Tipps zur privaten Rechtsschutzversicherung

Selbstbeteiligung, Versicherungswechsel und Kündigung 

Eine private Rechtsschutzversicherung unterstützt Sie im Ernstfall und nimmt Ihnen die Angst vor nicht absehbaren Kosten. Um Ihnen eine Hilfestellung zu geben, was Sie im Zusammenhang mit der Rechtsschutzversicherung beachten müssen, haben wir hier für Sie einige Tipps zur privaten Rechtsschutzversicherung zusammengestellt.

Prüfen Sie Ihren Bedarf

Die meisten Versicherer bieten Rechtsschutz im Paket an. Bevor Sie sich für so ein Kombi-Angebot entscheiden, sollten Sie aber genau überlegen, welche Leistungen Sie eigentlich benötigen; vielleicht reicht in Ihrem Fall ja eine Einzelpolice. Für Vielfahrer ist der Verkehrsrechtsschutz wichtig, für Angestellte in Krisenbranchen der Arbeitsrechtsschutz. Wer viel reist, sollte außerdem die Reichweite des Rechtsschutzes beachten. Inzwischen gilt er bei fast allen Anbietern weltweit, allerdings variiert die Dauer des Schutzes auf Reisen je nach Versicherungsgesellschaft. Bei manchen ist er auf wenige Wochen begrenzt.
Auf jeden Fall sollten Sie genau prüfen, wie und wo bei Ihnen hohe Prozesskosten entstehen könnten, und nur das Rechtsschutzpaket abschließen, das auf Ihren persönlichen Bedarf abgestimmt ist.

Beachten Sie die Besonderheiten im Arbeitsrecht

Dass eine Auseinandersetzung um Kündigung und Abfindung vor Gericht landet, ist heute keine Seltenheit mehr. Wenn Sie meinen, dass in Ihrem Fall solch ein Risiko bestehen könnte, sollten Sie ernsthaft über einen Berufsrechtsschutz nachdenken. Denn vor dem Arbeitsgericht gilt eine Besonderheit: hier zahlt jeder Prozessbeteiligte seine Kosten in erster Instanz selbst, egal ob er gewinnt oder verliert. Selbst wenn Sie Recht erhalten, kommen also einige Kosten auf Sie zu.

Vergleichen Sie und holen Sie verschiedene Angebote ein

Wenn Sie darüber nachdenken, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, sollten Sie zunächst Angebote von verschiedenen Anbietern anfordern und vergleichen. Machen Sie in Ihrer Anfrage deutlich, für welche Bereiche Sie Rechtsschutz benötigen. Fordern Sie Informationsmaterial und Antragsformulare an und erkundigen Sie sich nach der Versicherungssumme. Achten Sie außerdem auf Sondertarife, zum Beispiel für Selbstständige, Beamte oder Rentner. Wenn Sie direkt vergleichen wollen, dann können Sie hier den
Versicherungsvergleich Rechtschutzversicherungen nutzen.

Sparen Sie Geld durch Selbstbeteiligung

Gerade wenn man seine Versicherung nur selten in Anspruch nimmt, zahlt sich ein Tarif mit Selbstbehalt aus. Solch ein Vertrag legt fest, dass der Kunde in jedem Schadensfall beispielsweise 150 Euro aus eigener Tasche zahlt. Dadurch sinken die jährlichen Kosten für die Versicherung um bis zu 100 Euro. Darüber hinaus verzichten viele Anbieter auf die Selbstbeteiligung, wenn sich eine Problem mit dem ersten Anwaltsbesuch klären lässt. Viele Anbieter bieten ohnehin nur Policen mit Selbstbehalt an.

Kündigen Sie alte Verträge nicht unbedacht

Auch wenn ein neues Angebot Ihnen verlockend scheint, sollten Sie sich nicht leichtfertig dazu entschließen, eine bestehende Versicherung zu kündigen. In bestimmten Bereichen bieten alte Verträge sogar umfassendere Leistungen als die neuen. Prüfen sollten Sie allerdings die Höhe der Deckungssummen, bis zu denen die Versicherer zahlen. Diese sind in den letzten Jahren gestiegen und liegen inzwischen bei mindestens 200 000 Euro. Wenn die Deckungssumme Ihrer Versicherung weit unter diesem Betrag liegt, sollten Sie über den Abschluss eines neuen Vertrages nachdenken.

Achten Sie auf einen nahtlosen Übergang beim Versicherungswechsel

Sollten Sie sich dafür entscheiden, den Versicherungsanbieter zu wechseln, achten Sie darauf, dass beide Verträge nahtlos ineinander übergehen. So entfällt die ansonsten anfallende Wartezeit, während derer Sie keine Leistungen in Anspruch nehmen könnten.

Beachten Sie die Lücken im Versicherungsschutz

In jedem Bereich des Rechtsschutzes gibt es eine Reihe von Rechtsfragen, welche vom Versicherungs-
schutz ausgenommen sind. Die Kosten von Scheidungs- oder Unterhaltsprozessen übernimmt beispielsweise kaum ein Anbieter. Auch Baustreitigkeiten sind meist nicht mitversichert, ebenso wie vorsätzliche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Und Schadenersatzforderungen fallen in den Bereich der Haftpflichtversicherungen. Über diese Leistungsausschlüsse sollten Sie sich vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung im Klaren sein.
Übrigens gibt es auch keine Leistungen, wenn der Konflikt schon vor Versicherungsbeginn bestand.

Melden Sie Risikoveränderungen

Haben Sie bereits eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen und es kommt in Ihrem Leben zu relevanten Risikoveränderungen, sollten Sie diese sofort Ihrem Versicherer mitteilen. Dabei kann es sich um den Kauf eines neuen Wagens, den Wechsel in eine selbstständige Tätigkeit oder auch nur um Änderungen der Mieteinnahmen handeln. Versäumen Sie es, diese Änderungen anzumelden, riskieren Sie den Verlust Ihres Versicherungsschutzes.

Vergewissern Sie sich über die Kostenübernahme

Bevor Sie einen Rechtsstreit beginnen, sollten Sie oder Ihr Anwalt den Vorgang bei Ihrem Versicherer einreichen und eine Zusage über die Kostenübernahme einholen. Man spricht von einer „Deckungszusage“. Zunächst einmal liegt es im Ermessen der Versicherungsgesellschaft, ob Sie für die Kosten aufkommt oder nicht. Und Sie wollen schließlich nicht Gefahr laufen, Ihren Prozess aus eigener Tasche finanzieren zu müssen. Falls die Versicherung Ihre Anfrage ablehnt, müssen Sie sich damit aber nicht zwangsweise zufrieden geben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Rechtsschutz doch noch einzufordern.

Kündigen Sie selbst

Wer aus seiner Rechtsschutzversicherung herausfliegt, hat danach oft Schwierigkeiten, einen neuen Vertrag abzuschließen. Sollte Ihnen eine Kündigung drohen, beenden Sie den Vertrag lieber rechtzeitig selbst. Dann können Sie sich ohne Probleme nach einem neuen Versicherer umschauen.

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