Alternativen Berufsunfähigkeitsversicherung

Abgelehnt? Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung 

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den Versicherungen, die wirklich wichtig sind. Doch was tun, wenn der Berufsunfähigkeitsschutz aus alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht erhältlich ist?

Wenn der Weg zur Berufsunfähigkeitsversicherung mit hohen Hürden versehen oder der gewünschte Schutz schlicht zu teuer ist, ist es sinnvoll, eine Alternative in Betracht zu ziehen.

Die alternativen Versicherungen und Konzepte bieten zwar nicht den Schutz einer selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung, werden aber auch bei Vorerkrankungen oder anderen Risiken gewährt. Obendrein sind sie oft günstiger.

Wir haben die Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie im Überblick. Im nachfolgenden Überblick finden Sie den Vergleich zur Arbeitsunfähigkeitsversicherung nicht, denn die Begriffe Berufs- und Arbeitsunfähigkeitsversicherung werden synonym verwandt.

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung am ähnlichsten; der Schutz ist allerdings deutlich eingeschränkt: Die Versicherung gewährt hier ebenfalls eine monatliche Rente, deren Höhe vertraglich vereinbart wird. Während die BU jedoch bereits zahlt, sobald die Arbeitsfähigkeit nur noch 50% beträgt, wird die Rente der  Erwerbsunfähigkeitsversicherung meist erst dann ausgeschüttet, wenn kaum noch Erwerbsfähigkeit vorhanden ist. Dafür ist diese Versicherung jedoch auch bis zu 40% preiswerter. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist vor allem für Selbständige interessant, die Angestellte beschäftigen: Eine Berufsunfähigkeit wird hier nämlich möglicherweise erst anerkannt, wenn keinerlei eigene Erwerbsfähigkeit mehr besteht. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung leistet dann faktisch dasselbe wie die Berufsunfähigkeitsversicherung; die Erwerbsunfähigkeitsversicherung kostet aber weniger.

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Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Private Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung zahlt, wenn der Versicherte nach einem Unfall mindestens drei Jahre körperlich beeinträchtigt ist. Die ausgeschüttete Summe stellt eine Einmalzahlung dar und richtet sich nach dem Grad der Beeinträchtigung, den die Versicherer teils unterschiedlich kalkulieren. Die Policen sind meist relativ günstig, da sie sich lediglich auf Unfälle beziehen; wer einem gefährlichen Hobby wie z.B. Bogenschießen nachgeht, zahlt unter Umständen mehr. Auch Menschen mit Vorerkrankungen können eine Unfallversicherung abschließen.

Weitere Informationen zur privaten Unfallversicherung

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Grundfähigkeitsversicherung

Die Grundfähigkeitsversicherung leistet eine monatliche Rente, wenn jemand eine wesentliche Fähigkeit wie z.B. das Gehen verliert. Ob der Verlust der Fähigkeit infolge eines Unfalles oder einer Krankheit eintritt und ob weiterhin Arbeitsfähigkeit besteht oder nicht, ist dabei irrelevant. Die versicherten Fähigkeiten sind vertraglich festgeschrieben und sind in zwei Klassen unterteilt, wobei die Rentenzahlung je nach Klasse schon bei Verlust einer einzigen oder erst nach Verlust dreier Fähigkeiten gewährt wird. Auch diese Versicherung ist günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Weitere Informationen zur Grundfähigkeitsversicherung

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Dread Disease Versicherung

Die Dread Disease Versicherung garantiert eine Einmalzahlung im Falle des Auftretens vertraglich festgeschriebener Krankheiten wie z.B Krebs. Der Grad der Arbeitsfähigkeit ist dafür unerheblich. Psychische Krankheiten oder Erkrankungen des Rückens sind meist nicht mit abgedeckt. Die Dread Disease Versicherung wird zwar wie die Berufsunfähigkeitsversicherung von Gesundheitsfragen abhängig gemacht, steht aber meist auch Menschen mit körperlichen oder psychischen Vorerkrankungen offen; dafür werden unter Umständen allerdings Zuschläge verlangt oder Ausschlüsse vorgeschrieben.

Weitere Informationen zur Dread Disease Versicherung

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Körperschutzversicherung

Die Körperschutzversicherung ähnelt der Funktionsinvaliditätsversicherung: Sie garantiert bei Auftreten eines vertraglich festgeschriebenen Leidens eine Einmalzahlung, die etwa einer Jahresrente entspricht. Die Police ist allerdings teurer als eine normale Funktionsinvaliditätsversicherung, da die Zahlung bereits bei einer Beeinträchtigung über ein Jahr geleistet wird.

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Funktionsinvaliditätsversicherung

Im Gegensatz zur Körperschutzversicherung sieht die Funktionsinvaliditätsversicherung bei Auftreten eines bestimmten, festgeschriebenen Leidens die Zahlung einer monatlichen Rente vor. Da die Versicherung Leistungen von Grundfähigkeits-, Unfall und Schwere-Krankheiten-Versicherung umfasst, werden hier sowohl Unfallfolgen als auch der Verlust von Fähigkeiten abgedeckt.

Der Leistungsfall ist jedoch auch schärfer abgegrenzt: Das Leiden muss meist als unheilbar gelten, bevor die Versicherung zahlt; mitunter wird zusätzlich der Verlust von Fähigkeiten verlangt. Nach einem Unfall muss eine Invalidität von mindestens 50% vorliegen, damit der Versicherer den Leistungsfall anerkennt. Vor dem Abschluss einer Funktionsinvaliditätsversicherung müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden; der Zugang ist jedoch einfacher als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung und auch mit Vorerkrankungen möglich.

Weitere Informationen zur Berufsunfähigkeit und zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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