Lebensversicherung Arten

Arten der Lebensversicherung im Vergleich

Viele Deutsche denken bei dem Wort „Versicherung“ als erstes an den Verkaufsschlager der Versicherungsbranche: Die Lebensversicherung, die sowohl als Sparprodukt als auch als reiner Todesfallschutz abgeschlossen werden kann. Im Folgenden möchten wir Ihnen die drei Arten der Lebensversicherung kurz vorstellen und die wichtigsten Merkmale erläutern.

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Welche Lebensversicherung ist für Sie geeignet?

Mit einer Lebensversicherung lässt sich gleichzeitig Kapital ansparen und für die Familie vorsorgen. Wenn der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Vertragslaufzeit stirbt, kommt eine zuvor vereinbarte Summe den Hinterbliebenen zugute. Stirbt er nicht, kann er das Gesparte danach selbst in Anspruch nehmen. Beides ist mit einer Kapitallebensversicherung oder einer fondsgebundenen Lebensversicherung möglich.

Alternativ können auch Versicherungen abgeschlossen werden, die nur den Sterbefall absichern – das sind sogenannte Risikolebensversicherungen. Eines haben alle drei Produkte gemeinsam: Sie binden den Versicherungsnehmer oft auf Jahrzehnte an den gewählten Vertrag. Jeder, der über den Abschluss einer Lebensversicherung nachdenkt, sollte sich daher genau überlegen, welches Produkt das richtige für ihn ist.

Arten der Lebensversicherung: Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung ist eine der beliebtesten Versicherungen der Deutschen. Derzeit laufen mehr als 90 Millionen Lebensversicherungspolicen, zwei Drittel davon sind Kapitallebensversicherungen. Diese Form der Lebensversicherung eignet sich sowohl zum Ansparen als auch als Hinterbliebenenschutz. Der Versicherer investiert den größten Teil des Eingezahlten in festverzinsliche Wertpapiere und einen geringeren Anteil in Aktien, zudem garantiert er eine Mindestverzinsung.

Schwierig ist allerdings, dass dem Versicherten zu Vertragsbeginn zwar bekannt ist, wie hoch Todes- und garantierte Erlebensfallsumme sind, nicht jedoch, wie seine Beiträge letztlich verwendet werden. Gespart wird nämlich nur ein Teil der Beiträge; der Rest entfällt auf Abschluss- und Vertriebskosten sowie auf den Risikoschutz. Während die Kosten für Abschluss und Verwaltung seit 2008 von den Versicherern mitgeteilt werden müssen, ist der Anteil für den Todesfallschutz meist eine unbekannte Größe. Üblicherweise werden insgesamt aber nur zwischen 75 und 80 Prozent der Einzahlungen tatsächlich verzinst.

Auch steuerfrei sind die Kapitallebensversicherungen nicht mehr: Alle Lebensversicherungspolicen, die ab 2005 abgeschlossen werden, unterliegen in der Auszahlungsphase der Steuer. Wer heute einen neuen Vertrag eingeht, muss allerdings nur die Hälfte der Erträge mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Voraussetzung dafür ist eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren, zudem müssen weitere Kriterien erfüllt sein. In der Ansparphase sind die Aufwendungen für eine Kapitallebensversicherung inzwischen nicht mehr steuerlich absetzbar. Weitere Informationen zur Kapitallebensversicherung.

Arten der Lebensversicherung: Fondsgebundene Lebensversicherung

Auch die fondsgebundene Lebensversicherung ist Geldanlage und Absicherung zugleich. Im Vergleich zur Kapitallebensversicherung legt der Versicherer das Eingezahlte ausschließlich in Investmentfonds an. Welche Fonds bespart werden, kann der Versicherte meist selbst entscheiden und dabei aus Aktien-, Renten- und Mischfonds auswählen. Auch hier wird nicht alles Geld verwendet: Das Sparkapital wird in einen eigenen Topf einbezahlt, der in die Fonds gesteckt wird; das Restliche fließt in Todesfallschutz und Vertragskosten, die je nach Versicherer moderat oder sehr hoch sein können.

Im Vergleich zur Kapitallebensversicherung weiß der Kunde hier genau, wie groß sein Sparvermögen ist – er erhält sogar eine jährliche Aufstellung darüber. Die fondsgebundene Lebensversicherung ist allerdings deutlich stärker risikobehaftet als die Kapitallebenpolice. Sie garantiert prinzipiell weder eine Mindestverzinsung noch gibt sie eine Garantie auf die eingezahlten Beiträge – der Anleger ist also völlig von der Kapitalmarktentwicklung abhängig. Mittlerweile gibt es Anbieter, die auch Policen mit Kapitalschutz anbieten. In Bezug auf die Steuerersparnis verhält sich die fondsgebundene Lebensversicherung analog zur Kapitallebensversicherung. Weitere Informationen zur fondsgebundenen Lebensversicherung.

Arten der Lebensversicherung: Risikolebensversicherung / Todesfallversicherung

Während bei Kapital- und fondsgebundener Lebensversicherung für viele der Spargedanke im Vordergrund steht, ist die Risikolebensversicherung eine reine Todesfallversicherung, mit der sich kein Geld sparen lässt. Stirbt der Versicherungsnehmer innerhalb der vereinbarten Laufzeit, erhält ein Begünstigter eine zuvor festgelegte Deckungssumme. Tritt der Tod des Versicherungsnehmers in dieser Zeit jedoch nicht ein, ist das eingezahlte Geld verloren. Der Abschluss einer solchen Versicherung ist nur dann sinnvoll, wenn es tatsächlich Angehörige gibt, die beim Tod des Versicherten versorgt werden müssen: Vor allem für junge Familien oder Paare mit nur einem Einkommen ist er deshalb wichtig.

Da die Risikolebensversicherung eine reine Risikoversicherung ist, sind die Beiträge häufig gering. Außerdem können bei vielen Versicherern fallende Versicherungssummen vereinbart werden. In diesem Fall verringert sich die Deckungssumme von Jahr zu Jahr, gleichzeitig zahlt der Versicherungsnehmer auch weniger Beiträge. Durch fallende Versicherungssummen und -beiträge wird die Police an einen sinkenden Versorgungsbedarf angepasst. Die Risikolebensversicherung kann im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden.

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