Berufsunfähigkeit Depression

Berufsunfähig wegen Depression: Bezahlt die Versicherung?

Etwa 17 Millionen Deutsche besitzen eine Police, die sie gegen Berufsunfähigkeit absichern soll. Doch zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eigentlich auch, wenn die Berufsunfähigkeit wegen Depressionen eintritt?

Für viele ist es glücklicherweise nur ein abstrakter Begriff: Mobbing am Arbeitsplatz. Doch Uta C. traf es hart – am Ende bekam sie Depressionen und konnte nicht mehr arbeiten gehen.

Als Frau C. schließlich ihre Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen wollte, verweigerte die jedoch die Zahlung: Der Vertrag schließe psychische Erkrankungen als Grund für eine Berufsunfähigkeit generell aus. Das kam überraschend.

So wie Uta C. geht es vielen Menschen: Im Ernstfall müssen sie erfahren, dass ihre Versicherung ihr Leiden gar nicht abdeckt.

Aber auch wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung Depressionen oder Burnout mit einschließt, erkennen manche Versicherer das Krankheitsbild nicht an oder es dauert lange, bis eine Zahlung erwirkt werden kann. Dabei sind psychische Störungen kein theoretisch konstruierter Fall, sondern längst der Hauptgrund für Berufsunfähigkeit geworden.

Berufsunfähigkeit wegen Depression: Wann wird die Krankheit anerkannt?

Generell bedingt eine Depression nicht automatisch eine Berufsunfähigkeit: Erst nach einer mehrmonatigen therapeutischen Behandlung kann eine entsprechende Diagnose gestellt werden. Bevor sie die Depression als Ursache einer Berufsunfähigkeit anerkennt, verlangt die Versicherung in der Regel jedoch ein Gutachten – und das kostet normalerweise Geld.

Da sich psychische Krankheiten in ihrem Ausmaß und ihren Auswirkungen schwerer diagnostizieren lassen als körperliche Leiden und es passieren kann, dass die Versicherung oder der Versicherte selbst das Gutachten anfechten wollen, empfiehlt sich unter Umständen der Abschluss einer Rechtschutzversicherung – idealerweise bei einem anderen als dem Versicherungsunternehmen, das Sie gegen Berufsunfähigkeit versichert.

Tipps zum Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung

Prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung gründlich, bevor Sie sie abschließen; achten Sie darauf, dass psychische Krankheiten als Grund für Berufsunfähigkeit im Vertrag festgeschrieben sind. Lassen Sie sich nicht auf Tarife ein, die dem Verbraucher Leistungen nur unter Vorbehalt gewähren. Auch auf abstrakte Verweisung, bei der der Versicherte auf die Ausübung einer anderen Tätigkeit verwiesen wird, die er nicht erlernt hat, wird in guten Verträgen üblicherweise verzichtet.

Haben Sie bereits einmal an einer psychischen Krankheit, zum Beispiel Depressionen, gelitten und möchten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihr Antrag abgelehnt oder mit hohen Zuschlägen oder Leistungsausschlüssen versehen wird.

In diesem Fall könnte eine Schwere Krankheiten-Versicherung eine Alternative sein, denn dort werden oft auch Menschen mit psychischen Vorerkrankungen akzeptiert. Lesen Sie hierzu mehr unter Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

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