Restschuldversicherung Test

Todesfall- und Restschuldversicherungen im Test

Wer einen Immobilienkauf mittels Kredit finanziert, sollte für alle Fälle eine Todesfallversicherung bzw. Restschuldversicherung abschließen. Um Sie der Auswahl der Restschuldversicherung  zu unterstützen, finden Sie nachfolgend einen Test-Überblick.

Immobilienkäufer müssen ihre Immobilie in den allermeisten Fällen durch einen Kredit finanzieren. Gerade dann, wenn die Käufer nicht allein leben, sondern Familie haben, sollte der Kredit finanziell abgesichert werden.

Ansonsten könnte die Familie Haus oder Wohnung wieder verlieren, wenn der Kreditnehmer stirbt und die Raten nicht mehr bezahlt werden können.

Für Fälle der Kreditabsicherung gibt es die sogenannte Restschuldversicherung, die eine Form der Todesfallversicherung (auch: Risikolebensversicherung) darstellt.

Der Versicherungsnehmer versichert die stetig fallende Kreditsumme gegen einen jährlichen Beitrag. Im Falle seines Todes tilgt der Versicherer im Idealfall den gesamten Restkredit, seine Angehörigen sind schuldenfrei. Eine sinnvolle Sache also – doch was kostet so eine Restschuldversicherung überhaupt?

37 Todesfallversicherungen im Test

Im Todesfallversicherung Test 2020 hat „Finanztest“ die Angebote von 37 Versicherern untersucht. Modellkundin war eine 24-jährige kaufmännische Angestellte ohne Risikofaktoren.

Zudem hat das Verbrauchermagazin jeweils die fünf günstigsten Beiträge für einen 55-jährigen kaufmännischen Angestellten und für Policen auf verbundene Leben herausgestellt. Neben Zahlbeitrag und Tarifbeitrag nimmt der Test auch Faktoren wie Nachversicherungsgarantie, Verlängerungsoption und vorgezogene Todesfallleistung in den Fokus.

Die günstigsten Beiträge für die kaufmännische Angestellte bei einer Leistung von 250.000 Euro im Todesfall und 30 Jahren Laufzeit liegen bei 245 Euro bis 314 Euro pro Jahr. Diese Tarife stellen gleichzeitig auch die besten Angebote für Raucher dar, die allerdings bis auf 850 Euro hochgehen.

Einer der Anbieter bietet zugleich auch die besten Tarifbeiträge, die den Zahlbeiträgen entsprechen. Hier werden die Überschüsse jedoch auf die Todesfallsumme angerechnet – gibt es keine Überschüsse, sinkt auch die Deckungssumme.

Was versteht man unter dem Zahlbetrag?

Der Zahlbeitrag ist der tatsächliche Beitrag, den der Kunde entrichten muss. Er wird errechnet, indem Überschüsse, die der Versicherer erwirtschaftet, vom Tarifbeitrag abgezogen werden. Werden gar keine Überschüsse erwirtschaftet, kann der Zahlbeitrag theoretisch bis zur Höhe des Tarifbeitrags ansteigen.

Der teuerste Zahlbeitrag für die nichtrauchende Kundin liegt bei 888 Euro im Jahr; der höchste Tarifbeitrag beträgt 1.352 Euro. Raucher zahlen beim teuersten Anbieter sogar 2.433 Euro für ihre Todesfallversicherung, im Tarifbeitrag bei einem anderen Anbieter 3.812 Euro.

Dazwischen gibt es viele weitere Tarife, die unterschiedlich viel kosten. In punkto Leistung dagegen unterscheiden sich die Angebote laut „Finanztest“ weniger.

Bei 55-jährigen Kunden, die 200.000 Euro bei einer Laufzeit von zehn Jahren versichern, beginnen die günstigsten Angebote für Nichtraucher bei 429 Euro, für Raucher bei 1.096 Euro. Die Tarifbeiträge belaufen sich auf 953 Euro und 3.133 Euro. Es gibt allerdings jeweils Angebote mit günstigeren Tarifbeiträgen.

Verbundene Lebensversicherungen mit 30 Jahren Laufzeit, die eine Summe von 250.000 Euro absichern, müssen für Nichtraucher nicht teurer sein als 518 Euro, für Raucher beginnen sie ab 1.163 Euro. Auch hier liegen die Tarifbeiträge mit 1.150 Euro und 3.324 Euro über den günstigsten.

Eine Todesfallversicherung auf verbundene Leben versichert mehrere Personen auf einmal und eignet sich daher, wenn sich Ehepartner oder Geschäftspartner gegenseitig absichern wollen. Wenn eine der versicherten Personen stirbt, wird die Versicherungssumme ausgezahlt. Auch wenn alle versicherten Personen sterben, wird die Summe (einmalig!) ausgeschüttet.

Restschuldversicherung Test: Es geht auch günstig

Welche Restschuldversicherungen sind günstig und gut? Die Antwort darauf gibt ein aktueller Test der Zeitschrift „Finanztest“ zu Restschuldversicherungen (Ausgabe 8/2017), der 26 Angebote von zwölf Versicherern vorstellt, die die Tester für einen Musterfall untersucht haben.

Der Musterkunde war 35 Jahre alt, Nichtraucher, und zahlte ein Darlehen von 200.000 Euro über eine Gesamtlaufzeit von 20 Jahren ab. Der Nominalzins betrug 2 Prozent bei 100 Prozent Auszahlung, der Effektivzins 2,018 Prozent. Die Anfangstilgung gibt „Finanztest“ mit 4 Prozent an, die am Ende verbleibende Restschuld mit 3.500 Euro.

Getestet wurden drei verschiedene Arten der Restschuldversicherung: Einmal die Variante mit jährlicher Anpassung der Versicherungssumme an den Tilgungsplan, einmal Tarife, deren Deckungssumme erst gleich bleibt und dann konstant absinkt.

Eine weitere Art der Restschuldversicherung ist die mit stetig fallendem Versicherungsschutz. Fast die Hälfte der im Test der Restschuldversicherungen 2017 vertretenen Versicherer bietet alle Möglichkeiten an.

Als verbraucherfreundlich bewertete „Finanztest“ diejenigen Versicherungen, die sich genau an den Tilgungsplan halten: Hier ist stets ein lückenloser Versicherungsschutz gegeben. Bei der Variante der Versicherung mit konstant fallendem Versicherungsschutz hingegen kann sich eine Unterdeckung ergeben, da die Versicherungssumme schneller fällt als die Restschuldsumme.

Obwohl diese Angebote günstiger ausfallen können, sollten sich Kreditnehmer den Angaben der Testexperten zufolge für den angepassten Schutz entscheiden. In dieser Kategorie müssen Verbraucher laut dem Test zu Restschuldversicherungen 2017 über die Gesamtlaufzeit der Versicherung nicht mehr als knapp 1.100 Euro zahlen – vorausgesetzt, sie entscheiden sich für einen günstigen Versicherer. Das teuerste, „Finanztest“ unterbreitete Angebot lag bei 2.397 Euro.

Tipps zur Restschuldversicherung

Die Zeitschrift Finanztest empfiehlt Partnern, die gemeinsam einen Kredit abzahlen, eine doppelte Absicherung über zwei Restschuldversicherungen. Die jährlichen Beiträge der Versicherung werden von den Versicherern unterschiedlich berechnet: Einige verlangen jedes Jahr den gleichen Beitrag, andere beginnen mit einer geringeren Summe, die sich im Lauf der Jahre steigert. Nach Angaben von „Finanztest“ berücksichtigen die Versicherer aber auch die Zahlungswünsche von Kunden.

Der Abschluss einer Restschuldversicherung ist immer freiwillig und muss nicht getätigt werden, um einen Kredit zu erhalten. Versicherungsangebote des Kreditfinanzierers selbst sollten besonders kritisch bewertet und mit Alternativen verglichen werden, da sie teuer ausfallen können.

Wer keinen Immobilien-, sondern lediglich einen Kleinkredit aufnimmt, wird oftmals zum Abschluss einer Restschuldversicherung gedrängt. Hier ist die Versicherung jedoch meist überflüssig und kostet unverhältnismäßig viel Geld.

Restschuldversicherungen im Vergleich

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