Heilpraktiker

Heilpraktiker: Berufsprofil und Selbständigkeit

Viele Menschen vertrauen der Schulmedizin nicht bedingungslos und suchen alternative Heilmethoden. Heilpraktiker haben in den letzten Jahren damit zunehmenden Zulauf. Wir sagen Ihnen wie das Berufsprofil von Heilpraktikern aussieht.

Heilpraktiker betrachten den Menschen als Ganzes und sehen Krankheiten als Ausdruck von Störungen des seelischen und körperlichen Gesamtgefüges. Bei der Behandlung greifen Heilpraktiker nicht wie Schulmediziner auf die gängigen Medikamente und Methoden zurück, sondern suchen nach wirksamen Naturheilverfahren und homöopathischen Mitteln.

Der einzelne Mensch steht viel stärker im Zentrum der Behandlung und die Verfahren werden ganz auf ihn angepasst. Heilpraktiker haben häufig sehr viel mehr Zeit für den Patienten als Ärzte. Bei der Anamnese können somit auch schwierige private Umstände und seelische Belastungen als Auslöser für Krankheiten ins Auge gefasst und behandelt werden.

Die Heilpraktiker-Prüfung ist eine der schwierigsten überhaupt und schreckt viele mit einer unfassbar hohen Durchfallquote von etwa 70 % ab. Andere sind bereit sie solange zu wiederholen, Zeit und Nerven aufzuwenden, bis es endlich klappt. Lesen Sie hier, welche Aufgaben Heilpraktiker haben, welche Eigenschaften man mitbringen sollte, welche Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten in diesem Beruf warten und welche Versicherungen Heilpraktiker dringend haben sollten.

Aufgaben von Heilpraktikern

Zu Anfang einer Behandlung beim Heilpraktiker steht immer eine ausführliche Anamnese. Der Heilpraktiker befragt seinen Patienten hinsichtlich seiner Lebensumstände und nach den Bedingungen in seiner Umwelt. Danach stellt er eine Diagnose, die er mit dem Patienten bespricht und macht Vorschläge für die weitere Behandlung, die in Absprache mit dem Patienten geplant wird. Im Rahmen der Behandlung kann der Heilpraktiker Injektionen verabreichen, Inhalationen und Wundbehandlungen durchführen, Bestrahlungen und Lymphdrainagen verabreichen und rezeptfreie Arzneimittel verordnen.

Auch Akupunktur, Balneo- oder Hydrotherapie, Hautbehandlungen und Hypnosen können vom Heilpraktiker durchgeführt werden. Abrechnungskarteien zu führen und Patientendaten zu pflegen bzw. zu verwalten gehört ebenso selbstverständlich zu den Aufgaben von Heilpraktikern, wie die Organisation der Praxis und der Arbeitsabläufe. Heilpraktiker sind nur selten angestellt und daher oftmals selbständig tätig, was bedeutet, dass sie sich auch selbst um wirtschaftliche Belange ihres Betriebs kümmern müssen.

Beruf Heilpraktiker: Persönliche Voraussetzungen

Um als Heilpraktiker zu arbeiten, sollte man ein offener und kommunikationsfreudiger Mensch sein. Heilpraktiker sind immer mit anderen im Kontakt und müssen psychisch belastbar sein, da sie häufig auch mit schweren seelischen und körperlichen Problemen ihrer Patienten konfrontiert werden. Heilpraktiker müssen stets die professionelle Distanz bewahren, es aber gleichzeitig auch schaffen, dass der Patient sich gut aufgehoben fühlt und dem Heilpraktiker vertraut.

Eine hohe Lernbereitschaft und der Wille sich ständig weiterzubilden ist ebenfalls unerlässlich, weil sich Methoden und Mittel im Laufe der Jahre verändern können und Heilpraktiker hier möglichst immer auf dem neuesten Stand sein sollten. Um die schwere Prüfungszeit durchzustehen sollten Heilpraktiker Fleiß, Disziplin und einen enormen Durchhaltewillen mitbringen.

Arbeitsbedingungen von Heilpraktikern

Wer als Heilpraktiker eine eigene Praxis eröffnet, der muss bereit sein viel zu arbeiten. Unregelmäßige Arbeitszeiten sind die Regel, weil man sich häufig nach den Zeiten der berufstätigen Patienten richten muss. Sie übernehmen bei ihrer Arbeit große Verantwortung für die Behandelten und arbeiten häufig sehr eng am und mit dem Menschen.

Die psychische Belastung in diesem Beruf kann sehr groß sein, weil der Umgang mit alten und kranken Menschen nicht immer einfach ist. Heilpraktiker sollten auch einschätzen können, wann ihre Kompetenzen überschritten werden und Schwerkranke, sofern notwendig, auch an entsprechende Fachmediziner weiterleiten. Als angestellter Heilpraktiker sind Teilzeitverträge die Regel, selten werden hier Vollzeitstellen vergeben.

Beruf Heilpraktiker: Verdienstmöglichkeiten

Heilpraktiker, die angestellt tätig werden, bekommen wie bereits erwähnt häufig nur Teilzeitstellen und Anstellungen auf 450 Euro-Basis. Die Selbständigkeit ist für viele daher ein logischer Schritt, sofern der Beruf nicht nur als Nebentätigkeit ausgeübt werden soll. Konkrete Angaben zum Verdienst von selbständigen Heilpraktikern können nicht gemacht werden, da die Umsätze von der Patientenzahl und Region abhängig sind.

Kleinere Praxen in ländlichen Gegenden haben häufig zu kämpfen, während in der Stadt vielfach kein Termin mehr zu bekommen ist. Macht man sich selbständig kann man den Standort selbst bestimmen und damit maßgeblichen Einfluss auf das Einkommen haben. Was Sie sonst noch zur Standortwahl wissen wollten und was es bei einer angestrebten Selbständigkeit als Heilpraktiker noch zu beachten gibt, lesen Sie unter Selbständigkeit Heilpraktiker.

Versicherungen für Heilpraktiker

Wer so große Verantwortung für die Gesundheit anderer Menschen übernimmt, der sollte sich selbst absichern, für den Fall, dass Fehler passieren. Diese können bei der Arbeit mit Menschen enorme Auswirkungen haben. Eine kombinierte Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung sichert Heilpraktiker sowohl bei ihrer beruflichen Tätigkeit ab, als auch das Geschehen in und um ihre Praxis herum.

Die Risiken, die ein Praxisinhaber zu tragen hat, sind nochmal ganz andere als die, die einen Heilpraktiker bei der Ausübung seiner Tätigkeit begleiten. Mit einer Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung können Heilpraktiker sich und ihre Mitarbeiter gegen berechtigte und unberechtigte Forderungen Dritter absichern. Weitere Informationen zu den Haftpflichtversicherungen für Heilpraktiker, finden Sie unter Berufshaftpflichtversicherungen für Heilpraktiker.

Neben der Absicherung von Haftungsrisiken sollten Heilpraktiker sich aber auch Gedanken um ihre private Absicherung im Krankheitsfall machen. Gerade wer selbständig arbeitet, wird im Falle einer Berufsunfähigkeit finanziell hart getroffen. Steht die eigene Arbeitskraft nicht mehr zur Verfügung, bricht sofort das Einkommen weg und zu den gesundheitlichen Problemen kommen enorme finanzielle hinzu. Daher sollten Sie als Heilpraktiker möglichst schon in jungen Jahren mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen. Hier geht es zum kostenlosen und unverbindlichen Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung für Heilpraktiker.

Welche Versicherungen benötigt ein selbständiger Heilpraktiker?

Berufshaftpflichtversicherung Heilpraktiker

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker wichtig

Wer so große Verantwortung für die Gesundheit anderer Menschen übernimmt, der sollte sich selbst absichern, für den Fall, dass Fehler passieren. Diese können bei der Arbeit mit Menschen enorme Auswirkungen haben. Eine kombinierte Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung sichert Heilpraktiker sowohl bei ihrer beruflichen Tätigkeit ab, als auch das Geschehen in und um ihre Praxis herum.

Die Berufshaftpflicht sollte speziell an die Bedürfnisse des Heilpraktikers angepasst sein. Sie sollten bei der Wahl des Versicherers darauf achten, dass alle Therapiearten im Versicherungsschutz enthalten sind. Außerdem ist für Heilpraktiker auch ein erweiterter Strafrechtsschutz von erhöhtem Interesse.