Gebäudeversicherung Fachwerkhaus

Fachwerkhausversicherung: Überblick und Vergleich

Die Versicherung von Fachwerkhäusern ist nicht so einfach wie die von Gebäuden mit massiver Bauart. Wir sagen Ihnen, wie Sie den richtigen Anbieter und eine Versicherung für das Fachwerkhaus finden, die gute Leistungen zu einem guten Preis bietet.

Wer Urlaub im Schwarzwald macht, kann neben der wunderbaren Natur auch die zahlreichen Fachwerkbauten bewundern. Aber nicht nur dort hat sich die jahrhundertealte Baukunst gehalten. Insgesamt gibt es in Deutschland noch mehr als 2,5 Millionen Fachwerkbauten1 und nicht alle sind so alt wie sie aussehen: einige wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut, andere sind erst wenige Jahre oder Jahrzehnte alt.

So wunderschön und häufig geschichtsträchtig die alten Fachwerkhäuser sind, sie sind oftmals weitaus gefahrenanfälliger als Häuser mit massiver Bauart. Nicht nur die Brandgefahr ist größer, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass heftige Schäden durch Stürme oder Hochwasser angerichtet werden.

Die Versicherung von Fachwerkhäusern ist daher für die Eigentümer oftmals nicht ganz einfach und vor allem nicht ganz billig. Die Versicherer lassen sich natürlich die höheren Gefahren durch Beiträge ausgleichen. Außerdem sind die Kosten für den Wiederaufbau und Reparaturen bei Fachwerkhäusern sehr viel höher als bei Steinbauten.

Für die Eigentümer von Fachwerkhäusern ist es daher immens wichtig, Preise und Leistungen der Versicherer zu vergleichen, um den geeigneten Anbieter einer Gebäudeversicherung für das Fachwerkhaus zu finden und im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Besondere Risiken von Fachwerkhäusern

Was genau macht eigentlich die Gebäudeversicherung von Fachwerkhäusern soviel kostenintensiver? Bei Fachwerkhäusern gibt es einen Skelettbau aus Holz mit schräg eingebauten Streben zur horizontalen Aussteifung, womit vermieden wird, dass horizontale Lasten zur Verformung des Bauwerks führen. Die Zwischenräume, auch Gefache genannt, werden entweder mit Mauerwerk gefüllt oder mit einem Strohlehmgemisch.2

Bei Fachwerkhäusern mit Reetdach ist dabei das Brandrisiko höher als bei Massivbauten mit harter Bedachung. Brände breiten sich schneller aus, lassen sich nicht so gut löschen und können damit eher zu einem Totalschaden führen. Dabei ist weniger das verbaute Holz problematisch als vielmehr die Reetbedachung. Sturmschäden sind bei Fachwerkhäusern weitaus häufiger und ausgeprägter der Fall.

Achtung: Versicherungsschutz bei Überschwemmungen

Kommt es zu Überschwemmungen kann sich das verbaute Holz mit Wasser regelrecht vollsaugen, wodurch es unter Umständen zu einem Pilzbefall kommt, der das Holz angreift. Viele Versicherer schließen die Mitversicherung von Schwamm standardmäßig aus, meist kann eine Mitabsicherung aber durch zusätzliche Vereinbarungen erreicht werden.

Die Kosten für die Wiederherstellung von Fachwerkhäusern und Reparaturen nach Bränden, Stürmen oder aus sonstigen Gründen sind höher als bei anderen Gebäuden, da man dafür Handwerker braucht, die sich auf die Fachwerkbauweise verstehen. Das bedeutet, dass die Gebäudeversicherer mit höheren Schäden umgehen müssen und diese auch häufiger eintreten.

Kosten der Versicherung für Fachwerkhäuser

Die Versicherung von Fachwerkhäusern ist in der Regel um einige hundert Euro teurer als bei einem Gebäude mit massiver Bauart, allerdings ist hier wiederum die Spannbreite zwischen den Versicherern groß. Je nach Anbieter kann die jährliche Prämie um mehr als 1000 Euro höher sein als bei anderen. Oftmals liegt das aber auch an den angebotenen Leistungen.

Sie sollten daher nie nur auf den Preis achten, sondern immer auch darauf, welche Risiken versichert sind und welche Ausschlüsse es gibt. Wichtig ist auch, dass Sie sich genau im Klaren sind, welchen Schutz Sie wünschen und worauf Sie verzichten können. Sonst bezahlen Sie viel Geld für Leistungen, die Sie nicht wirklich brauchen.

Die verbundene Gebäudeversicherung umfasst standardmäßig Schäden durch

  • Blitz
  • Brand
  • Sturm
  • Hagel
  • Leitungswasser

Im Detail unterscheiden sich die Tarife häufig darin, ob Aufwendungen für

  • die Beseitigung von Rohrverstopfungen
  • Rauch- und Rußschäden
  • Abbruch- und Aufräumarbeiten
  • die Beseitigung bei Sturm umgestürzter Bäume

mitversichert sind, oder nicht.

Neben den Leistungen und den auf Wunsch eingeschlossenen Risiken hat auch die Region, in der das Fachwerkhaus steht einen entscheidenden Einfluss auf die Kosten der Versicherung. Deutschland ist bei den Versicherern in Gefahrengebiete aufgeteilt, da es in einigen Regionen häufiger zu Stürmen oder Überschwemmungen kommt, oder aber Leitungswasserschäden wegen des Härtegrads des Wassers öfter eintreten. Wer in solch einer Gegend wohnt, zahlt mehr.

Bei Fachwerkhäusern spielen aber noch viele zusätzliche Faktoren eine Rolle für die Höhe des Versicherungsbeitrags:

  • Wie alt ist das Gebäude?
  • Steht es unter Denkmalschutz?
  • Wie sind die Gefache ausgefüllt?
  • Wie ist das Dach beschaffen?
  • Wann wurde saniert?

Die Antworten auf alle diese Fragen haben einen Einfluss auf die Kosten einer Gebäudeversicherung für Fachwerkhäuser. Noch entscheidender ist aber natürlich, welchen Versicherer Sie sich aussuchen.

Gebäudeversicherungen für Fachwerkhäuser im Vergleich

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen  Gebäudeversicherung für ein Fachwerkhaus zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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Fazit

Fachwerkhäuser sind, vor allem wenn sie ein Reetdach haben, schadenanfälliger als Gebäude mit massiver Bauart. Guten und bezahlbaren Schutz zu bekommen, ist daher nicht ganz leicht.

Die Versicherer lassen sich das erhöhte Risiko durch höhere Beiträge in der Gebäudeversicherung ausgleichen. Trotzdem sollten Sie nicht auf eine Versicherung für Ihr Fachwerkhaus verzichten, da Sie das teuer zu stehen kommen könnte.

Quellenangaben

1Quelle: https://www.deutsche-fachwerkstrasse.de/Fachwerk-in-Deutschland.html
2Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fachwerkhaus