Versicherung denkmalgeschützte Gebäude

Gebäudeversicherung denkmalgeschützter Immobilien

Denkmalgeschützte Gebäude stellen einen besonderen kulturellen und historischen Wert für die Gesellschaft dar und sind daher pflegeintensiver als andere Gebäude. Auch bei der Versicherung von denkmalgeschützten Gebäuden gilt es einiges zu beachten. 

Für viele ist es ein Lebenstraum: Im Fachwerkhaus wohnen und täglich die jahrhundertealte Baukunst bewundern und genießen. Die Versicherung von denkmalgeschützten Häusern ist dabei häufig wesentlich schwieriger und kostenintensiver als die Versicherung von Häusern ohne Denkmalschutz.

In Deutschland sind es die Bundesländer, die darüber entscheiden, welche Gebäude und Denkmäler besonderen Schutz genießen, weil sie von künstlerischer, kulturhistorischer oder wissenschaftlicher Bedeutung sind. Während sich die Länder um die Pflege von Denkmälern kümmern, sind für denkmalgeschützte Immobilien, die zu Wohnzwecken genutzt werden, die Eigentümer selbst zuständig.

Änderungen an den Gebäuden bedürfen allerdings der Zustimmung des Denkmalschutzamtes und werden oftmals nur unter strengen Auflagen genehmigt. Da die Erhaltung der Grundstruktur und der Aussagekraft des Gebäudes gewahrt bleiben muss, braucht man oftmals Handwerker, die auf den Umbau von denkmalgeschützten Gebäuden und auf besondere Bauarten spezialisiert sind. Das kostet Geld!

Die Gebäudeversicherung eines denkmalgeschützten Gebäudes steht ebenfalls vor besonderen Herausforderungen, wenn ein versicherter Schaden an einem denkmalgeschützten Gebäude entsteht. Die Kosten für die Wiederherstellung eines solchen Gebäudes sind sehr viel höher als bei anderen Gebäuden.

Deshalb werden Gebäudeversicherungen für denkmalgeschützte Immobilien oftmals nur unter Einschränkungen, sehr teuer, oder gar nicht angeboten. Wir sagen Ihnen, welche Kriterien bei der Versicherung von denkmalgeschützten Gebäuden eine Rolle spielen.

Risiken bei denkmalgeschützten Gebäuden

Denkmalgeschützt sind Gebäude aus unterschiedlichen Gründen: Entweder wird damit eine besondere Baukunst und Tradition geehrt, wie das häufig bei alten Fachwerkhäusern und Häusern mit Reetdach der Fall ist, oder aber ein Gebäude ist geschützt, weil eine Person mit großer kulturhistorischer Bedeutung darin gelebt hat, wie zum Beispiel das Goethehaus in Frankfurt.

Letztere Gebäude sind meist öffentlich zugänglich und daher in der Hand der Länder, die dann auch für deren Pflege sorgen. Gebäude mit besonderer Bauart jedoch werden häufig von Privatleuten bewohnt.

So groß der Charme eines Reetdaches auch sein mag, Reetdächer sind bekannt dafür, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich sind. Der Dachaufbau von Reetdächern ist oftmals so gestaltet, dass das Löschwasser einfach abläuft und nicht in die Reetschichten eindringen kann. Der Löschvorgang wird somit erschwert. Brände können sich zudem bei Reetdächern schneller ausbreiten und damit einen Totalschaden am Gebäude verursachen.

Durch Imprägnierungen oder spezielle Brandschutzplatten lassen sich die Risiken jedoch abmildern. Die Wiederherstellung von Reetdächern ist kostenintensiv, da normale Dachdecker eine solche Eindeckung oftmals nicht anbieten. Auch Gebäude, in denen viel Holz verwendet wird, wie etwa Fachwerkhäuser, haben ein erhöhtes Brandrisiko und sind somit schadenanfälliger.

Wertermittlung bei denkmalgeschützten Gebäuden

Um denkmalgeschützte Gebäude und ihre Risiken einschätzen zu können, haben die Versicherer einen Merkmalskatalog, wonach diese Häuser in drei verschiedene Kategorien eingeordnet werden. Dieser sieht so oder so ähnlich aus:

  • Kategorie A entspricht Häusern ohne denkmalfachlichen Aufwand, bei denen übliche Baustoffe und Handwerkstechniken verwendet wurden. Solche Gebäude können häufig ohne Risikozuschlag in die Gebäudeversicherung aufgenommen werden.
  • Kategorie B entspricht Gebäuden mit überschaubarem denkmalfachlichen Aufwand, in denen also besondere Bautechniken und Materialien in überschaubarem Maße eingesetzt wurden. Für solche Gebäude werden für die risikobehafteten Merkmale entsprechende Zuschläge verlangt.
  • Kategorie C entspricht Gebäuden, die einen hohen denkmalfachlichen Aufwand mitbringen. Hier wird die Versicherung nur nach Einschätzung von Experten und unter hohen Zuschlägen gewährleistet. Einige Anbieter lehnen eine Versicherung für solche Gebäude sogar ganz ab.

Die Kosten einer Versicherung für denkmalgeschützte Gebäude

Da denkmalgeschützte Gebäude häufig in der Gebäudeversicherung nicht mit den üblichen Versicherungssummen ausreichend abgesichert werden können, müssen diese erhöht werden. Das führt auch zu entsprechend höheren Versicherungsbeiträgen.

Neben der Versicherungssumme spielen noch weitere Faktoren bei der Berechnung der Beiträge eine Rolle. Das sind:

  • Einordnung in eine der oben genannten Kategorien
  • Ausstattung
  • Lage
  • Größe
  • vereinbarte Selbstbehalte

Die Einordnung der Gebäude in eine der oben benannten Kategorien entscheidet darüber, ob und welche Risikozuschläge bei denkmalgeschützten Gebäuden erhoben werden.

Da in der Gebäudeversicherung auch Fußböden, Stuckdecken und alles was an Ausstattung da und fest mit dem Gebäude verbunden ist, versichert sind, spielt ebendiese Innenausstattung ebenfalls eine maßgebliche Rolle.

Anbieter von Gebäudeversicherungen im Vergleich

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Versicherung für eine denkmalgeschützte Immobilie zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen Versicherungsvergleich an. Die Dateneingabe dauert ca. eine Minute. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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Fazit

Die Versicherung eines denkmalgeschützten Gebäudes ist meist kostspieliger als die eines normalen Hauses. Allerdings kommt es ganz auf die Risikoeinordnung an, ob dies zu hohen Beitragszuschlägen oder gar einer Ablehnung führt oder nicht. Es lohnt sich daher in jedem Fall Angebote verschiedener Versicherer einzuholen, um die Optionen abzuwägen.

Durch das Ergreifen vorsorglicher Maßnahmen, die die Risiken minimieren, können Sie beim Preis einer Gebäudeversicherung oft viel Geld sparen.