Todesfallversicherung Risiko

Todesfallversicherung: Neue Kriterien zur Risikobewertung

Der Versicherungsbeitrag einer Todesfallversicherung wird nach individuellen Risiken bemessen. Vor allem das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand sind dabei wichtig. Viele Versicherer machen den Beitrag inzwischen aber auch von weiteren Faktoren abhängig.

BMI
BMI: Ein neuer Risikofaktor einiger Versicherungen

Ähnlich wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung wird auch in der Todesfallversicherung inzwischen stärker nach individuellen Risiken unterschieden: Die Todesfallversicherer beschränken sich in Sachen Risikofaktoren längst nicht mehr auf Alter und Gesundheitszustand.

Der Body-Maß-Index (BMI) oder die Freizeitbeschäftigungen spielen bei der Risikobewertung ebenfalls eine zunehmend bedeutsame Rolle. Durch Ausloten von immer mehr privaten Details wollen die Versicherer die Prämien persönlicher gestalten.

Faktisch führt dies jedoch dazu, dass sich manche den wichtigen Risikoschutz kaum mehr leisten können: Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zahlt ein 34-Jähriger, der eine Summe von 150.000 Euro versichern möchte, bei einem der derzeit günstigsten Versicherer 7,85 Euro pro Monat. Ist der 34-Jährige allerdings übergewichtig, zahlt er schon 2,36 Euro mehr, geht er einem besonderen Hobby wie Gleitschirmfliegen nach, erhöht sich der Beitrag um 4,72 Euro, raucht er gar, zieht der Versicherer den Beitrag um 10,21 Euro an.

Stärkere Risiko-Differenzierung führt zu Abschreckung

Gerade Rauchern wird der Abschluss einer Todesfallversicherung finanziell erschwert: Sie zahlen im Vergleich zu Nichtrauchern mindestens das Doppelte an Beiträgen; bei manchen Versicherern sogar noch mehr. Manche Versicherungsmodelle fragen inzwischen auch den Familienstand ab – mit der Begründung, die Sterblichkeitswahrscheinlichkeit verringere sich, wenn etwa Kinder mit im Haus lebten. Auch werden akademisch Gebildete hinsichtlich der Beiträge besser eingestuft als andere, da sie länger leben sollen.

Die deutliche Differenzierung diene den Assekuranzen offenbar dazu, Personen mit höherem Todesfallrisiko vom Abschluss einer Todesfallversicherung abzuschrecken, während sie junge und gesunde Menschen mit wenig Risiken mit niedrigen Beiträgen anlocke, so Michael Wortberg, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Er fordert, dass die Beiträge einzig anhand der Faktoren Alter, Vertragslaufzeit und Versicherungssumme bemessen werden sollen. Ohnehin sind die meisten der Risikofaktoren nur vor Vertragsabschluss relevant, bei vielen besteht keine Nachmeldepflicht: So muss zwar in den meisten Fällen gemeldet werden, wenn der Versicherte anfängt zu rauchen; wird er aber beispielsweise übergewichtig, interessiert dies die Versicherung in der Regel nicht.

Nicht alle Todesfallversicherer lesen aus

Eine günstige Todesfallpolice zu finden könnte in Zukunft für Personen mit Risikofaktoren also schwieriger werden. Es gibt allerdings immer noch Versicherer, die einem potentiell gefährlichen Hobby wie dem Motorradfahren weniger Bedeutung beimessen als andere und den Fokus bei der Prämienkalkulation nicht darauf legen.

Wer seine Risiken kennt, sollte sich bei der Suche nach einer geeigneten Todesfallversicherung deshalb auf Versicherer konzentrieren, die ihnen weniger Beachtung schenken. Verzichten sollte man auf den Todesfallschutz nach Möglichkeit nicht – jedenfalls dann nicht, wenn man Abhängige zu versorgen hat.

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