PKV Basistarif

Die Zahl der Basisversicherten nimmt zu

Der Zustrom in den PKV Basistarif nimmt zu: 2012 ist der Anteil der in diesem Tarif Versicherten um etwa ein Siebtel gewachsen. An der Gesamtzahl der privat Krankenvollversicherten machen die Versicherten im Basistarif jedoch nach wie vor nur einen geringen Anteil aus.

GKV PKV
PKV Basistarif – das Pendant zur GKV

Es klingt nach viel: Wie der PKV-Verband berichtet, ist die Zahl der im PKV Basistarif Versicherten im Jahr 2012 auf 30.200 Versicherte angestiegen – im Vorjahr waren es mit 26.100 Basisversicherten noch deutlich weniger.

Der Zuwachs entspricht etwa einem Siebtel. Die meisten der Neuzugänge rekrutierten sich dabei aus Versicherten, die innerhalb einer Versicherungsgesellschaft in den Basistarif wechselten: Sie machten einen Anteil von knapp zwei Dritteln (2.700 Versicherte) aus; ein weiteres knappes Drittel (1.300 Versicherte) waren zuvor Nichtversicherte.

Wechsler, die unter den Privatversicherern wechselten, sonstige Zugänge oder gar Zugänge aus der GKV gab es dagegen kaum. Ihre Zahl blieb mit 200 bzw. jeweils 100 Versicherten überschaubar. Bei der Gesamtzahl der Versicherten, die ursprünglich aus dem modifizierten Standardtarif in den Basistarif gewechselt waren, war durch Todesfälle ein Rückgang von 300 zu verzeichnen.

Kostenfreier PKV Vergleich

Prüfen Sie jetzt Ihr Sparpotenzial und vergleichen Sie unverbindlich
30 private Krankenversicherungen und über 1.400 PKV Tarife.

Sparpotenzial jetzt prüfen

Kostenfreier PKV Vergleich

PKV Standardtarif vor PKV Basistarif

Misst man die Zahl der Basisversicherten allerdings an der Gesamtzahl der in der PKV Vollversicherten, macht sie lediglich 0,34 Prozent am Ganzen aus. Trotz Steigerung ihres Anteils von 0,29 Prozent im Jahr 2011 stellen die PKV-Mitglieder, die den PKV Basistarif nutzen, also weiterhin eine kleine Gruppe dar. Die Prognose der PKV, dass die Einführung des ungeliebten Modells zu einem Ansturm auf den vergleichsweise günstigen Tarif führen könnte, haben sich somit bislang nicht bewahrheitet.

Höher als die Zahl der Basisversicherten liegt die derjenigen, die den Standardtarif nutzen: Dies betraf 2012 insgesamt 43.400 Versicherte, die einen Prozentsatz von 0,48 Prozent aller in der PKV Vollversicherten ausmachen. 2011 waren es mit 1.600 Versicherten weniger noch 0,47 Prozent gewesen. Somit wird der Standardtarif, der nur unter bestimmten Umständen von den Versicherten gewählt werden kann, immer noch häufiger genutzt als der PKV Basistarif.

Was ist der Standardtarif?

Ist das, was häufiger in Anspruch genommen wird, auch besser? Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass PKV Basistarif und PKV Standardtarif nicht ohne weiteres vergleichbar sind. Der PKV Standardtarif sollte älteren PKV-Kunden, insbesondere Rentnern, eine preisgünstige medizinische Versorgung ermöglichen, die sich in etwa an den Leistungen der gesetzlichen Versicherung orientierte. Der Tarif stand deshalb nur Personen ab einem Alter von 55 bzw. 65 Jahren offen. Obgleich der Standardtarif 2009 vom Basistarif abgelöst worden ist, kann er immer noch gewählt werden. Nach wie vor müssen Kunden, die dies beabsichtigen, aber mindestens 55 Jahre alt sein; ihr Einkommen darf die jeweilige Jahreseinkommensgrenze nicht überschreiten und der Vertrag bei der PKV muss bereits mindestens zehn Jahre bestehen.

Kunden, die bereits das 65. Lebensjahr vollendet haben, können ebenfalls in den Standardtarif wechseln; auch sie müssen jedoch mindestens zehn Jahre PKV-versichert sein. Während der Standardtarif im Vergleich zum PKV Basistarif weniger Leistungen beinhaltet, können nach Standardtarif Versicherte ihren Arzt frei wählen und auch reine Privatärzte aufsuchen. Hinsichtlich der Beitragshöhe ist der Standardtarif günstiger, da er nicht nur auf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt ist, sondern auch die angesammelten Altersrückstellungen wirksam werden. Ehepaare zahlen zudem nur den 1,5-fachen Versicherungsbeitrag, sofern ihr Einkommen nicht über der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Was ist der Basistarif?

Der PKV Basistarif, der 2009 eingeführt wurde, beinhaltet das Leistungsspektrum, das auch die gesetzliche Krankenversicherung garantiert, und bietet damit ein umfangreicheres Leistungspaket. So können Versicherte im Basistarif beispielsweise Kuren in Anspruch nehmen, die im Standardtarif nicht finanziert werden. Zudem dürfen Versicherte private Zusatzversicherungen wie etwa eine Krankenhauszusatzversicherung abschließen – dies ist im Standardtarif nicht möglich. Der PKV Basistarif steht all denen offen, die das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben. Auch Personen, die sich nach dem 1. Januar 2009 neu versichert haben, sowie Rentner und Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung können den PKV Basistarif wählen.

Wer sich für den Basistarif entscheidet, hat allerdings den Nachteil der eingeschränkten Arztwahl. Der behandelnde Arzt muss eine Kassenzulassung haben. Weiterbehandlungen durch andere Ärzte sind nur dann möglich, wenn der Patient eine Überweisung erhält – das ist so nicht einmal in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen und schränkt Kunden im Basistarif deutlich ein. Auch hinsichtlich des Beitrags müssen Krankenversicherte im PKV Basistarif Abstriche machen, zwar ist der Beitrag ebenfalls auf den Höchstbeitrag der GKV beschränkt, doch werden die Altersrückstellungen hier aufgrund hoher Beitragskalkulationen kaum wirksam – folglich zahlen die meisten der im Basistarif Versicherten den Höchstbeitrag, der 2013 bei knapp 610 Euro liegt. Für Ehepartner im Basistarif gibt es im Unterschied zum Standardtarif keine Vergünstigungen.

Weitere Informationen zum PKV Basistarif

Entwicklung PKV Basistarif Entwicklung PKV Basistarif

Seit der Einführung des PKV Basistarifs haben viele Krankenversicherte die Vorteile erkannt: Trotz Äquivalenz zur gesetzlichen Krankenversicherung gewährt der Basistarif bessere Leistungen und die Beiträge können sich auch sehen lassen. Weiterlesen

Krankenversicherung Service

Versicherungsvergleich