Riester Auszahlung

Riester Rente Auszahlung: Sofortrente oder Auszahlplan?

Wer einen Riester Banksparplan hat, kann sich vor Beginn der Rentenphase entscheiden, in welcher Form die Auszahlung der Riester Rente erfolgen soll. Zur Auswahl stehen sowohl eine Sofortrente als auch ein Auszahlplan mit anschließender Rentenversicherung. Doch was ist vorteilhafter für den Kunden?

Bei Riester Banksparplänen gibt es in der Rentenphase zwei Auszahlungsoptionen: Sofortrente oder Auszahlungsplan. Entscheidet der Riester-Sparer sich für eine Sofortrente, wählt er damit eine sofort beginnende Rentenversicherung.

Die Bank schließt dann einen Vertrag mit einer Versicherung ab. Die Versicherung wiederum zahlt dem Sparer lebenslang seine monatliche Rente, die sich aus einer garantierten Rente und möglichen Überschüssen zusammensetzt.

Die Option Sofortrente schließt die Möglichkeit einer Rentengarantiezeit ein, wie sie auch in der privaten Rentenversicherung gewählt werden kann. Stirbt der Versicherte noch vor dem Ende der Garantiezeit, können Angehörige in der verbleibenden Zeit von der Rente profitieren.

Beim Auszahlplan wird zunächst monatlich ein Teil des Angesparten ausgezahlt. Die eigentliche Rentenversicherung beginnt erst mit Vollenden des 85. Lebensjahres des Kunden. Um die Auszahlung der Riester Rente auch nach dem 85. Geburtstag zu sichern, legt die Bank einen Teil des eingezahlten Geldes zu Beginn der Auszahlungsphase zurück.

Diesen Teil erhält dann ein Versicherungsunternehmen. Der Rest wird mit einem variablen Zinssatz verzinst, wobei der Kunde die Zinsen zum Jahresende zusätzlich zur Rente erhält. Der Zinsertrag sinkt jedoch mit jedem Jahr, da das verzinste Kapital stetig weniger wird.

  Sofortrente Auszahlungsplan
Auszahlungsmodus monatliche Rente aus Garantierente und möglichen Überschüssen bis zum 85. Geburtstag monatliche Auszahlung aus Auszahlplan mit variabler Verzinsung, danach monatliche Rente aus Rentenversicherung
Dauer der Rentenzahlung lebenslang lebenslang
Hinterbliebenenschutz Vereinbarung einer Rentengarantiezeit (meist 10 Jahre) möglich bei Tod vor Beginn der Rentenversicherung erhalten Hinterbliebene das Restkapital aus dem Auszahlplan, bei Tod nach Beginn nichts

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Riester Banksparpläne

Um zu ermitteln, welche Option der Riester Auszahlung für den Kunden besser geeignet ist, hat die Zeitschrift „Finanztest“ im November 2012 Angebote für Sofortrenten mit solchen für Auszahlpläne verglichen. Dabei wurde angenommen, dass ein 65-Jähriger eine Summe von 10.000 Euro erspart hätte.

Die Angebote für Sofortrenten, die den Testern dafür unterbreitet wurden, lagen garantiert zwischen 35,60 Euro und etwa 39 Euro monatlich. Allerdings enthielten viele Sofortrenten eine obligatorische Rentengarantiezeit, die die Rente schmälern. Beim Auszahlplan erhielt der Modellkunde zwischen 29 und 32 Euro. Einzig die Riester Auszahlung der Mainzer Volksbank fiel mit 41 Euro monatlich aus dem Rahmen, da hier statt des üblichen variablen ein fester Zinssatz von 3 Prozent gilt.

Kunden setzen bei Auszahlung der Riester Rente auf Sicherheit

Wer eine Sofortrente wählt, kann aufgrund der Überschüsse tendenziell mehr Rente erhalten als ein Kunde mit Bankauszahlplan – das gilt nach Angaben von „Finanztest“ selbst dann, wenn man das Spitzenangebot der Mainzer Volksbank mit festem Zinssatz zugrundelegt. Denn bei dieser Bank könne der Einzahler bereits vier Jahre nach Rentenbeginn schon 45 Euro pro Monat erzielen, entscheide er sich für eine Sofortrente.

Dennoch, so die Experten der Zeitschriften, trauten die meisten Kunden der Mainzer Volksbank den Prognosen hinsichtlich der Überschüsse nicht und wählten lieber den Bankauszahlplan statt der Sofortrente.

Wechsel zu anderem Anbieter kann lukrativ sein

Unter Umständen können Sparer aber grundsätzlich mehr Kapital aus ihrem Vertrag schlagen: Denn sie sind nicht gezwungen, den Versicherer zu akzeptieren, den ihre Bank vorschlägt, oder sich die Rente von ihrer Bank auszahlen zu lassen. Kunden, die vor der Auszahlungsphase der Riester Rente zu einer anderen Bank, einem Versicherer oder einer Fondsgesellschaft wechseln, machen oft das bessere Geschäft. So bietet der Kooperationspartner der Volksbank, die R+V Versicherung, laut „Finanztest“ sogar ein günstigeres Angebot, wenn der Kunde dort ohne Vermittlung der Bank eine Sofortrente erwirbt – die R+V offeriert für 10.000 Euro Sparkapital nämlich rund 40 Euro an garantierter monatlicher Rente.

Ungefähr gleich viel bieten die HanseMerkur und die HanseMerkur24. Diese drei Versicherer sind jedoch zugleich die einzigen, die Kunden mit Riestervertrag auch kurz vor Rentenbeginn akzeptieren. Andere verlangen, dass der Sparer bereits einige Jahre vor Rentenbeginn zu ihnen überwechselt. Ähnlich sieht es bei den Fondsgesellschaften aus: Hier können Sparer nur bei Union Investment anklopfen, wenn sie kurz vor der Auszahlung der Riester Rente noch wechseln wollen – und dies auch nur bei einem bestimmten Tarif. Bei Deka, DWS und einem anderen Tarif von Union Investment gelten Wartefristen von zwei bis zehn Jahren.

Tipp

Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist im Anschluss an die Sparphase beim Riester Banksparplan grundsätzlich immer möglich. De facto gibt es derzeit allerdings kaum Anbieter, die einen Wechsel kurz vor dem Ende der Sparphase noch zulassen.

Experten empfehlen deshalb, sich bereits etwa fünf Jahre vor dem Ende der Sparzeit Gedanken über die Auszahlung zu machen und gegebenenfalls zu wechseln.

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