert, sollte deshalb nicht nur den Beitrag, sondern immer auch die Leistung der Unfallversicherungen miteinander vergleichen und sich dann für ein Angebot entscheiden, das dem individuellen Absicherungsbedarf angepasst ist.

Beitragsvergleich der Unfallversicherungen

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Unfallversicherung zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen Vergleich der Versicherungsgesellschaften an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

Unfallversicherungen im Vergleich [kostenfrei]

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Unfallversicherungen im Vergleich 2018 – die Ergebnisse

Um Ihnen einen ersten Überblick über die Preise einer Unfallversicherung zu verschaffen, zeigen wir Ihnen einen Vergleich der Tarife für das Jahr 2018.

Dazu werden die günstigsten Tarife verschiedener Anbieter für Berufstätige mit niedriger Gefahrengruppe (GG), also beispielsweise für Bürokaufleute, verglichen. 100.000 Euro Grundversicherungssumme, mindestens 500% Progression und eine Todesfallleistung von 10.000 Euro wurden als Standard definiert.

Der Vergleich soll Ihnen als Orientierung dienen und ersetzt keinen Vergleich bzw. ein konkretes Angebot mit Ihre individuellen Gegebenheiten (Gesundheit oder Alter) und Wünschen.

Anbieter Tarif Progression Jahresbeitrag
Ammerländer Optimal 500 % 105 €
Arag Basis 500 % 188 €
Axa Komfort 500 % 184 €
Basler Silber 500 % 69 €
Cosmos Direkt Comfort-Plus-Schutz 500 % 187 €
Ergo Unfallschutz 500 % 239 €
Europa Basis 500 % 104 €
Gothaer Unfall-Basis 500 % 143 €
GVO Top-Vit 500 % 133 €
Haftpflichtkasse Vario Basisschutz 500 % 124 €
HanseMerkur Grundschutz 500 % 124 €
Helvetia Basis 500 % 159 €
Huk Classic 500 % 135 €
Interrisk Balance 500 % 121 €
Janitos Basic Trend 500 % 105 €
LBN Besser 500 % 120 €
Ostangler Compact 500 % 135 €
Stuttgarter Unfallvorsorge Aktiv-Basis 500 % 123 €
VHV Klassik 500 % 152 €
Volkswohl Bund Basis-L Gliedertaxe 500 % 125 €

Die Auflistung erfolgt alphabetisch und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wurde grundsätzlich die Basisvariante gewählt. Wenn diese ohne entsprechende Progression oder Todesfallleistung angeboten wird, wurde der nächst bessere Tarif mit Progression von 500 und Todesfallleistung dargestellt. Bei Tarifen, die diese Progressionsstufe nicht anbieten, wurde der nächst höhere Wert gewählt.

Fazit

Wie Sie in unserem Vergleich der Unfallversicherungen 2018 sehen, gehen die Beiträge bei den verschiedenen Versicherern stark auseinander. Dies liegt vor allem an den Leistungen im Detail. Die Tarife enthalten zum Beispiel unterschiedliche Leistungen für Bergungs- und Transportkosten, kosmetische Behandlungen nach einem Unfall und Kosten für Zahnersatz.