Gebäude- / Elementarversicherungen im Vergleich

Welche Gebäudeversicherungen bieten eine gute und günstige
Elementarschadenversicherung an? Vergleichen Sie die Anbieter.

Was leisten die Versicherungen bei Starkregen- und Hochwasserschäden?
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Nur 43 Prozent der Hausbesitzer sind ausreichend geschützt!

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) legte im April 2019 dar, dass nur rund 43 Prozent aller Gebäude in Deutschland ausreichend gegen Elementarschäden geschützt sind.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass 57 Prozent der Hausbesitzer nicht abgesichert sind und mit Unbehagen an die nächsten Starkregenfälle denken. Bei einer Überschwemmung durch Starkregen oder einem Hochwasser gehen diese Hausbesitzer nämlich leer aus.

Bemerkenswert in der Statistik sind die regionalen Unterschiede: Während in Baden-Württemberg 94 Prozent der Hausbesitzer eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben, sind es in Niedersachsen nur 22 Prozent. Hoffentlich regnet es verstärkt in Baden-Württemberg.

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In vielen Fällen ergab der Vergleich zwischen den Gebäudeversicherungen und deren Elementarschaden-Tarifen ein erhebliches Sparpotenzial. Prüfen auch Sie mit dem obigen Formular Ihr Sparpotenzial. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

Zufriedenheitsgarantie: Wir garantieren Ihnen, dass alle Versicherungsvergleiche kostenfrei, unverbindlich und von hoher Qualität sind. Sollten Sie mit dem Vergleich der Gebäudeversicherungen unzufrieden sein, so erstellen wir Ihnen einen zweiten Versicherungsvergleich – selbstverständlich ebenso kostenfrei.

Elementarschadenversicherung: Kurz und bündig!
  • Was sind Elementarschäden? Unter dem Begriff „Elementarschäden“ werden Schäden, die durch Naturgewalten entstehen, zusammengefasst. Konkret: Schäden, die durch Wasser, Erde, Luft oder Feuer verursacht werden, bezeichnet man als Elementarschäden.
     
  • Was ist eine Elementarschadenversicherung? Die Elementarschadenversicherung schützt das Haus oder den Hausrat vor Schäden, die durch Naturgewalten entstehen. Je nachdem, ob Sie eine Elementarschadenversicherung im Rahmen der Gebäudeversicherung oder der Hausratversicherung wählen, gilt der Versicherungsschutz für das Gebäude oder den Hausrat.
     
  • Eine Elementarschadenversicherung leistet bei diesen Naturgefahren:
    – Überschwemmungen durch Starkregen und Hochwasser
    – Lawinen und Schneedruck
    – Erdbeben, Erdrutsche und Erdsenkungen
    – Vulkanausbrüche
  • Die Elementarschadenversicherung ist keine selbständige Versicherung! Sie können eine Elementarschadenversicherung nur als Zusatzbaustein zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abschließen.
     
  • Versicherer prüfen, ob sie den Antrag auf Versicherung annehmen oder nicht! Auf Basis des Schadensverlaufs der letzten Jahrzehnte beurteilen die Versicherer zuerst die Versicherbarkeit eines Gebäudes. Liegt Ihr Haus in einer Zone, die regelmäßig von Hochwassern heimgesucht wird, so werden Sie keine Elementaschadenversicherung abschließen können bzw. Sie müssen einen Hochwasser-Ausschluss akzeptieren.
     
  • Mit dem Versicherungsabschluss ist es noch nicht getan! Damit die Versicherung im Schadensfall auch zahlt, müssen Versicherte bestimmte Pflichten (z.B. Einbau von Rückstauklappen) erfüllen.

Ratgeber: Benötige ich (k)eine Elementarschadenversicherung?

(1) Eine Versicherung gegen Elementarschäden benötige ich nicht. In meiner Nähe gibt es weder Vulkane, Berge noch Flüsse!
Ganz so einfach ist es leider nicht. Vor allem Starkregen können in jeder beliebigen Lage verheerende Schäden anrichten. Versickert das Regenwasser nicht schnell genug oder schafft die Kanalisation die Wassermenge nicht, so können in Minuten Keller und Erdgeschosse volllaufen.

(2) Eine Elementarschadenversicherung ist zu teuer. Lieber spare ich das Geld für den Ernstfall!
Klar, Sie erhalten die Elementarschadenversicherung nicht geschenkt. Sparen Sie jedoch nicht an der falschen Stelle. Der Versicherungsbeitrag orientiert sich immer an dem Wert des Gebäudes und der Elementarschaden-Gefahrenlage. Wer also in den Nähe von einem Bach wohnt, der muss mit einem Risikozuschlag rechnen. Durch die Höhe der Selbstbeteiligung können Sie die Versicherungsprämie senken.

(3) Ich habe eine gute Hausratversicherung. Die leistet im Ernstfall – eine Doppelabsicherung benötige ich nicht!
Eine Elementarschadenversicherung ist weder in der Wohngebäudeversicherung noch in der Hausratversicherung zwingend enthalten. In beiden Versicherungen ist die Elementarschadenversicherung ein optionaler Zusatzbaustein.

Achtung: Hausrat- und Gebäudeversicherungen haben nur eine kleine Schnittmenge. Sie können die eine Versicherung nicht mit der anderen Versicherung ersetzen. Der Hausrat ist über die Gebäudeversicherung genauso wenig versichert wie das Gebäude über die Hausratversicherung.

(4) Ich bin bereits abgelehnt worden. Das Haus ist nicht gegen Elementarschäden versicherbar!
Auch wenn Sie bereits Vorschäden (es dürfen natürlich nicht zu viele sein) haben oder das Haus direkt in der „nicht versicherbaren Zone 4“  steht, gibt es Hoffnung auf Versicherungsschutz. Die Versicherungen nehmen regelmäßig Neubewertungen der Risikozonen vor und ändern Ihren Kriterienkatalog, so dass es sinnvoll ist, am Ball zu bleiben und Angebote verschiedener Versicherer einzuholen.

Wer benötigt eine Elementarschadenversicherung?

Elementarschadenversicherung Hochwasser
Elementarschadenversicherung / Hochwasser

Vorsichtig formuliert hat die Unwetterhäufigkeit in den letzten Jahren nicht abgenommen. Elementarschäden, vor allem aufgrund von Starkregen und Hochwasser, verursachen jährlich erhebliche Schäden.

Ob Sie also eine Elementarschadenversicherung benötigen, hängt vor allem davon ab, wir Ihr Haus geschützt ist, wo Sie wohnen und wie risikofreudig Sie sind.

Da niemand weiss, wo der nächste Starkregen niedergehen wird, benötigt im Grunde jeder Hausbesitzer zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung auch eine Elementarversicherung. Denn ohne diese Versicherung zahlen weder die Gebäudeversicherung noch der Staat einen Hochwasserschaden.

Ausnahme Garten-, Wochenend- und Ferienhäuser: Elementarschadenversicherungen können bis auf wenige Ausnahmen nur für ständig bewohnte Gebäude abgeschlossen werden.

Achtung: Für die Versicherung freistehender Garagen müssen Sie das Kleingedruckte der Versicherung lesen, denn diese sind nicht automatisch mit dem Gebäude mitversichert.

Was versichert die Elementarschadenversicherung?

Eine Elementarschadenversicherung versichert in aller Regel gegen die nachfolgend aufgeführten Naturgefahren:

  • Überschwemmung (inkl. Starkregen)
  • Rückstau
  • Erdbeben
  • Erdsenkung
  • Erdrutsch
  • Schneedruck
  • Lawinen
  • Vulkanausbruch

Falls Sie sich wundern, dass bei den Naturgefahren Feuer und Sturm nicht aufgelistet sind: Feuer und Sturm sind bereits Versicherungsleistungen der „gewöhnlichen Wohngebäudeversicherung“.

Achtung: Die Elementarversicherung ist in den meisten Fällen noch nicht in der Wohngebäudeversicherung enthalten, sondern muss zusätzlich abgeschlossen werden.

Welche Leistungen übernimmt die Elementarschadenversicherung?

Eine Elementarschadenversicherung kann in Kombination zu einer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. An dieser Stelle betrachten wir nur die Versicherungsleistungen in der Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung.

Im Schadensfall finanziert der Versicherer üblicherweise folgende Leistungen:

  • Trockenlegung des Gebäudes
  • Sanierung des Gebäudes
  • Reparaturen am und im Gebäude
  • Abriss oder Abbruch des Gebäudes
  • Bau eines gleichwertigen Gebäudes
  • Übernahme der Unterkunftskosten (sofern Gebäude nicht nutzbar)
  • Übernahme der Mietaausfälle (sofern Gebäude nicht nutzbar)

Achtung: Sie werden keine zwei Versicherer finden, die absolut deckungsgleiche Leistungen anbieten. Manche Versicherer setzen gezielte Schwerpunkte – hier haben wir Ihnen die Standardleistungen aufgeführt.

Weitere Fragen und Antworten zur Elementarschadenversicherung

Wieviel kostet eine Elementarschadenversicherung?

Die Versicherungsprämie für eine Wohngebäudeversicherung zu berechnen, ist äußerst komplex. Aus diesem Grund liefern wir Ihnen auch keine absoluten Zahlen, sondern benennen Ihnen die wesentlichen Kostenfaktoren.

Zuerst hängt die Versicherungsprämie von dem Gebäude selbst ab:

  • ist das Gebäude klein oder groß?
  • Alt- oder Neubau?
  • Bauweise: Welche Gebäudeart?
  • wie ist der Zustand des Gebäudes? 

Neben den obigen Gebäudemerkmalen haben auch die Gebäude-Vergangenheit und die Lage des Gebäudes einen starken Einfluss auf die Versicherungsprämie:

  • wieviele Versicherungsschäden wurden in den letzten Jahren gemeldet?
  • wo steht das Gebäude – in einer Zone mit geringer oder hohen Gefährdung?

Wie Sie sehen, so ist die Berechnung der Versicherungsprämie eine sehr individuelle Angelegenheit und nicht immer per Knopfdruck zu ermitteln. Auch die Höhe des Selbstbehalts hat einen Einfluss auf die Prämie. Wir empfehlen Ihnen einen Versicherungsvergleich, um die attraktivsten Versicherer zu ermitteln. Danach sollten Sie von Ihren Favoriten ein Angebot anfordern und erst dann entscheiden.

Zu einem Versicherungsvergleich rät auch Stiftung Warentest, denn die Testergebnissse von 108 getesteten Tarifen (Test 12/2018) sind höchst unterschiedlich ausgefallen. Während 42 Tarife die Testnote „SEHR GUT“ erhielten, haben 51 Tarife mit „MANGELHAFT“ abgeschnitten. Die Versicherungsprämie für den teuersten Tarif war vier Mal so hoch wie die Prämie für den günstigsten Tarif! Quelle: Finanztest 12/2018; S. 44 ff.

Versicherungsschutz: Welche Pflichten hat der Versicherungsnehmer?

Einfach einen Schaden melden und auf die Leistungen warten – so einfach geht es dann doch nicht. Mit dem Abschluss der Elementarversicherung ist es noch nicht getan! Der Hausbesitzer muss mithelfen und Vorkehrungen treffen, dass ein Gebäudeschaden möglichst nicht eintritt oder nur geringen Schaden verursacht.

Werden die von der Versicherung geforderten Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten, kann es zu einer Leistungsverweigerung seitens der Versicherung kommen.

Beispiel: Um Überschwemmungsschäden gering zu halten, fordern die meisten Versicherungen den Einbau von Rückstauklappen.

Sie sollten in den „gefährdeten Kellerräumen“ auch keine elektrischen oder hochwertigen Gegenstände aufbewahren. In den Keller einen wasserempfindlichen Holzboden zu legen, ist auch keine gute Idee. Hier wird fast jede Versicherung die Leistung verweigern. Lesen Sie, welche Sicherheitsvorkehrungen die Versicherung von Ihnen erwartet, so gehen Sie im Schadensfall nicht leer aus.

Vertrag: Wie finde ich eine gute Wohngebäude- und Elementarversicherung?

Der Weg zur Elementarschadenversicherung kann Hindernisse aufweisen: Die Versicherer haben das Bundesgebiet in vier Risikozonen für Überschwemmung (ZÜRS 1-4) aufgeteilt, wobei ZÜRS 4 das höchste Risiko bezeichnet. Wer in ZÜRS-Zone 3 oder 4 ein Wohngebäude besitzt, kann es je nach Versicherer schwer haben, einen Vertrag zu bekommen.

Gegen Starkregen kann man sich in diesem Fall auch mit einer Starkregenpolice schützen, die allerdings nur einen kleinen Teil der möglichen Kosten abdeckt.

Auch bei Vorschäden stellen sich die Versicherer eventuell quer. Stiftung Warentest empfiehlt in so einem Fall, das Gespräch mit dem Naturgefahrenexperten des jeweiligen Versicherers zu suchen und beispielsweise auf neue Sicherungsmaßnahmen seit dem Schaden zu verweisen.

Finanztest / Stiftung Warentest hat im Jahr 2018 in einem umfangreichen Test 108 Versicherungstarife von 41 Versicherern getestet. Um es kurz zu machen: Die Unterschiede waren enorm. Zwischen günstigen und teuren Anbietern lagen Preisunterschiede von mehreren Hundert Euro – wohlgemerkt für die gleiche Immobilie.

Vergleichen und Angebote einholen: Der Test der Elementarversicherungen zeigt, dass an einem ausführlichen Vergleich der Versicherer und deren Tarife kein Weg vorbei führt. Hat man schließlich einige wenige Versicherer in der Vorauswahl, so holen Sie sich am besten ein Angebot ein, vergleichen das Kleingedruckte und entscheiden sich erst dann. Für den Versicherungsabschluss empfehlen wir Ihnen einen Versicherungsspezialisten (am besten einen unabhängigen Makler) in Ihrer Nähe, denn gerade bei Wohngebäudeversicherungen ist manchmal eine Besichtigung vorort notwendig.