Altersvorsorgereform Selbständige

Pflicht-Altersvorsorge für Selbständige in Planung

Anfang des Jahres 2013 machte die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen einen Vorstoß: Mit einer Altersvorsorgereform für Selbständige. Auch Selbständige sollen sich in Zukunft gegen Altersarmut pflichtversichern – und wehren sich dagegen.

Altersvorsorgereform Selbständige
Kommt die Pflichtaltersvorsorge für Selbständige?

Von der Leyens Altersvorsorgereform für Selbständige sieht vor, dass diese sich künftig für ihr Alter absichern müssen. Die Form der Absicherung soll den Betroffenen dabei freigestellt sein und kann beispielsweise durch Aufbau einer Lebensversicherung, Mitgliedschaft in privater oder gesetzlicher Rentenversicherung oder Erwerb einer Rürup-Rente geschehen.

Die Vorsorge darf allerdings weder übertragbar oder vererblich noch beleihbar, veräußerbar oder kapitalisierbar sein – denn dann besteht Gefahr, dass sie schon vor dem Eintritt ins Rentenalter angegriffen wird. Selbständige, die sich nicht absichern, sollen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert werden. Ein entsprechendes Gesetz könnte schon zum 1. Juli 2013 in Kraft treten. Doch es gibt einige Bedenken zur Reform der Altersvorsorge für Selbständige (siehe Online-Petition unten) die sowohl den gesteckten Zeitrahmen als auch inhaltliche Veränderungen nach sich ziehen werden.

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Nicht alle Selbständigen sind von der Altersvorsorgereform betroffen

Die Altersvorsorgereform für Selbständige sorgt jedoch bereits jetzt für jede Menge Diskussionsstoff: Von etwa 350 bis 400 Euro war die Rede, die die Selbständigen pro Monat für ihre Altersvorsorge aufwenden müssten – nur so sei eine spätere Rente von mindestens 700 Euro zu garantieren.

Vor allem die unter 30-jährigen Selbständigen sowie diejenigen, die sich nach Inkrafttreten des Gesetzes selbständig machen, solle die Regelung betreffen, hieß es. Für die zwischen 30- und 50-jährigen sind abgeschwächte Regeln in Planung; über 50-jährige soll das Gesetz nicht mehr betreffen, ebenso wie nebenberuflich Selbständige und solche, die weniger als 400 Euro im Monat verdienen.

Auch bestimmte andere Gruppen sind ausgenommen: So z.B. Ärzte, die bereits in einem berufsständischen Versorgungswerk organisiert sind, Mitglieder der Künstlersozialkasse oder Handwerker, die ihre Pflichtbeiträge abgeführt haben.

Altervorsorgereform gefährlich für geringverdienende Selbständige

Gegner der Altersvorsorgereform kritisieren, dass geringer verdienende Selbständige die nötigen Beiträge womöglich nicht aufbringen können und letztlich ihrer Existenz beraubt werden: Wer nur 700 Euro im Monat verdiene, könne schwerlich 400 Euro davon abgeben. Derzeit verdienen etwa 25% der Selbständigen weniger als 1.100 Euro monatlich. Die Gefahr, dass sie ihre Selbständigkeit aufgeben oder in die Schwarzarbeit gedrängt werden, wenn sie mit hohen Abgaben zur Altersvorsorge belastet werden, ist groß. Bereits jetzt müssen viele Selbständige ca. 30% ihres Einkommens für Kranken- und Pflegeversicherung aufwenden.

Online-Petition der Selbständigen erwirkt Revision der Reformpläne

Nach Bekanntwerden der Reformpläne hatten mehr als 80.000 Deutsche in einer Online-Petition gegen die Absichten der Bundesarbeitsministerin protestiert, die der Hamburger Jungunternehmer Tim Wessels ins Leben gerufen hatte. Daraufhin lud von der Leyen ihn und den Gründungsexperten Andreas Lutz zu einem Treffen, um gemeinsam über die Altersvorsorgereform für Selbständige zu diskutieren – mit einigem Erfolg: So soll nun zumindest die Verpflichtung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, entfallen, die einen Anteil von etwa 100 Euro an der Vorsorgesumme ausmachen sollte. Zudem denkt das Bundesministerium über eine Bemessungsgrenze nach, wonach Selbständige mit kleinen Einkommen einen einkommensabhängigen Beitrag leisten könnten, während Höherverdiener den vorgesehenen einkommensunabhängigen Beitrag zu zahlen hätten. Auch die Anerkennung kapitalisierbarer Vorsorgeformen wie Aktien- oder Immobilienerwerb soll geprüft werden.

Weitere Informationen zur Altersvorsorge für Selbständige

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Da die Renten längst nicht mehr sicher sind, ist die Bedeutung der privaten Altersvorsorge in den letzten Jahren stark angestiegen. Neue Anlageformen werden entwickelt; zu ihnen gehört auch die monatliche Sofortrente, die auf einer Einmalzahlung basiert. Monatliche Sofortrente

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