Berufsunfähigkeit Selbständige

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige

Gerade Selbständige benötigen einen besonderen Schutz, wenn es um die Absicherung ihrer Arbeitskraft geht: Schließlich können die meisten Selbständigen bei Krankheit oder Unfall nicht auf eine gesetzliche Rente zählen. Hier hilft eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige.

Wer selbständig ist, sieht sich oftmals speziellen Risiken ausgesetzt, die ein Arbeitnehmer nicht zu tragen hat: So muss er nicht nur für etwaige Mitarbeiter Sorge tragen, er benötigt auch selbst Schutz im Krankheitsfall und muss für seine eigene Rente Vorsorge leisten.

Vor allem junge Gründer, die über wenig Kapital verfügen, möchten zunächst einmal an Versicherungen sparen und verschieben den Abschluss eines Krankengeldes oder eines Altersvorsorgevertrages nach hinten. In die Altersvorsorge lässt sich immerhin später noch investieren, wenn die Geschäfte gut laufen.

Schon das fehlende Krankengeld kann sich jedoch als fataler Fehler erweisen, wenn ein Krankheitsfall einen Verdienstausfall über viele Wochen bedingt und Miete und andere laufende Kosten weiterbezahlt werden müssen: Somit gerät das junge Unternehmen möglicherweise schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Noch ungünstiger wirkt es sich unter Umständen aus, wenn keine Versicherung gegen eine längere, schwerere Krankheit oder gegen einen Unfall abgeschlossen wird. Eine solche Versicherung ist zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige.

Weshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige wichtig?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, sobald eine Berufsunfähigkeit länger als sechs Monate andauert und durch ärztliches Gutachten bescheinigt wird. Die meisten Versicherer gehen davon aus, dass Berufsunfähigkeit vorliegt, wenn der Versicherte seine Tätigkeit noch zu höchsten 50 Prozent ausüben kann. Die Höhe der auszuzahlenden Berufsunfähigkeitsrente wird im Versicherungsvertrag zwischen dem Selbständigen und dem Versicherer vereinbart.

Der Abschluss einer Versicherung gegen eine längere Berufsunfähigkeit ist insbesondere deshalb wichtig, weil Selbständige zumeist nicht in die gesetzliche Unfall- und Rentenversicherung einzahlen, um sich selbst abzusichern. Nur wer in diese Versicherungen einzahlt, hat aber auch die Möglichkeit, bei Unfällen oder dauerhafter Erwerbsunfähigkeit gesetzliche Leistungen wie Rentenzahlungen zu erhalten.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist zwar nicht hoch und auch nur dann voll zu beziehen, wenn die tägliche Erwerbsfähigkeit weniger als drei Stunden beträgt, doch sie bildet wenigstens eine kleine Einkommensquelle. Selbständige können also nicht einmal darauf zählen.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige: Wichtige Vertragsklauseln

Selbständige, die einen BU-Vertrag eingehen, sollten auf gewisse Dinge achten: So ist es beispielsweise ratsam, den Vertrag darauf zu prüfen, ob eine sogenannte „abstrakte Verweisung“ möglich ist – in diesem Fall behält sich der Versicherer nämlich das Recht vor, den Versicherten im Falle der Berufsunfähigkeit auf eine andere Tätigkeit zu verweisen. Hierbei dürfen die soziale Wertschätzung und das Einkommen dieser Tätigkeit zwar nicht wesentlich unter denen der früheren Tätigkeit liegen, doch spielt es bei der Verweisung keine Rolle, ob die Arbeitsmarktlage eine Ausübung auch tatsächlich zulässt.

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitversicherung für Selbständige ist es auch wichtig, dass eine Nachversicherungsgarantie gegeben wird: Dann kann der Selbständige sich beispielsweise im Falle einer Kindsgeburt oder einer Heirat höher nachversichern, ohne noch einmal eine Gesundheitsprüfung durchlaufen zu müssen.

Äußerst empfehlenswert ist es, die Bedingungen hinsichtlich der Umorganisation des Arbeitsplatzes zu studieren: Wird ein Selbständiger berufsunfähig, kann die Versicherung nämlich fordern, dass er Aufgaben, die er nicht mehr auszuüben in der Lage ist, an – gegebenenfalls neu einzustellende – Mitarbeiter delegiert, und dafür andere übernimmt. Funktioniert dies im Rahmen der Zumutbarkeit, darf sich der Versicherer seiner Rentenzahlungspflicht entledigen.

In den Versicherungskonditionen sollte deshalb genau geregelt sein, was als zumutbar gilt. Wenn die finanziellen Einbußen zu groß werden, sollte der Versicherer die Berufsunfähigkeitsrente auszahlen müssen. Einige Verträge legen eine Grenze von 20 Prozent Verlust des früheren Einkommens fest – wird dieser Wert überschritten, schüttet die Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige die Berufsunfähigkeitsrente aus.

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Alternativen zur BU Versicherung für Selbständige

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sicherlich die beste Lösung für Selbständige, die sich vor unfall- oder krankheitsbedingter Berufsunfähigkeit schützen wollen. Sie ist jedoch nicht für jeden Selbständigen erwerbbar oder erschwinglich: Für einige Hochrisikoberufe werden gar keine BU-Verträge angeboten; für selbständige mit Tätigkeitsschwerpunkt auf körperlicher Arbeit kann eine Police sehr teuer werden. Auch können die Versicherer Interessenten ablehnen, wenn die Gesundheitsprüfung nicht bestanden wurde.

Bevor Selbständige einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung stellen, sollten sie daher ausführlich Anbieter vergleichen und sich am besten mit einem Versicherungsmakler in Verbindung setzen, der umfassend beraten und auch eine anonyme Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung stellen kann. Ist eine BU Versicherung nicht oder nur zu sehr hohen Preisen zu haben, können Selbständige auch auf eine Alternative zurückgreifen: So schützt etwa eine private Unfallversicherung für Selbständige davor, nach einem Unfall mit Invaliditätsfolge in finanzielle Nöte zu geraten, und ist dabei in der Regel um einiges günstiger.

Gegenüber einer Einzahlung in die gesetzliche Unfallversicherung, die grundsätzlich allen Selbständigen offensteht, zeichnet sie sich dadurch aus, dass Unfälle nicht nur am Arbeitsplatz und dem Weg dorthin, sondern rund um die Uhr abgesichert sind.

Eine weitere Möglichkeit ist der Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die aber erst bei einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit greift. Ob die Erwerbsunfähigkeit infolge eines Unfalls oder einer Krankheit auftritt, ist dabei irrelevant. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist ebenfalls deutlich günstiger als die BU für Selbständige.