Neue Rentenversicherungen

Neue Rentenversicherungen sorgen für mehr Flexibilität

Immer mehr neue Rentenpolicen, die Mischkonzepte zwischen klassischer Rentenversicherung und Fondspolice sind, buhlen um die Gunst der Anleger. Wie diese Produkte hinsichtlich Planbarkeit und Renditechancen zu bewerten sind, lesen Sie hier.

Neue Rentenversicherungen
Neue Rentenversicherungen bieten mehr Flexibilität

Anlass für die Erarbeitung neuer Rentenversicherungs-konzepte verschiedener Versicherungen ist die Unzufriedenheit vieler Kunden mit dem derzeitigen Angebot an Rentenversicherungen.

Entscheidet man sich für eine klassische Rentenversicherung, ist die Rente planbar und sicher, die Renditechancen sind, den niedrigen Kapitalmarktzinsen folgend, allerdings sehr gering.

Fondspolicen dagegen erhöhen die Renditechancen, dies wird aber vom Anleger mit fehlender Zinszusage und nicht garantierter Mindestrente teuer bezahlt. Riester Fondspolicen und Indexpolicen sollen als Hybridprodukte dienen, sind aber oft nur für Anleger interessant, die sich mit den aktuellen Aktienkursen auskennen und ihre Altersvorsorge gerne aktiv gestalten wollen.

Stiftung Warentest hat in der Ausgabe der Finanztest 05/2014 zwei neue Rentenversicherungen genauer unter die Lupe genommen: Allianz „Perspektive“ und Ergo „Rente Garantie“.

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Allianz „Perspektive“ und Ergo „Rente Garantie“ im Vergleich

Bei dem neuen Allianz-Produkt handelt es sich um eine klassische Rentenversicherung mit hoher Überschussprognose und Kapitalgarantie, d.h. zu Rentenbeginn stehen dem Anleger mindestens die eingezahlten Beträge zur Verfügung. Das Geld wird dabei überwiegend in sicher verzinste Anlagen investiert.

Eine dauerhafte Mindestverzinsung gibt es allerdings – im Gegensatz zu den meisten klassischen Rentenversicherungspolicen – nicht. Die zugesagte Überschussbeteiligung liegt dafür aber über denen einer klassischen Rentenversicherung. Laut Finanztest ist diese Anlageform vor allem für Kunden, die am Ende der Laufzeit die Kapitalabfindung wählen, interessant. Denn die Allianz entscheidet erst bei Rentenbeginn, wie das Kapital in Rente umgerechnet wird, was die Rente eventuell schmälern und sie damit geringer ausfallen lassen kann als in anderen Policen.

Das Produkt Ergo „Rente Garantie“ setzt auf Fondsinvestments und sichert die Kundengelder mit einer Rückversicherung ab. Der größte Teil der Beiträge fließt in Mischfonds. Der Anleger hat auch hier, wie bei dem Allianz-Produkt, keinen Einfluss auf die Geldanlage. Außerdem entfällt bei beiden Anbietern eine Mindestverzinsung, die den Versicherern in der derzeitigen Niedrigzins-Phase zunehmend zu schaffen macht.

Garantiert werden bei Ergo zu Beginn der Rente mindestens die eingezahlten Beträge, außerdem wird ein Umrechnungsfaktor für das über den Beitragserhalt hinausgehende Kapital festgelegt. Die Renditechancen bei solchen Fondspolicen sind meist deutlich höher als bei klassischen Produkten, allerdings ist die Bewertung der Qualität der Fonds, in die Ergo investiert, laut Finanztest noch nicht möglich.

Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Produkten besteht darin, dass die Allianz dem Kunden einen garantierten Betrag zurückerstattet, wenn der Kunde vorzeitig kündigt. Ein fester Rückkaufswert wird von Ergo nicht garantiert.

Axa „Relax Rente Comfort, Classic und Chance“

Im Januar 2014 brachte Axa eine neue Indexpolice auf den Markt, die „Relax Rente“. Sie verspricht hohen Wertzuwachs durch Beteiligung an einem Index, welcher sich an der Wertentwicklung der 50 führenden Unternehmen in Europa orientiert. Je nach Sicherheitsbedürfnis oder Anlegefreudigkeit kann der Kunde sich für eines der drei Konzepte „Comfort“, „Classic“ oder „Chance“ entscheiden.

Je nach Anlagekonzept variieren die Anlagearten und Mitspracherechte des Anlegers. Vertraut man seinem Versicherer, kann man diesem die Anlage komplett überlassen. Entscheidet man sich dagegen, kommt es darauf an, ob eine Höchststandsgarantie gewünscht ist, oder ob Sie die Aktienchancen nutzen wollen: Die Variante „Classic“ setzt auf Sicherheit und verzichtet auf Fondsanlagen, während „Chance“ verstärkt auf die Rendite setzt.

Die Versicherung ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut, der Anleger kann seine Schwerpunkte (Rendite, Garantie, Wertzuwachs) selbst bestimmen.

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