Abschluss Lebensversicherung

Darauf kommt es beim Abschluss einer Lebensversicherung an

Der Abschluss einer Lebensversicherung ist eine bindende Angelegenheit. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, was Sie wollen: Welche Art der Lebensversicherung ist für Sie empfehlenswert? Wie hoch soll die Todesfallsumme sein? Ist es sinnvoll, eine dynamische Beitragssteigerung zu vereinbaren? Wir haben hier einige Tipps zum Abschluss einer Lebensversicherung für Sie zusammengefasst.

Wichtige Fragen
Hinterfragen Sie wichtige Vertragsbedingungen!

Wenn Sie sich mit dem Gedanken beschäftigen, eine Lebensversicherung abzuschließen, sollten Sie sich zunächst überlegen, welche Art von Lebensversicherung es sein soll: Während die Kapitallebensversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung Sparvertrag und Hinterbliebenenschutz miteinander kombinieren, stellt die Risikolebensversicherung eine reine Todesfallversicherung dar, die keine Sparleistung erbringt.

Bei den meisten Versicherern können Lebensver-sicherungen bereits ab einem Alter von 15 Jahren abgeschlossen werden.

Zu beachten ist jedoch: Eine Lebensversicherung dient zunächst einmal der Absicherung von Angehörigen. Sind keine Angehörigen vorhanden, die abgesichert werden müssen, ist eine Lebensversicherung deshalb eigentlich überflüssig.

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Lebensversicherung

Todesfallschutz in ausreichender Höhe wählen

Spätestens mit der Gründung einer Familie sollte man jedoch über eine Absicherung für Partner und/oder Kinder nachdenken. Sie sollen schließlich nicht mittellos dastehen, falls man plötzlich stirbt. Ist für diesen Fall ein reiner Todesfallschutz gewünscht, empfiehlt sich eine Risikolebensversicherung. Diese besticht oft durch vergleichsweise geringe Beiträge, denn hier wird tatsächlich nur das Risiko des Todes des Versicherten abgesichert.

Es gibt den Todesfallschutz jedoch auch in Kombination mit dem Spargedanken, spielt er eine Rolle, kann eine Kapitallebens- oder eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen werden. Zum Sparen eignet sich dabei eher die Kapitallebensversicherung, denn bei den Fondspolicen kann es je nach Modell zu Verlusten der Einlagen kommen. Fondsgebundene Policen können jedoch deutlich mehr Rendite einbringen.

Familien mit kleinen Kindern sollten etwa mit vier bis fünf Jahresgehältern kalkulieren. Sind die Kinder bereits groß oder ist nur ein Ehepartner abzusichern, reichen je nach Vermögen und Versorgungsansprüchen ein bis drei Jahresgehälter. Gerade wenn ganze Familien zu versorgen sind, empfehlen Experten, eine Summe von mindestens 100.000 Euro abzusichern.

Lebensversicherung Abschluss: Dynamik – ja oder nein?

Ein weiterer Tipp zum Abschluss einer Lebensversicherung betrifft die Dynamik: Wenn Sie Ihren Vertrag abschließen, müssen Sie sich überlegen, ob die Beiträge dynamisch ansteigen sollen oder nicht. Die Dynamisierung ist dazu gedacht, während der Ansparzeit einen Inflationsausgleich zu schaffen. Der Beitrag erhöht sich dann in bestimmten Abschnitten um etwa 3 bis 5 Prozent.

Experten bemängeln allerdings, dass nur ein geringer Teil der Beitragsanpassung tatsächlich dem Sparanteil des Versicherten gutgeschrieben werde. Daneben erhalte einerseits der Versicherungsvertreter eine Provision aus der Steigerung, andererseits fließe ein Teil in den Risikobeitrag. Letzterer berechne sich aus dem Alter, das der Versicherte zum Zeitpunkt der Erhöhung jeweils habe, so dass ein großer Teil des Ausgleichs letztlich dem Versicherer zugute komme.

Sind Kombiprodukte, zum Beispiel eine Lebensversicherung mit BU-Schutz, sinnvoll?

Häufig werden in Kombination mit fondsgebundenen und Kapitallebensversicherungen Zusatzversicherungen angeboten. So kann beim Abschluss der Lebensversicherung beispielsweise ein Schutz gegen Berufsunfähigkeit in die Police integriert werden. Mitunter wird Kunden auch angeboten, sich mit der doppelten Todesfallsumme gegen Unfalltod abzusichern. Von solchen Kombiprodukten raten Fachleute aber ab, denn soll eine der beiden Versicherungen nicht mehr fortgeführt werden, muss in der Regel auch die andere beendet werden.

Wird beispielsweise eine Lebensversicherung gekündigt, die mit einem Berufsunfähigkeitsschutz zusammenhängt, kann es schwierig und teuer werden, an eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung zu kommen, wenn zwischen dem Abschluss der Kombipolice und dem Kündigungszeitpunkt mehrere Jahre liegen.

Auf Rückkaufwerte achten

Ein besonders wichtiger Tipp zum Abschluss einer Lebensversicherung betrifft die Rückkaufwerte, die die Versicherung im Vertrag gewährt. Sie geben an, wie viel Geld der Kunde zurückerhält, wenn er seine Police vorzeitig kündigt. Dass Versicherte ihren Vertrag nicht bis zum Ende durchhalten, geschieht in der Tat sehr häufig, so dass es sich durchaus lohnt, sich über diesen Punkt zu informieren. Das gilt jedoch nur für Kapitallebensversicherungen, da für Fondspolicen keine Rückkaufwerte angegeben werden können.

Gute Versicherer stellen die Entwicklung der Rückkaufwerte möglichst lückenlos und für den Kunden nachvollziehbar dar. In den ersten Jahren der Versicherung sind die Rückkaufwerte meist niedrig, erst nach elf bis achtzehn Jahren bekommen Kunden in der Regel das zurück, was sie an Geld in den Vertrag gesteckt haben. Manche Anbieter bieten jedoch bereits zu frühen Zeitpunkten gute Rückkaufwerte an, so dass die sogenannte „Gewinnschwelle“ bereits nach sechs oder sieben Jahren erreicht wird.

Abschluss Lebensversicherung: Nicht zu lange warten!

Wer sich dafür entscheidet, eine Lebensversicherung abzuschließen, sollte sicher sein, dass er auch das nötige Durchhaltevermögen besitzt. Rein statistisch betrachtet wird fast jeder zweite Lebensversicherungsvertrag vorzeitig gekündigt. Dabei ist es gerade in Sachen Lebensversicherung mit Sparfunktion essentiell, den Vertrag möglichst bis zum Ende der Laufzeit fortzuführen, denn nur Verträge, die mindestens zwölf Jahre laufen und kontinuierlich bespart werden, werden nicht mit Abgeltungssteuer belegt, sondern in der Auszahlungsphase günstiger besteuert. Dies gilt jedenfalls für Verträge, die seit April 2009 abgeschlossen werden.

Ebenso dürfen die Verträge, die ab 2012 abgeschlossen werden, nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres ausgezahlt werden, um den Steuervorteil noch zu erhalten. Wer seinen Vertrag nicht länger als die notwendigen zwölf Jahre besparen möchte, sollte seine Lebensversicherung also womöglich eher später abschließen. Zu lange sollte man jedoch auch nicht warten: Die Beitragsberechnung richtet sich nämlich nicht nur nach der gewünschten Versicherungssumme, sondern auch nach anderen Faktoren, unter anderem spielen hier Alter und Gesundheitszustand eine Rolle. Wer das Abschließen der Lebensversicherung zu sehr hinauszögert, zahlt am Ende also unter Umständen drauf. Außerdem werden die Policen in der Regel nur bis zu einem Alter von 65 Jahren angeboten – danach ist das Risiko für das Unternehmen zu groß.

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