BU Test

Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test

BU Versicherungen zählen nicht ohne Grund zu den wichtigsten Versicherungen: Oft sind sie das einzige, was im Ernstfall vor dem sozialen Absturz bewahrt. Welche Versicherer top sind, zeigt der neue BU Test 2019 des Magazins „Finanztest“.

Welche BU Versicherungen sind gut, welche nicht? Das Verbrauchermagazin „Finanztest“ hat den aktuellen Stand der Dinge in seinem BU Test der Juli-Ausgabe 2019 zusammengefasst.
Von insgesamt 59 getesteten Tarifen erwiesen sich 35 Tarife als „sehr gut“, 23 als „gut“. Lediglich einer der Tarife erhielt nur ein „befriedigend“.

Wie wurde getestet? Ausschlaggebend für die Bewertung waren vor allem die Versicherungsbedingungen: Sie machten 75 Prozent der Gesamtnote aus. Neben dem altersunabhängigen Verzicht auf abstrakte Verweisung wurde hier geprüft, ob der Versicherer eine Berufsunfähigkeit anerkennt, wenn der Arzt sie für voraussichtlich sechs Monate prognostiziert.

Außerdem sollte die Versicherung in bestimmten Fällen rückwirkend zahlen, möglichst eine Nachversicherungsgarantie bieten, Leistungsdynamik vorsehen und auch Stundungen bei Zahlungsschwierigkeiten erlauben. Auch weitere Punkte wie etwa eine weltweite Geltung der BU-Versicherung wurden abgefragt.

Die restlichen 25 Prozent des Testurteils wurden über Verbraucherfreundlichkeit der Antragsfragen ermittelt: Dabei war z.B. wichtig, welchen Zeitraum die Gesundheitsfragen in den Anträgen umfassten. Quelle: Finanztest 7/2019, S. 78-87.

Drei Modellkunden: Zugleich erfassten die Tester im BU Test 2019 jeweils Beiträge für drei Modellkunden mit unterschiedlichen Versicherungsbedürfnissen: Einen Controller, der eine BU-Rente von 2.000 Euro versichern möchte, einen Industriemechaniker, der 1.500 Euro Monatsrente versichert, und eine Arzthelferin, die eine Berufsunfähigkeit mit 1.000 Euro monatlich absichert.

Ergebnisse des BU Tests für 2019

Im Test zeigte sich, dass viele Anbieter qualitativ gleichauf sind. Die Prämien für die drei Musterkunden gehen bei den einzelnen Versicherern allerdings teils weit auseinander: Während der Controller beim Testsieger des BU Tests 2019 beispielsweise 859 Euro Nettoprämie pro Jahr investieren sollte, kalkulierte ein weiteres, mit „sehr gut“ bewertetes Angebot mit 1.802 Euro, eine mit „gut“ bewertete Versicherung sogar mit mehr als 2.700 Euro. Das „sehr gute“ Angebot für 1.802 Euro enthielt allerdings auch Todesfallleistungen, insgesamt wichen ausgewählte Sonderleistungen voneinander ab.

Auf Bruttoprämie achten: Die Bruttoprämie des Testsiegers lag um 250 Euro höher als der Nettobeitrag. Bei anderen Tarifen wichen Brutto- und Nettoprämie stärker voneinander ab, bei einigen aber auch weniger stark.

Während der Nettobeitrag dem tatsächlichen Zahlbeitrag entspricht, gibt die Bruttoprämie an, welchen Betrag der Versicherte maximal zahlen müsste, wenn der Versicherer keine Überschüsse an seine Kunden weitergäbe. Bei schlechter Wirtschaftslage kann die Versicherung teurer werden. Auf die Höhe des Bruttobeitrages sollten Versicherungswillige deshalb auch achten.

Angebote weichen voneinander ab: Für den Controller gab es noch günstigere Angebote als das des Testsiegers, von denen die meisten ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet wurden. Hier beurteilte Stiftung Warentest die Qualität aber als etwas geringer, auch gab es andere oder weniger Sonderleistungen.

Industriemechaniker und Arzthelferin konnten sich im BU Test 2019 am besten für 894 Euro bzw. 490 Euro versichern. Hier gingen Netto- und Bruttobeitrag um etwa 300 Euro bzw. 140 Euro auseinander. Für die Arzthelferin war das Angebot zugleich auch das günstigste; für den Industriemechaniker gab es ein günstigeres Angebot.

BU Test 2018

Im Dezember 2017 hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) einen Test zu Berufsunfähigkeitsversicherungen durchgeführt. Der Test, der Verbrauchern als Orientierungsmarke für den Abschluss einer BU-Versicherung im Jahr 2018 dienen kann, untersuchte insgesamt 38 selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen für die sechs Berufssparten kaufmännische Berufe, Selbständige, Azubis, Studenten, medizinische Berufe und Handwerker.

Die Gesamtnote ergab sich anhand der Teilkategorien Unternehmensqualität, Preis-Leistung, Flexibilität und Transparenz, die mit jeweils 20 Prozent, 50 Prozent, 20 Prozent und 10 Prozent in die Bewertung eingingen.

Im Bereich der Unternehmensqualität wurden im Einzelnen die Stabilität, die Sicherheit, die Ertragskraft sowie der Markterfolg des Unternehmens beurteilt, im Bereich Preis-Leistung wurden zahlreiche Einzelkriterien wie etwa der Leistungsbeginn oder Meldepflichten abgefragt; ebenso ermittelte der Teilbereich Flexibilität eine Note aus verschiedenen Kriterien wie z.B. Überschussverwendung, Beitragsdynamik oder Nachversicherungsgarantie. Für den Bereich Transparenz klopfte der BU-Test für 2018 die Verträge beispielsweise auf die Transparenz bezüglich der Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ab.

Im Ergebnis des BU-Tests für 2018 konnten sich mehrere Versicherer mit ihren Tarifen ganz vorne platzieren: So führte der Tarif SecurAL des Versicherers Alte Leipziger die Punktetabelle bei den kaufmännischen und medizinischen Berufen sowie in den Kategorien Selbständige und Studenten jeweils mit der Note 1,1 an; für handwerkliche Berufe lag er mit derselben Bewertung auf Platz 2 der Rangliste. Unter den Tarifen für Azubis konnte die Alte Leipziger immer noch das Urteil 1,3 erreichen.

Hier erwiesen sich allerdings andere Versicherer als etwas besser – allen voran die Europa Versicherung mit dem Tarif Europa Berufsunfähigkeitsversicherung, der die Bewertung 1,1 erhielt. Auf den Rängen 2 bis 5 folgten die Dialog (SBU-professional), Swiss Life (Swiss Life SBU 4U), Allianz (Allianz BerufsunfähigkeitsPolice) und die Bayerische (BU PROTECT Prestige), die je mit der Note 1,2 abschnitten.

Gerade der Versicherer Allianz, dessen Unternehmensqualität besonders hervorstach, konnte mit seinem Angebot überzeugen und fand sich in drei weiteren Kategorien (Selbständige, Studenten, medizinische Berufe) jeweils unter den drei besten Anbietern. Bei den handwerklichen Berufen setzte sich ebenfalls die Berufsunfähigkeitsversicherung der Europa durch.

Nicht alle der vom IVFP analysierten BU-Versicherungen konnten mit ihrer Qualität punkten: Die schlechteste im BU-Test für 2018 vergebene Gesamtnote lautete 3,2, so dass sich ein Vergleich der verschiedenen Versicherer und BU-Tarife auf jeden Fall lohnt. Tests wie der BU-Test für 2018 des IVFP können eine wertvolle Hilfe sein, wenn es darum geht, sich einen Überblick über die am Markt befindlichen unterschiedlichen Angebote zu verschaffen.

Da der Erwerb einer Berufsunfähigkeitsversicherung aber eine Entscheidung für das ganze Berufsleben sein sollte, ist es sinnvoll, in Frage kommende Tarife vor dem Abschluss eines Vertrages noch einmal genauestens mit dem persönlichen Profil abzugleichen. Generell ist der Abschluss einer BU-Police für jeden Berufstätigen empfehlenswert, da die Berufsunfähigkeitsversicherung einen höchst wichtigen Versicherungsschutz bietet.

BU Test 2017

Dass ein guter Berufsunfähigkeitsschutz nicht viel kosten und dabei sogar noch gut sein kann, zeigt nun ein aktueller Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen der Zeitschrift „Finanztest“: In seiner Ausgabe 7/2017 führt das Verbrauchermagazin insgesamt 74 Tarife von verschiedenen Versicherern auf, wobei sowohl selbständige Berufsunfähigkeitstarife als auch Zusatzversicherungen, die den BU-Tarif an eine Risikolebensversicherungen koppeln, berücksichtigt sind.

Nahezu die Hälfte der getesteten Tarife wurde mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet, die restlichen Tarife erwiesen sich überwiegend als „gut“. Nur sieben erhielten ein „befriedigend“, ein einziger Tarif wurde lediglich für „ausreichend“ befunden. Das Testurteil ergab sich einerseits aus den jeweils zugrundeliegenden Vertragsbedingungen, die mit 75 Prozent in die Wertung eingingen, andererseits aus der Verbraucherfreundlichkeit der Anträge.

Zusätzlich wurden die Jahresbeiträge für einen 30-jährigen Diplomkaufmann sowie einen 25-jährigen Industriemechaniker mit einem Kind und eine 25-jährige medizinische Fachangestellte ermittelt und jeweils Rentenhöhen von 2.000 Euro, 1.500 Euro und 1.000 Euro vorgegeben. Alle drei Modellkunden waren Nichtraucher; das Endalter der Verträge lag bei 67 Jahren.

Viele Versicherer sind preiswert und gut: Der günstigste Jahresnettobeitrag, den die medizinische Fachangestellte für ihre Versicherung zahlte, lag bei 490 Euro; für den Industriemechaniker ermittelte der BU-Test 2017 einen Bestpreis von 782 Euro. Bei Buchung des Tarifs für 782 Euro erwarb der Industriemechaniker allerdings den schlechtesten der „guten“ Tarife und verzichtete damit auf bestimmte vorteilhafte Vertragsvereinbarungen. Das zweitgünstigste Angebot für 894 Euro beinhaltete bereits keine solchen Beschränkungen mehr.

Der Tarif war hier übrigens derselbe wie der günstigste für die medizinische Fachangestellte, der sich gleichzeitig als zweiplatzierter im gesamten Test erwies. Die Bruttobeiträge, bis zu denen die Prämie theoretisch steigen kann, waren mit 633 Euro für die Fachangestellte und 1.192 Euro für den Mechaniker zugleich die preiswertesten im BU-Testvergleich.

Der Diplomkaufmann erhielt das günstigste Angebot, das mit „gut“ (Note 2,4) bewertet wurde, für 614 Euro. Es barg allerdings auch einige Schwächen hinsichtlich der Antragstellung und war darüber hinaus nicht für alle Branchen geöffnet. Einen bereits mit der Note 1,7 ausgezeichneten, allen Branchen zugänglichen Tarif konnte der Kaufmann für 804 Euro beziehen, wobei der Bruttobeitrag dem Nettobeitrag entsprach; einen „sehr guten“ BU-Tarif (Note 1,4) gab es für 816 Euro Netto- bzw. 1.483 Euro Bruttobeitrag im Jahr.

Daneben erhielt der Diplomkaufmann zwei ebenfalls als „sehr gut“ (Note 1,4) eingestufte Angebote zum Preis von 813 Euro Netto- bzw. 1.271 Euro Bruttobeitrag, die wiederum nur Beschäftigten bestimmter Branchen offenstanden. Die am besten bewerteten Angebote mit gutem Preis waren mit integrierter Nachversicherungsgarantie, Dynamik im Leistungsfall und Stundungsmöglichkeit bei Zahlungsschwierigkeiten gleichzeitig sehr flexibel; die Stundungsmöglichkeit im Tarif für 816 Euro Nettobeitrag war jedoch zeitlich auf weniger als zwölf Monate begrenzt.

BU Test 2016

Im Auftrag der Zeitung „Handelsblatt“ hat die Ratingagentur „Franke und Bornberg“ Ende 2016 einen Test von Berufsunfähigkeitsversicherungen durchgeführt. Vor allem preislich offenbaren sich große Unterschiede.

Eine BU-Versicherung ist aber für alle Erwerbstätigen wichtig, da der Staat für Erwerbsunfähige nicht viel Geld übrig hat. Die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ hat im Dezember 2016 mithilfe der Ratingagentur „Franke und Bornberg“ insgesamt 34 Tarife für BU-Versicherungen verglichen.

Diesem Test der Berufsunfähigkeitsversicherungen 2016, der ausschließlich selbständige Berufsunfähigkeitstarife untersucht, wurden drei Modellfälle zugrundegelegt: Ein 30-jähriger Bankkaufmann, der eine BU-Rente von 1.500 Euro absichern möchte, ein 30-jähriger Maschinenbauingenieur, der dieselbe Summe absichert, und ein 45-jähriger Vertriebsleiter, der im Ernstfall eine Rente von 2.500 Euro beanspruchen möchte.

Alle drei Musterkunden des Tests der Berufsunfähigkeitsversicherungen 2016 sind Nichtraucher und ledig. Nach Einschätzung von „Franke und Bornberg“ finden sie die beste Versicherung bei Swiss Life, für die sowohl der Bankkaufmann als auch der Maschinenbauingenieur monatlich 64,56 Euro Nettoprämie zahlen. Die Nettoprämie für den Vertriebsleiter liegt mit 205,64 pro Monat deutlich höher.

Im Gegensatz zur Bruttoprämie, die den reinen Beitrag ohne Abzüge wiedergibt, gibt die Nettoprämie den Preis an, den der Versicherte nach der Verrechnung der erwirtschafteten Überschüsse tatsächlich zahlt. Theoretisch kann der Versicherungsbeitrag bis zur Höhe der Bruttoprämie steigen, wenn die Wirtschaftslage schlecht ist. An Bruttoprämie müssten Bankkaufmann und Maschinenbauingenieur 99,33 Euro im Monat zahlen, der Vertriebsleiter 316,37 Euro.

Auf Platz zwei und drei des Rankings stehen die Stuttgarter Versicherung und die HDI: Hier betragen die Prämien in den Tarifen BUVplus, Tarif 91 bzw. SBU EGO Top für Bankkaufmann und Maschinenbauingenieur jeweils 69,25 Euro netto (Bruttoprämie 104,92 Euro) bzw. 75,38 Euro netto (Bruttoprämie 100,51 Euro) und für den Vertriebsleiter 168,40 Euro netto (Bruttoprämie 205,64 Euro) bzw. 186,07 Euro netto (Bruttoprämie 248,09 Euro). Alle drei Tarife wurden mit „sehr gut“ bewertet.

Ein weiterer, als „sehr gut“ eingestufter Tarif erweist sich für den Vertriebsleiter als noch günstiger: Eine ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung kostet ihn nur 139,85 Euro netto bzw. 202,68 Euro brutto. Der Bankkaufmann kann eine weitere „sehr gute“ Versicherung auch für 59,80 Euro Nettoprämie im Premium-Tarif der Gothaer bekommen; der Maschinenbauer erhält bei der LV 1871 das beste „sehr gute“ Angebot für 52,81 Euro netto, wobei die Bruttopreise mit 86,80 Euro bzw. 97,80 Euro nicht die günstigsten der „sehr guten“ Tarife sind.

Noch etwas günstiger kommen sie bei Canada Life weg: Hier zahlen Ingenieur und Kaufmann nur 52,56 Euro. Der Nettobeitrag entspricht dabei dem Bruttobeitrag. Der Tarif der Canada Life wurde im Test der Berufsunfähigkeitsversicherungen 2016 allerdings nicht mehr als „sehr gut“, sondern nur als „gut“ eingestuft.

Schlusslicht der Auswertung war in allen drei Musterfällen die Debeka, die für den Bankkaufmann eine Prämie von 165,13 Euro netto (220,17 Euro brutto), für den Ingenieur eine Prämie von 115,90 Euro netto (165,57 Euro brutto) und für den Vertriebsleiter eine Prämie in Höhe von 463,89 Euro netto (618,52 Euro brutto) berechnet: Ihr Tarif einer selbständigen BU mit erweiterten Leistungen war einer von zweien, die lediglich ein „ausreichend“ erhielten.

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