Zahnzusatzversicherung Wechsel

Ein Wechsel der Zahnzusatzversicherung macht oft Sinn

Wer für seine Zahnzusatzversicherung zu viel bezahlt, kann mit einem guten Gefühl wechseln: Im Test der Zahnzusatzversicherungen der Zeitschrift „Finanztest“ haben viele Tarife mit „sehr gut“ abgeschnitten.

Zahnarzt
Zahnzusatzversicherung Wechsel: Vergleichen lohnt!
Die Leistungsunterschiede sind oft erheblich.

Vor der gesetzlichen Krankenkasse sind alle gleich, könnte man denken. Was zahnärztliche Leistungen anbetrifft, stimmt es jedenfalls: Wenn es um Füllungen oder Zahnersatz geht, wird jedem Patienten eine bestimmte Leistung gewährt, die eine günstige Standardlösung darstellt.

Günstig ist aber nicht immer gleich schön – wollen Betroffene mehr als billige Amalgamfüllungen oder unverblendete Kronen, müssen sie aus eigener Tasche zuzahlen.

Wer hochwertigen Zahnersatz bevorzugt, im Ernstfall aber weniger zahlen möchte, setzt auf eine private Zahnzusatzversicherung. Die Zahnzusatzversicherung bietet je nach Anbieter und Tarif unterschiedlich ausgestaltete Ersatzleistungen und zum Teil weitere Extraleistungen wie Zuschüsse zur Paradontosebehandlung und professionelle Zahnreinigung.

Der Abschluss oder auch der Wechsel der Zahnzusatzversicherung kann sich lohnen: So hat die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe von August 2014 einen Test von 189 Tarifen der Zahnzusatzversicherung veröffentlicht, von denen 55 mit der Testnote „sehr gut“ abschnitten.

Zwei Arten der privaten Zahnzusatzversicherung

„Finanztest“ unterschied dabei in Zahnzusatzversicherungen nach Art der Schadenversicherung und Zahnzusatzversicherungen nach Art der Lebensversicherung. Bei letzteren ist das Eintrittsalter der Kunden entscheidend. Der Versicherer legt einen Teil der Beiträge zurück, um Altersrückstellungen zu bilden; die Prämie steigt dann nur noch, wenn der Anbieter sie anfänglich falsch kalkuliert hat. Hinsichtlich der 68 Tarife dieser Tarifart legte Stiftung Warentest ein Eintrittsalter von 43 Jahren zugrunde und ermittelte dafür den monatlichen Beitrag.

Bei Versicherungen nach Art der Schadenversicherung steigt der Beitrag mit zunehmendem Lebensalter sukzessive an; zudem können sich die Beiträge aufgrund gestiegener Kosten im Gesundheitswesen erhöhen. Für die 121 untersuchten Tarife dieser Art ermittelten die Experten der Zeitschrift jeweils die monatliche Prämie für die Altersstufen 43, 58 und 73 Jahre.

Die vergebenen Testnoten ergaben sich aus der Bewertung der Leistungen hinsichtlich der Regelversorgung, der Privatversorgung ohne Inlays und Implantate (z.B. Krone aus hochwertigem Material), der Leistungen hinsichtlich Inlays sowie in Bezug auf Implantatversorgung. Hierbei wurde jeweils der Anteil der Rechnung, den der Versicherer zusammen mit der Krankenkasse ersetzt, bewertet.

Auch die jährlichen finanziellen Obergrenzen, die den Versicherten bei der Inanspruchnahme der Zahnzusatztarife gesetzt sind, flossen in die Bewertung ein. Extraleistungen und Besonderheiten wurden bezüglich der Note nicht berücksichtigt, sind im Test der Zahnzusatzversicherungen für die einzelnen Tarife jedoch eigens ausgewiesen.

Zahnzusatzversicherung Test: Es gibt viele Sieger

Die ersten Plätze unter den Tarifen nach Art der Schadenversicherung belegen Angebote von DFV und Ergo Direkt, wobei die DFV sowohl mit Zahnschutz Exklusiv als auch mit dem ZahnSchutzbrief Premium punkten konnte. Bei Ergo sind die Tarife ZAB+ZAE+ZBB und ZAB+ZAE+ZBB+ZBE Trumpf.

Damit gehören die Angebote, die jeweils mehrere Extraleistungen beinhalten, allerdings nicht zu den besonders günstigen Tarifen. Gut und günstig ist beispielsweise der Z90 von Inter, für den ein 43-Jähriger im Monat 13 Euro bezahlt und der im Test der Zahnzusatzversicherungen immer noch mit „sehr gut“ bewertet wird. Z90 wiederum sieht zwar kieferorthopädische Leistungen, aber keine Zuschüsse etwa bei Wurzelbehandlungen oder professioneller Zahnreinigung vor.

In den entscheidenden Bereichen des Tests der Zahnzusatzversicherungen (Zuschüsse zu Regelversorgung, Privatversorgung, Inlays und Implantaten; jährliche Obergrenzen) leistet er allerdings fast genauso viel wie die Spitzentarife. Bei den Tarifen nach Art der Lebensversicherung lagen die Allianz mit den Tarifen ZahnBest und ZahnBest+ZahnFit sowie die Central mit VitaZ1 vorn, wobei Prämien von 28 Euro, 35 Euro und 37 Euro errechnet wurden. Gerade der Tarif ZahnBest gehört damit zu den preiswerten unter den Versicherungen, die die Stiftung Warentest als die besten einstuft.

Wer weniger Geld investieren kann oder möchte, die Notwendigkeit eines Zahnersatzes aber vorausahnt, kann alternativ auch auf Anbieter setzen, die Patienten vordergründig bei der Regelversorgung unterstützen: Gleich mehrere Versicherer garantieren maximale Leistungen für unter zehn Euro Monatsbeitrag. Wer monatlich lediglich 1.000 Euro netto zur Verfügung hat, so „Finanztest“, sollte allerdings keine Zahnzusatzversicherung abschließen, sondern im Notfall lieber mit der Krankenkasse verhandeln: Unter Umständen sind Ersatzleistungen im Rahmen einer Härtefallregelung möglich.

Wechsel der Zahnzusatzversicherung kann lohnenswert sein

Wer bereits eine privaten Zahnzusatzversicherung hat, aber zu viel bezahlt, kann einen Wechsel der Zahnzusatzversicherung ins Auge fassen. Vorteilhaft: Bei einem Wechsel innerhalb der eigenen Versicherungsgesellschaft gelten nur dann Wartezeiten oder Leistungsbegrenzungen, wenn bisher nicht im Vertrag enthaltene Leistungen hinzukommen – und dann auch nur für die neuen Leistungen.

Da das Angebot an guten Zahnzusatztarifen in den letzten Jahren stark gewachsen ist, ist es unter Umständen aber auch lohnenswert, einen Blick auf die Tarife anderer Versicherer zu riskieren und sich günstiger bei einem neuen Anbieter zu versichern. Im Fall einer Kündigung und Neuversicherung bei einem anderen Versicherer hat der Kunde allerdings zunächst nicht die Möglichkeit, den Tarif sofort in Anspruch zu nehmen: Hier sind meist die üblichen Wartezeiten zu beachten, die – außer bei Unfall – während der ersten acht Vertragsmonate keine Leistungen vorsehen.

Zudem beschränkt die Mehrheit der Anbieter die Leistung in den ersten drei bis fünf Jahren, so dass Kunden mit Begrenzungen auf relativ niedrige Höchstsummen leben müssen. Und noch etwas ist beim Wechsel der Zahnversicherung zu beachten: Für laufende Behandlungen übernimmt der Versicherer keine Kosten. Rät der Zahnarzt dazu, einen Zahn ersetzen zu lassen, gilt dies aber schon als laufende Behandlung.

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