Auszahlplan

Für wen eignet sich ein Auszahlplan?

Der Auszahlplan, der lange als spießige Anlageform betrachtet wurde, rückt mit zunehmender Eigenverantwortung für die Altersvorsorge mehr in den Fokus der Anleger. Was ein Auszahlplan ist und für wen er sich eignet, lesen Sie hier.

Das Thema Altersvorsorge lässt niemanden mehr kalt, zu düster sind die finanziellen Aussichten fürs Alter, wenn man nicht privat vorsorgt. Ein Auszahlplan, häufig auch Bankauszahlplan genannt, kann aber auch in jungen Jahren eine lohnende Geldanlage sein – je nachdem was man sich wünscht.

Auch Studenten können ein monatliches Zubrot gebrauchen und sich angespartes Kapital in Form eines Auszahlplans einteilen. Auszahlpläne werden von Banken und Sparkassen, sowie von Bausparkassen und einzelnen Versicherern, die auch Finanzdienstleistungen offerieren können, angeboten.

Häufig werden Auszahlpläne wenig bis gar nicht beworben, weil sie für die Anbieter wenig lukrativ  sind – es fallen in der Regel keine Verwaltungsgebühren an. Deshalb ist vielen Menschen die Möglichkeit in einen Auszahlplan zu investieren gar nicht bewusst.

Damit Sie sich überlegen können, ob ein Auszahlplan für Sie interessant sein könnte, haben wie Ihnen im Folgenden die wichtigsten Informationen zu den Auszahlplänen zusammengestellt.

So funktioniert ein Auszahlplan

Wenn Sie in einen Auszahlplan investieren wollen, dann muss Ihnen ein größerer Geldbetrag zur Verfügung stehen. Sie leisten dann eine Einmalzahlung an einen Anbieter Ihrer Wahl, der für die gesamte vereinbarte Laufzeit einen Zinssatz festschreibt. Egal wie sich die Märkte entwickeln, der Zinssatz ist Ihnen sicher. Allerdings wird er auch dann nicht erhöht, wenn das Zinsniveau steigt.

Ihnen werden nach Ihren eigenen Wünschen monatlich, vierteljährlich oder jährlich Beträge aus Ihrem Vermögen ausgezahlt. Es gibt zwei Varianten des Auszahlplans: Wenn Sie vereinbaren, dass Ihnen nur der Zinsanteil ausgezahlt wird und das Kapital unangetastet bleiben soll, spricht man von einem Auszahlungsplan mit Kapitalerhalt. Wird bei der Auszahlung auch der angelegte Betrag ausgezahlt, so nennt man dies Auszahlplan mit Kapitalverzehr.

Nach Vertragsende wird ein etwaig verbleibendes Kapital wieder frei, ohne Ihr weiteres Zutun. Im Falle Ihres Todes wird das Geld direkt an Ihre Erben ausgezahlt. Darin besteht der große Vorteil des Auszahlplanes: Ihr Kapital bleibt in jedem Fall erhalten. Es kann von Vorteil sein verschiedenen Anlageformen zu mischen. Sie können auch einen Teil Ihres Geldes in einen Auszahlplan mit kurzer Laufzeit investieren und einen anderen Teil zusätzlich in Wertpapiere oder Fonds investieren.

Für wen eignet sich ein Auszahlungsplan?

Ein Auszahlplan ist für all diejenigen geeignet, die eine größere Geldsumme zur Verfügung haben (mindestens 10.000 Euro, bei einigen Anbietern auch 30.000 Euro) und diese für eine längere Zeit fest anlegen wollen. Die Mindestlaufzeit von Auszahlplänen liegt zwischen vier und fünf Jahren, eine Kündigung vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit ist in der Regel nicht möglich.

Im Falle einer schwerwiegenden Erkrankung machen einige Anbieter eine Ausnahme und haben ein Sonderkündigungsrecht eingeführt. Die Laufzeit ist auf maximal dreißig Jahre, bei einigen Anbietern auf 10 Jahre beschränkt. Es gilt: Je länger die vereinbarte Laufzeit, desto höher ist der garantierte Zinssatz. Interessant ist ein Auszahlungsplan dann, wenn man sich eine möglichst hohe Planungssicherheit wünscht und die mangelnde Flexibilität dafür in Kauf nehmen kann.

Auszahlplan oder Entnahmeplan?

Die Begriffe Auszahlplan und Entnahmeplan werden manchmal synonym verwendet, en gros ist es jedoch üblich den Begriff Auszahlplan für die oben beschriebene Sparvariante zu gebrauchen und mit Entnahmeplan die Investition in einen Fondssparplan zu bezeichnen. Diese Variante ist sehr viel flexibler als die Investition in einen Auszahlplan, birgt jedoch auch Verlustrisiken.

Anders als beim Auszahlplan ist es hier möglich den gesamten Anlagebetrag auf einmal zu entnehmen und den Entnahmeplan damit vor vereinbartem Laufzeitende außer Kraft zu setzen. Auch eine Umschichtung in andere Fonds ist möglich. Diese Variante eignet sich allerdings nur für interessierte Anleger, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen und auf Planungssicherheit verzichten können.

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