PKV Antrag

PKV Anträge mit großen Unterschieden

PKV-Wiki hat die Anträge zur privaten Krankenversicherung verschiedener Versicherer verglichen und teils große Varianzen festgestellt. Für den Kunden können unvollständige oder unklare Gesundheitsprüfungen im PKV Antrag später zum Fallstrick werden.

PKV Antrag
PKV Antrag: Große Unterschiede wurden festgestellt.

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist eine Entscheidung fürs Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Damit ist nicht nur die meist lebenslange Dauer der Versicherung gemeint, sondern auch die Tatsache, dass das eigene Leben, oder zumindest die Lebensqualität, im Krankheitsfall von der Wahl des richtigen Versicherers und dessen Leistungen abhängt.

Der Versicherungsvertrag ist dabei das Kernstück dieser geschlossenen Partnerschaft. Ehrliche und vollständige Angaben im PKV Antrag sind die Basis des Vertrauens- und Geschäftsverhältnisses zwischen den beiden Parteien.

Weil die Ausgestaltung der PKV Anträge so eine zentrale Rolle spielt, hat PKV-Wiki (www.pkv-wiki.com/cms) die verschiedenen PKV Anträge miteinander verglichen und die Ergebnisse veröffentlicht.

33 Private Versicherer  haben dabei ihre PKV Antragsformulare zum Vergleich freigegeben. Nur die DEVK hat laut PKV-Wiki kein Antragsformular zur Verfügung stellen wollen. Bereits vor sechs Jahren hat die Stiftung Warentest die Anträge der Krankenversicherer unter die Lupe genommen und kam zu dem Ergebnis, dass besonders hinsichtlich der zu beantwortenden Gesundheitsfragen eine Vereinheitlichung und Verbesserung der PKV Anträge dringend notwendig sei (erschienen in Finanztest Ausgabe 05/2008). Hat sich die Lage seither verbessert?

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Trotz neuer PKV Anträge weiter große Unterschiede

Die Umstellung auf das SEPA-Verfahren hat bei den Versicherern neue PKV Antragsformulare erforderlich gemacht. Geändert hat sich offensichtlich nichts. Weiterhin finden sich in den Verträgen undeutliche Formulierungen, die Spielraum lassen, wo keiner hingehört. So zum Beispiel allgemein gehaltene Fragen nach Behandlungen, Untersuchungen und Medikationen in den letzten drei Jahren, die es dem Antragsteller schwer machen, alles Wichtige anzugeben.

Wer erinnert sich schon so detailliert bei so unklarer Fragestellung? Einige Versicherer machen es besser und fragen gezielt mögliche Beschwerden in bestimmten Bereichen ab, so z.B. Herz-Kreislauf, Blutgefäße, Atmungsorgane etc.

Der Zeitraum, über den der Versicherungsnehmer Auskunft geben soll, variiert je nach Versicherer zwischen drei, fünf und sogar zehn Jahren. Hier wird immer zwischen ambulanten und stationären Maßnahmen, sowie zwischen verschiedenen anderen Bereichen unterschieden. Einige Anbieter verlangen auch unbegrenzte Auskünfte über eingenommene Medikamente, andere halten diese Auskunft scheinbar für etwas Belangloses und verzichten sogar ganz darauf.

Suchterkrankungen werden von den Versicherern ebenfalls unterschiedlich ernst genommen. Zwischen keiner Abfrage und einer Abfrage bis zu 10 Jahre zurück ist bei den Versicherern alles zu finden. Fruchtbarkeitsstörungen und unerfüllter Kinderwunsch sind bis auf vier Versicherer Bestand aller Abfragen.

Fragen zu chronischen Erkrankungen wie etwa Asthma, Morbus Crohn, Parkinson, Multiple Sklerose oder Demenz werden explizit nur bei 15 Versicherern gestellt. 18 Versicherer verzichten hier auf eine gezielte Abfrage. Nicht nur der Betreiber von Versicherungs-Wiki Marcus Dippolt findet dieses Vorgehen unverständlich.

Unklare Fragen im PKV Antrag stiften Verwirrung und können schwere Folgen haben

Verschiedene Synonyme für Krankheiten, Doppel- und Dreifachabfragen, unklare und unübersichtliche Fragestellungen, all das kann dazu führen, dass der Versicherungsnehmer unbewusst falsche oder unvollständige Angaben macht. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Versicherer am Ende des PKV-Antrags nach Krankheiten, Unfallfolgen, körperlichen oder geistigen Schäden etc. fragt, die bis dato im Antrag nicht angegeben wurden.

Damit ist der Kunde in der Pflicht, ungeachtet der bisherigen Fragen eine Rundum-Auskunft zu seinem Gesundheitszustand zu geben. Das Problem: Haben Sie bei der Antragstellung etwas verschwiegen oder vergessen, kann dies immer dazu führen, dass der Versicherer die Kostenübernahme ganz oder teilweise verweigert. Der Versicherungsnehmer wird hinsichtlich der Vollständigkeit der Angaben im Ernstfall streng in die Pflicht genommen. Laut Dippolt könne ein Auszug aus der ärztlichen Akte dem Versicherungsnehmer dabei immer helfen, einen späteren Streit mit dem Versicherer zu verhindern und die Kostenübernahme sicherzustellen.

Fazit: Es besteht weiterhin dringender Verbesserungsbedarf bei den PKV Anträgen. Gezielte Fragen könnten den Versicherungsnehmern helfen, nicht in die Falle zu tappen. Wenn Sie sich unsicher sind oder zuerst einen PKV Probeantrag einreichen wollen, dann wenden Sie sich am besten an einen versierten Versicherungsmakler.

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