Private Haftpflichtversicherung Kosten

Kosten einer privaten Haftpflichtversicherung

Die Kosten einer privaten Haftpflichtversicherung gehen von Anbieter zu Anbieter weit auseinander. Wir geben Ihnen einen Überblick, was die Kosten beeinflusst und wie Sie die Beiträge der Privathaftpflichtversicherung aktiv senken können.

Wie hoch sind die Kosten einer privaten Haftpflichtversicherung
Im Blick: Kosten der Privathaftpflichtversicherung

Eine gute Absicherung ist das A und O. Sei es im Bereich Altersvorsorge, Krankenversicherung oder bei der Schadenabsicherung. Hohe Versicherungsbeiträge machen es vielen Menschen unmöglich sich in all diesen Bereichen einen optimalen Versicherungsschutz leisten zu können.

Allerdings kann man häufig kräftig sparen, wenn man die richtigen Tricks kennt und genau weiß, worauf man beim Abschluss einer Versicherung achten muss. Die Angebote der Anbieter im Bereich Privathaftpflichtversicherungen liegen teilweise enorm auseinander.

So gibt es für einen 36 Jahre alten Single ohne Kinder einen Einjahresvertrag mit 150 Euro Selbstbeteiligung bei einem Anbieter schon ab 25,78 Euro und bei einem anderen Anbieter für 65,09 Euro. Natürlich darf bei der Wahl des Anbieters nicht nur der Preis eine Rolle spielen. Wichtig ist auch, dass die dafür gebotenen Leistungen stimmen.

Wir sagen Ihnen im Folgenden was die Kosten einer privaten Haftpflichtversicherung beeinflusst und wie Sie dieses Wissen nutzen können, um das bestmögliche Preis-Leistungsverhältnis in der Privathaftpflichtver-sicherung zu erhalten. 

Kosten der Privathaftpflichtversicherung: Single-, Paar und Familientarife 

Je mehr Personen versichert sind, umso höher ist natürlich auch das Risiko der Versicherer in Haftung genommen zu werden. Daher sind Single-Tarife natürlich günstiger als Familien- oder Partnertarife. Allerdings gilt das nur im Direktvergleich. Würde sich jeder Ehepartner selbst versichern, dann wären einzelne Policen teurer als der Familientarif. Als Familie profitiert man also von der Bündelung.

Für Familien ist es auch wichtig, wie lange der Versicherungsschutz für Kinder gilt, denn während manche Versicherer den Schutz schon mit der Volljährigkeit im Haushalt lebender Kinder kappen, stellen andere auf den Abschluss der Erstausbildung oder sogar ein Jahr darüber hinaus ab.

Als Single sollte man darauf achten, einen Versicherer zu wählen, der zwischen Familien- und Alleinstehenden-Tarif unterschiedet, sonst zahlt man als Einzelperson mit, dass Kinder grundsätzlich in den Versicherungsschutz inkludiert sind. Auch die Paar-Tarife, die für Lebenspartner, oder aber volljährige Kinder im eigenen Haushalt gemacht sind, sind weit günstiger, als zwei einzelne Verträge. 

Kosten der Privathaftpflichtversicherung: Vertragslaufzeit und Zahlweise

Je länger Sie sich an einen Anbieter binden, umso niedriger die Beiträge. Allerdings ist das bei näherer Betrachtung nur eingeschränkt richtig: Wer einen Dreijahresvertrag abschließt, kann auch nicht nach einem Jahr wechseln, weil es bei einem anderen Versicherer ein weitaus günstigeres Angebot gibt. Grundsätzlich ist es sehr ratsam die bestehenden Versicherungsverträge regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und sich von zu teuer gewordenen Policen zu trennen und zu einem besseren Angebot zu wechseln.

Wer sich allerdings gut kennt und weiß, dass bestehende Policen meist einfach vor sich hin laufen bis sie gebraucht werden, der kann auch von der längeren Anbieterbindung profitieren und die längere Laufzeit wählen. Das Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung der Beiträge besteht auch hier. Eine jährliche Zahlweise ist dabei immer günstiger, als monatliche oder vierteljährliche Zahlungen.

Kosten der Privathaftpflichtversicherung: Deckungssummen und Selbstbehalte

Auf Anhieb erscheinen einem Deckungssummen von 5-10 Millionen Euro als ziemlich hoch. Allerdings sollte man nicht unterschätzen wie schnell sich Schäden summieren können. Besonders wenn Personen zu Schaden gekommen sind, können sich die verschiedenen Kosten schnell in schwindelerregende Höhen bewegen. Bleibt jemand dauerhaft geschädigt, führen lebenslange Pflegekosten und die Zahlung einer Rente dazu, dass die hohen Deckungssummen voll ausgeschöpft werden müssen.

An der Deckungssumme zu sparen ist daher keine wirklich gute Idee. Bei vielen Anbietern liegt die Standarddeckungssumme bei  10 Millionen Euro, ohne das hier eine deutliche Preissteigerung gegenüber Anbietern mit nur 5 Millionen Euro Deckungssumme erkennbar wäre. Es kommt hier ganz auf den Tarif im Einzelnen an. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende.

Mit der Vereinbarung von Selbstbehalten lassen sich in der Regel noch ein paar Euro sparen. Allerdings muss man bei der privaten Haftpflichtversicherung bedenken, dass die Beiträge insgesamt sehr niedrig sind. So macht sich eine Selbstbeteiligung von 150 Euro erst nach c.a. 10 Jahren bezahlt, wenn es zu einem Schadensfall kommen sollte. Hier kann man also durchaus darüber nachdenken, ob eine Selbstbeteiligung wirklich sinnvoll ist. 

Deckungserweiterungen

Wer sich spezielle Einschlüsse in der privaten Haftpflichtversicherung wünscht, der zahlt dafür meist drauf. Oftmals bieten die Versicherer einen Tarif an, der umfangreichen Deckungsschutz bietet. Wer aber weder Jäger, noch Sportbootbesitzer ist (2 besondere Deckungsbausteine, die oft im Premium-Tarif enthalten sind), aber vielleicht gerne eine Forderungsausfalldeckung und eine Versicherung bei Allmählichkeitsschäden hätte, der muss bei der Wahl des Versicherers schon ganz genau hinsehen.

Einen großen Leistungsumfang zu haben, den man nur begrenzt nutzt, dafür aber viel zu zahlen – das ist keine gute Idee. Wichtig ist, dass Sie sich vor Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung einen guten Überblick über die verschiedenen Leistungsdetails der Tarife und deren Preise verschaffen.

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