Rechtsschutzversicherung Testsieger

Private Rechtsschutzversicherungen im Test

Zu Beginn des Jahres hat die Zeitschrift “Finanztest” Tarife für Verkehrsrechtsschutz getestet. Erstaunlich: Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung eignet sich nicht nur für Personen mit Fahrzeug.

In seiner Ausgabe 1/20191 präsentiert das Verbrauchermagazin “Finanztest” einen Test von 130 Versicherungen aus dem Bereich Verkehrsrechtsschutz und deckt dabei fünf Modellfälle ab.

Getestet wurden Tarife für Familien mit einem und mit mehreren Kraftfahrzeugen und Tarife für Alleinstehende mit einem Kraftfahrzeug. Außerdem gab es Bewertungen für Tarife, die Familien und Alleinstehende ohne Fahrzeug versichern.

Tatsächlich kann sich Verkehrsrechtsschutz für Personen ohne Auto lohnen: Denn die Versicherung schützt auch Verkehrsteilnehmer, die als Fußgänger, Radfahrer oder Fahrgast im Nahverkehr unterwegs sind, wie “Finanztest” erklärt. Nach einem Unfall kann der rechtliche Beistand Gold wert sein.

Auch Carsharing und Mietwagen sowie Streit nach Autokauf sind im Verkehrsrechtsschutz häufig inbegriffen. Der Verkehrsrechtsschutz Test 2019 beurteilte einerseits die Qualität des Versicherungsschutzes (90% der Testnote), andererseits die Verbraucherfreundlichkeit der Versicherungsbedingungen (10% der Testnote). Die Beitragshöhe der Tarife stellte hingegen kein Testkriterium dar.

Test Verkehrsrechtsschutzversicherungen 2019

Unter den Tarifen für Verkehrsrechtsschutz der insgesamt 34 überprüften Versicherer fanden sich erfreulicherweise einige hochwertige: So erwiesen sich unter den Tarifen für Familien mit mehreren Fahrzeugen neun als sehr gut und zehn als gut. Familien mit einem Fahrzeug oder ohne Fahrzeug können sich bei denselben Versicherern gut oder sehr gut versichern.

Eine Familie ohne eigenes Kfz bzw. mit einem Fahrzeug erhält eine sehr gute Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbehalt bereits für knapp 70 Euro Jahresbeitrag, mit mehreren Fahrzeugen kostet der Schutz um die 110 Euro.

Alleinstehende ohne Kraftfahrzeug können aus neun sehr guten und immerhin noch sechs guten Tarifen auswählen, Alleinstehende mit einem Fahrzeug aus zehn sehr guten und acht guten Tarifen. Auch hier bewegen sich die günstigsten Beiträge jeweils bei etwa 70 Euro inklusive Selbstbehalt.

Einige der im Verkehrsrechtsschutz Test 2019 getesteten Tarife waren dagegen deutlich teurer: So betrugen die für Familientarife angegebenen Beitragshöhen ohne Selbstbehalt teils 200 Euro und mehr. Dabei waren die Leistungen mitunter etwas besser, allerdings nicht zwangsläufig. Quelle: Finanztest 1/2019, S. 28-35.

Vergleichen, nicht direkt die Rechtsschutzversicherung wechseln!

Wer sich für den Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzpolice interessiert, sollte zunächst verschiedene Angebote auf den Preis und vor allen Dingen auf ihre Leistung abklopfen. “Finanztest” macht darauf aufmerksam, dass sich für Versicherte mit Altverträgen ein Wechsel oft nicht lohnt: In solchen Verträgen seien zum Teil noch Fälle enthalten, die neuere Policen aufgrund einer veränderten verbraucherfreundlicheren Rechtslage nicht mehr deckten. Habe sich aber die Lebenssituation des Vertragsinhabers, z.B. durch Heirat der Kinder, verändert, sei es wiederum sinnvoll, einen bestehenden Verkehrsrechtsschutz zu überprüfen.

Die Testsieger der Rechtsschutzversicherungen 2018

Bereits 2017 hat die Ratingagentur „Franke und Bornberg“ aus Hannover Rechtsschutzversicherungen getestet und dabei die Bereiche Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen unter die Lupe genommen. In diesem Erstrating untersuchten die Testexperten bereits weit über 100 verschiedene Tarife.

Im Jahr 2018 folgte ein weiterer Test der Anbieter von Rechtsschutzversicherungen, der die gleichen Bereiche abdeckte und sogar 256 Rechtsschutzversicherungen verglich, die sich vor allem durch Kombination von Modulen einzelner Tarife ergaben. Die Versicherungen teilten sich wiederum in 134 Tarife für Familien und 122 Tarife für Singles auf.

Die gute Nachricht: 49 der Familientarife wurden mit der Höchstnote FFF (hervorragend) bewertet, was einer Quote von knapp 37 Prozent entspricht. Immer noch knapp 14 Prozent der Tarife erhielten die zweithöchste Bewertung FF+ (sehr gut).

Um ein solches Besturteil zu erlangen, mussten die Rechtsschutzpolicen unter anderem weltweiten Versicherungsschutz bieten und in fast allen Leistungsarten gerichtlichen und außergerichtlichen Schutz zusichern. Unter den Singletarifen machten die Besttarife rund 35 Prozent aus; die Quote an Tarifen mit der Bewertung FF+ belief sich auf etwa 19 Prozent.

Mit der Höchstnote FFF im Bereich des Familien-Rechtsschutz wurden folgende Anbieter ausgezeichnet (die Darstellung erfolgt alphabetisch):

  • ADVOCARD
  • Allianz
  • ARAG
  • AUXILIA
  • Badische
  • BRUDERHILFE
  • Concordia
  • Condor
  • D.A.S.
  • Debeka
  • DEVK
  • DMB
  • HUK-COBURG
  • HUK24 AG
  • IDEAL Versicherung AG
  • NRV
  • RECHTSSCHUTZ UNION
  • ROLAND
  • R+V
  • VHV
  • WGV
  • Württembergische

Ganz ähnlich sieht es bei den Singletarifen aus. Hier sind allerdings Concordia, Debeka, R+V und Condor weggefallen.

Noch Verbesserungspotenzial

Im Vergleich zum Vorjahr zeigte der Test der Rechtsschutzversicherungen 2018 Verbesserungen: So waren 2017 nur etwa 31 Prozent der Familientarife und 30 Prozent der Singletarife mit FFF ausgezeichnet worden. Die zweitbeste Note hatten in der Kategorie der Familien- sowie der Singletarife jeweils knapp 14 Prozent erhalten.

Insgesamt hat sich das Leistungsniveau 2018 gesteigert: So ist der Schutz für Internetnutzer im Hinblick auf Urheberrechtsverletzungen und Online-Reputation vielfach erweitert worden. Generell richteten sich die Versicherer zunehmend an der Lebenswirklichkeit der Verbraucher aus, wie Michael Franke, Geschäftsführer von „Franke und Bornberg“, lobend hervorhob.

Auch Deckungserweiterungen bei Sozial-, Steuer- und Verwaltungsverfahren lägen bei den Rechtsschutzversicherern offenbar im Trend. Dennoch gebe es weiteres Verbesserungspotenzial: Durch Deckelung von Kostenübernahmen könnten die Ausgaben für einen Anwalt beispielsweise häufig kaum gedeckt werden.

Ein Vergleich der Leistungen der einzelnen Tarife lohnt sich also oftmals – ebenso wie ein Preisvergleich: Nach Angaben von „Franke und Bornberg“ lagen die Jahresprämien bei den Familientarifen in der Spitzengruppe zwischen 222,10 Euro und 553,04 Euro; bei den Singletarifen bewegten sie sich zwischen 195,50 Euro und 488,74 Euro. Selbstbehalte von bis zu 400 Euro waren dabei möglich.

Rechtsschutz-Test 2018: Die Bewertungskriterien

Der Test der Rechtsschutzversicherungen 2018 basierte auf der Einzelbewertung von 78 Leistungskriterien, die sich auf 37 Themenschwerpunkte verteilten: Dazu gehörten z.B. allgemeine Leistungen wie die Deckungssumme oder der Geltungsbereich des Rechtsschutztarifes, aber auch die Bereiche Mediation oder Rechtsschutz im Erb-/Familien- und Lebenspartnerschaftsrecht beim Privatrechtsschutz.

Für die einzelnen Leistungen wurden Punkte vergeben, wobei zentrale Leistungen höher bewertet werden konnten als marginale. Die Gesamtpunktzahl, die sich aus den Bewertungen ergab, definierte dann die Note im Ranking.

Test Rechtsschutzversicherung: 2017

Verbraucher sollten bei der Auswahl ihres Rechtsschutzes genau hinsehen: Das empfiehlt jedenfalls die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest. Das Magazin präsentiert in seiner Ausgabe 8/2017 einen Test verschiedener Rechtsschutzangebote, deren Qualität ganz unterschiedlich bewertet wurde.

Untersucht wurden insgesamt 54 Familienpakete von 31 Versicherern, die den Mindestrechtsschutz umfassen. Bedingung dabei war die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro. Im Ergebnis erwiesen sich lediglich 14 Tarife als „gut“, 26 wurden für „befriedigend“ befunden, zwölf noch für „ausreichend“. Zwei Tarife beurteilten die Testexperten im Test der Rechtsschutzversicherungen 2017 als „mangelhaft“.

Das Testurteil ergab sich zu 90 Prozent aus den jeweiligen Versicherungsbedingungen und zu 10 Prozent aus der Verständlichkeit für den Verbraucher. Hinsichtlich der Versicherungsbedingungen wurde ein Hinausgehen über den Mindestschutz als positiv bewertet, außerdem wurden der Kreis der mitversicherten Personen und die Höhe der Deckungssumme beachtet.

Darauf wurde besonders geachtet

Besonders wichtig waren den Testern die Einhaltung der Einjahresregel und eine verbraucherfreundliche Regelung des Versicherungsfalles. Die Einjahresregel sorgt dafür, dass der Rechtsschutz auch dann besteht, wenn sich der erste Vorfall, der zu einem Rechtsstreit führt, mindestens ein Jahr vor Abschluss der Rechtsschutzversicherung ereignet hat.

Versicherer, die die Einjahresregel nicht in den Vertrag aufnehmen, können den Schutz in so einem Fall verweigern. In den letzten Jahren haben einige der von „Finanztest“ bewerteten Versicherer ihre Verträge überarbeitet und die Einjahresregel bei den neuen Policen weggelassen. Generell haben auch viele Versicherer den Versicherungsfall zum Nachteil der Kunden neu definiert.

Als Beispiel nennt „Finanztest“ einen Streitfall aus dem Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung: Nach alter Definition muss der Rechtsschutzversicherer Deckung gewähren, wenn im Moment der Zahlungsverweigerung durch die BU-Versicherung eine Rechtsschutzversicherung bestanden hat.

Arbeitet die Rechtsschutzversicherung aber nach neuer Definition, kann sie die Deckung verweigern, wenn der Grund der Zahlungsablehnung durch den BU-Versicherer zeitlich vor der Rechtsschutzversicherung liegt. Zur Neudefinition in den Versicherungspolicen ist es auch aufgrund von Klagewellen gekommen.

Test Rechtsschutzversicherung: 2014

Finanztest / Stiftung Warentest hat 55 Rechtsschutz-Policen getestet. Dabei hat sich herausgestellt, dass es einige gute Policen gibt, aber jede Rechtsschutzversicherung auch Lücken hat, die von ihr nicht abgedeckt werden.

Ein häufiger Streitpunkt zwischen Versicherungsnehmer und Anbieter sind Fälle, in denen die Streitursache vor Abschluss des Versicherungsvertrags liegt. So klar einem das in der Theorie erscheint (natürlich übernimmt der Versicherer nicht Kosten, die schon beim Abschluss absehbar waren), so unverständlich kann das in der Praxis sein. Manche Streitigkeiten ziehen sich über Jahre hin, ohne das eine Eskalation in Form einer Klage absehbar wäre.

Stiftung Warentest führt als Beispiel einen Arbeitnehmer an, der gegen seine Kündigung vorgehen will und keinen Rechtsschutz vom Versicherer hat, weil die erste Abmahnung wegen Unpünktlichkeit von seinem Arbeitgeber bereits über ein Jahr vor Abschluss der Rechtsschutzversicherung erteilt wurde. Die Streitursache liegt damit vor Versicherungsbeginn.

So rigide Regelungen gibt es allerdings nicht bei allen Versicherern. Bei einigen gilt die Einjahresregel,  das heißt: liegt die Streitursache mehr als ein Jahr vor Abschluss des Versicherungsvertrags, ist der Schaden trotzdem versichert. Den ganzen Test finden Sie in der Ausgabe 12/2014 der Finanztest. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

Getestet wurden Rechtsschutzpakete für eine Familie mit Schutz für die Bereiche Privat, Beruf und Verkehr. Jeweils mit dem Qualitätsurteil „gut“ (1,8) haben Allrecht/Deurag mit dem Tarif „Privat“und DAS mit dem „Premium“-Tarif im Test abgeschnitten. Es folgen ARAG mit „Aktiv Premium“ und HDI/Roland mit dem Tarifpaket„Basis“, „Risiko Plus“ und „Rundum Sorglos“ mit dem Urteil „gut“ (2,0).

Insgesamt wurden von den 55 getesteten Tarifen immerhin 22 als „gut“ bewertet, 20 befriedigend und 13 als ausreichend. Die Schlusslichter sind Direct Line „PBV“, Zurich „MultiPlusmaximo Basis“ und DA Deutsche allgemeine Versicherung „PBV“. Eine leichte Abwertung haben alle Versicherer dadurch erfahren, dass auch die Verständlichkeit der Versicherungsbedingungen untersucht wurde. Hier konnte nur ein Anbieter die Note „befriedigend“ verbuchen, alle anderen mussten sich mit „ausreichend“ oder sogar „mangelhaft“ begnügen.

Bei der Wahl des richtigen Rechtsschutz-Versicherers sollte man immer das Preis-Leistungsverhältnis im Auge haben. Nur auf den Preis abzustellen, kann im Schadensfall zu einem fatalen Leistungsausschluss führen.

Ein Wechsel der Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein, muss aber nicht

Der Wechsel von einem bestehenden Rechtsschutzvertrag zu einem neuen Rechtsschutztarif ist nicht immer sinnvoll. Gerade Policen, die vor 2009 abgeschlossen wurden, bieten nach Angaben von Stiftung Warentest oft noch einen wesentlich umfangreicheren Schutz als die aktuell angebotenen.

Allerdings verändern sich gerade die Anforderungen an die Rechtsschutzversicherung, da Datenschutzrechtsverletzungen durch die Digitalisierung eine deutliche größere Gefahr darstellen als noch vor einigen Jahren. Wer wechseln möchte oder sich erstmalig für eine Rechtsschutzversicherung interessiert, sollte den eigenen Vertrag prüfen und mögliche Tarife gründlich vergleichen.

Ein Wechsel kann beispielsweise auch für Senioren sinnvoll sein, die den in den Standardpaketen enthaltenen Berufsrechtsschutz nicht mehr benötigen. Oftmals ist aber auch eine Umstellung innerhalb des bisherigen Tarifes möglich. Durch den Wegfall des Bausteins Berufsrechtsschutz zahlen Senioren in der Regel weniger als zuvor.

Fazit

In den letzten Jahren haben die Versicherer bei den Rechtsschutzversicherungen schon zugunsten der Verbraucher nachgebessert. An anderen Stellen gibt es durchaus noch Verbesserungspotential. 

Viele scheuen eine Überprüfung ihres bestehenden Versicherungsschutz, weil sie Angst vor dem zeitlichen Aufwand haben, den eine Beschäftigung mit anderen Tarifen mit sich bringt. Um Ihnen in kürzester Zeit einen guten Überblick über die Konditionen der Anbieter zu verschaffen, bieten wir Ihnen  unseren kostenlosen und völlig unverbindlichen Vergleich der Rechtsschutzversicherungen an. So können Sie ganz ohne Zeitaufwand Geld sparen und den optimalen Versicherer für Ihre Bedürfnisse finden.