Zahnzusatzversicherung Test

Auf den Zahn gefühlt: Zahnzusatzversicherungen im Test

Behandlungen beim Zahnarzt können oft teuer werden. Dass die hohen Kosten dann auch nur zu einem kleinen Teil von der gesetzlichen Kasse übernommen werden, ist in den meisten Fällen zu erwarten. Viele Bürger sichern sich daher zusätzlich mit einer privaten Zahnzusatzversicherung ab. Aber welche dieser Versicherungen decken wirklich die gesamten Kosten einer zahnärztlichen Behandlung?

Die Deutschen legen immer mehr Wert auf gesunde Zähne – doch Kassenpatienten müssen für hochwertige Zahnleistungen teils tief in die Tasche greifen.

Es ist keine Seltenheit, dass ärztliche Einzelmaßnahmen, wie eine Prothese nach Zahnverlust, um die 10.000 Euro kosten können. Mit einer solchen Summe ist der Patient meist auch noch nach Abzug des Kassenzuschusses konfrontiert.

Wer keine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung zur Deckung dieser Kosten besitzt, ist oft finanziell überfordert. Manche wollen einen solch hohen Beitrag auch einfach nicht aus eigener Tasche zahlen müssen.

Wer es nicht so teuer mag, kann auch eine private Zahnzusatzversicherung abschließen und zahlt dann einen monatlichen Versicherungsbeitrag; im Gegenzug beteiligt sich der Versicherer an den Zahnarztrechnungen.

Nachfolgend haben wir Ihnen einige Tests zur privaten Zahnzusatzversicherung zusammengetragen – hier können Sie sich schnell einen Überblick verschaffen.

Zahnzusatzversicherungen im Test 2017 / 2018

Das Magazin „€uro“ im Jahr 2017 einen umfangreichen Test zu Zahnzusatzversicherungen durchgeführt und 46 Tarife ohne Alterungsrückstellungen und 23 Tarife mit Alterungsrückstellungen getestet.

Dabei wurden die Tarife noch einmal in Premium-, Komfort-, Economy- und Basistarife unterteilt. Besonderes Augenmerk lag auf den Premium- und Komforttarifen, die im Durchschnitt eine Übernahme von mindestens 81 bzw. mindestens 61 Prozent der Gesamtkosten bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz zusichern mussten. Alle Tarife wurden für 20-jährige, 40-jährige und 60-jährige Kunden getestet und bewertet. Ausschlaggebend für die Endnote war das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Bewertung der Leistung der Zahnzusatzversicherungen im Test 2017 setzte sich hauptsächlich aus der Bewertung der Einzelkategorien Zahnersatz, Implantate, Inlays, Zahnbehandlung, professionelle Zahnreinigung sowie Kieferorthopädie zusammen; daneben zählten auch Kriterien wie etwa die Leistung bei besonderen Narkoseverfahren oder das Vorhandensein eines weltweiten Versicherungsschutzes. Hinsichtlich des Preises wurde die monatliche Prämie analysiert und jeweils mit allen anderen untersuchten Tarifen verglichen.

Viele „sehr gute“ Tarife im Angebot

In der Kategorie der Premiumtarife ohne Alterungsrückstellungen, die insgesamt 24 Tarife umfasste, gab es für 20-jährige Kunden viele Möglichkeiten, an einen „sehr guten“ Tarif zu kommen. Testsieger war hier der Anbieter Ergo mit dem Tarif ZAB+ZAE+ZBB+ZBE, der 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz und sogar 100 Prozent der Kosten für Zahnbehandlungen übernimmt.

Die Monatsprämie lag bei 9,60 Euro. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten die Versicherer Direkte Leben mit ZahnKomfort Z1 gegen eine Prämie von monatlichen 7,54 Euro sowie die Inter mit Z90+ZPro gegen einen Versicherungsbeitrag von 10,30 Euro. Bei den 40-jährigen und 60-jährigen Kunden gab es jeweils nur drei „sehr gute“ Angebote: 40-Jährige setzen demnach am besten auf die beiden Tarife von Inter und Direkte Leben oder auf den Tarif ZahnKomfort Z3 des Versicherers Stuttgarter. Die Prämien fallen hier aufgrund des höheren Einstiegsalters mit je 18,83 Euro, 17,95 Euro und 19,95 Euro allerdings schon etwas höher aus.

Noch größer ist der Unterschied in der Altersklasse der 60-jährigen, die für die besten Tarife von Direkte Leben, Stuttgarter und Inter bereits 24,66 Euro, 27,95 Euro und 37,52 Euro zahlen. Bei den 15 im Test der Zahnzusatzversicherungen 2017 untersuchten Komforttarifen gab es für alle Altersstufen viele „sehr gute“ Tarife: 20-Jährige erhalten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei BBKK, Union und Inter mit ZahnPrivat Kompakt gegen monatlich 7,88 Euro (BBKK und Union) bzw. mit Z80+ZPro gegen 8,71 Euro (Inter).

Dieselben Anbieter und Tarife machten auch bei den 40-jährigen und 60 jährigen Kunden das Rennen, wobei 40-Jährige bei Inter 16,58 Euro, bei BBKK und Union jeweils 19,08 Euro zahlen; für 60-Jährige klettert der Preis auf 30,95 Euro bei Inter bzw. auf 34,76 Euro bei BBKK und Union.

Tarife mit Alterungsrückstellungen

Vier Economy-Tarife ohne Alterungsrückstellungen erwiesen sich in allen Altersklassen als „sehr gut“ oder „gut“, wobei der Tarif MediZ Basis+MediP Basis stets Spitzenreiter war. 20-Jährige zahlen für ihn 4,69 Euro, 40-Jährige kostet er 12,92 Euro, 60-Jährige 20,99 Euro. Unter den drei im Test der Zahnzusatzversicherungen 2017 getesteten Basistarifen ohne Alterungsrückstellungen war der ZR+ZV der Nürnberger der beste; in den drei Altersstufen zahlt man 11 Euro, 12,30 Euro und 16,70 Euro.

Während das Preis-Leistungs-Verhältnis bei 40-Jährigen und 60-Jährigen noch als „gut“ befunden wurde, bewerteten es die Tester im Hinblick auf 20-jährige Kunden allerdings nur noch als „befriedigend“. In der Kategorie mit Alterungsrückstellungen standen sieben Premiumtarife auf dem Prüfstand: Hier siegten bei allen Kunden Arag, Allianz und Central mit den Tarifen Z50/Z90, ZB02 mit ZF02 und Plan Z1.

Z50/Z90 kostet einen 20-Jährigen nur 3,49 Euro, einen 40-Jährigen 15,37 Euro und einen 60-Jährigen 18,42 Euro. Für den Allianz-Tarif liegen die Prämien bei jeweils 15,83 Euro, 36,22 Euro und 39,78 Euro, für Plan Z1 sind es jeweils 24,40 Euro, 34,07 Euro und 39,53 Euro. Bei sieben Komforttarifen mit Alterungsrückstellungen hatte in allen Altersstufen die R+V Versicherung mit ihrem Tarif Z2U+ZV die Nase vorn, die unter den Tarifen für 40-Jährige als einzige die Note „sehr gut“ erhielt. Sie zahlen für den Tarif 28,21 Euro, während 20-Jährige monatlich 16,42 Euro, 60-Jährige 32,62 Euro einkalkulieren müssen.

„Schlechtere“ Tarife können mehr Leistung enthalten

„€uro“ analysierte außerdem vier Economy-Tarife mit Alterungsrückstellungen, die von ZahnPrivat (ZPriv02) der Allianz und EZ50 der Debeka angeführt werden. Beide wurden für die 40-jährigen und 60-jährigen Kunden, die für den Allianz-Tarif 31,26 Euro bzw. 37,32 Euro und für den Debeka-Tarif 16,72 Euro bzw. 20,68 Euro bezahlen, mit „sehr gut“ ausgezeichnet, bei den 20-jährigen, die 10,32 Euro bzw. 10,11 Euro bezahlen, erreichte EZ50 stattdessen eine „gute“ Bewertung seines Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Des Weiteren führt der Test der Zahnzusatzversicherungen 2017 zwei Basistarife von R+V und LVM auf, deren Preis-Leistungs-Verhältnis fast durchgehend mit „sehr gut“ bewertet wurde. Die 20-jährigen zahlen bei R+V 10,69 Euro, bei LVM 17,50 Euro. 40-Jährige können mit Prämien von 19,34 Euro und 23,25 Euro rechnen, 60-Jährige mit Prämien von 21,14 Euro und 27,53 Euro.

Wer sich für eine Zahnzusatzversicherung interessiert, kann auf einen der im Test der Zahnzusatzversicherungen 2017 herausgefilterten „sehr guten“ Tarife setzen. Es gilt allerdings zu beachten, dass der Test nicht allein die Leistung, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet: Deshalb müssen die Tarife mit Bestnote nicht immer die leistungsstärksten sein. Wenn die Leistung im Vordergrund stehen soll und der Preis eine untergeordnete Rolle spielt, sollten auch die etwas schlechter bewerteten Tarife unbedingt beachtet werden.

Zahnzusatzversicherungen im Test 2016

Um die besten dieser Zahnversicherungs-Policen zu finden, hat die Zeitschrift €uro in Kooperation mit der Analysegesellschaft für Anlage- und Versicherungsprodukte in einem Finanztest die besten Policen auf dem Markt der privaten Zahnzusatzversicherungen getestet. Dabei wurden gezielt diejenigen Tarife berücksichtigt, die zumindest bei einem der zwei getesteten Leistungsbereiche – Zahnersatz oder Zahnbehandlung – gut bis sehr gut abschnitten.

Unter dem Punkt Zahnersatz sind u. a. Kosten für Kronen, Brücken und Prothesen inbegriffen, die in Komforttarifen zu minimal 61% und in Premiumtarifen zu minimal 81% abgedeckt werden müssen, um im Test zu erscheinen. Unter Zahnbehandlungen fallen Wurzelbehandlungen, Kunststofffüllungen mit Amalgam oder Paradontose-Behandlungen.

Abzuraten ist von leistungsschwächeren Zahnzusatzversicherungen, die mit einer Kostenerstattung von 100% werben. Meist ist mit dieser Prozentangabe nämlich nur die Erstattung des, von gesetzlichen Kassen für Behandlungen einheitlich festgelegten, Festzuschusses gemeint. Bei einer Zahnfüllung mit Keramik, Kunststoff oder Goldlegierung, auch Inlay genannt, zahlen gesetzliche Kassen beispielsweise gerade einmal pauschal 45 EUR für eine Behandlung mit Gesamtkosten von schätzungsweise 600€.

Eine hundertprozentige Erstattung von der privaten Zahnzusatzversicherung beläuft sich daher nur auf zusätzliche 45 EUR, auf 510 EUR bleibt der Versicherungsnehmer sitzen. Aber auch bei einer Erstattung der Gesamtkosten in Höhe von beispielsweise 70% plus Festzuschuss ist Vorsicht geboten, denn letzterer wird gerne in die Berechnung der Prozente von Gesamtkosten miteinkalkuliert. 

Im Vergleich mit anderen Versicherungssparten sind die Prämien für Zahnzusatzversicherungen, gerade bei den leistungsstarken Policen, äußerst hoch. Das liegt größtenteils an dem hohen Grad des Einflusses, den der Kunde auf die Höhe seiner Leistungszahlungen hat. Extrawünschen nach hochwertigeren Materialien, aufwendigeren Techniken oder regelmäßiger professioneller Zahnreinigung wird grundsätzlich stattgegeben. Die Konsequenz hoher Kostenaufwendungen für den Einzelnen sind hohe Prämien für Alle.

Gegen einen zu hohen finanziellen Verlust durch Ausnutzung dieses Rechts, haben die einzelnen Anbieter gewisse Vorkehrungen getroffen: Neukunden haben sich auf eine Wartezeit von acht Monaten vor der ersten Leistung einzustellen, falls es sich nicht um ein unfallbedingtes Zahnproblem handelt. In diesem Fall wird ab Beginn des Vertragslaufzeit geleistet. In den darauf folgenden zwei bis drei Jahren sind je nach Anbieter verschiedene absolute Grenzen der Erstattungshöhen festgelegt. Erst nach dieser Zeit kann der Versicherungsnehmer die volle Leistung beanspruchen.

Die Prämienhöhe wird maßgeblich dadurch bestimmt, ob Alterungsrückstellungen in die Tarife miteinkalkuliert sind. In diesem Fall sind die Prämienhöhen für die gesamte Zeit weitgehend kalkulierbar. Junge Leute zahlen bereits hohe Beiträge, die dann zu einem gewissen Anteil an den Finanzmärkten investiert werden. Die erzielte Rendite sorgt dann im Alter dafür, dass die Prämien nicht dem eigentlichen Risiko des Kunden entsprechen. In der Kalkulation der Prämienhöhe werden je nach Krankheitsgeschichte des Kunden gegebenenfalls auch Risikozuschläge und Ausschlüsse miteinbezogen.

Eine Sache steht bei Zahnzusatzversicherungen mit Alterungsrückstellung aber fest: Der Versicherer kann seine Prämie nicht aufgrund des Älterwerdens des Versicherten erhöhen. Beitragsabweichungen sind lediglich bei veränderten Rahmenbedingungen, wie etwa der allgemeinen Verteuerung des Gesundheitswesens zulässig.

Bei Tarifen ohne Alterungsrückstellungen richtet sich die Prämienhöhe lediglich nach dem individuellen Versicherungsrisiko und steigt so mit fortschreitendem Alter an. Dafür sind die Beiträge anfangs verlockend niedrig, aber in Hinblick auf die gesamte Vertragslaufzeit kaum kalkulierbar. 

Außerdem darf der Versicherer innerhalb der ersten drei Jahre kündigen, wenn nicht vertraglich eindeutig ausgeschlossen. Es lohnt sich also eine genaue Abwägung der beiden Optionen durch einen Vergleich ihrer Vor- und Nachteile für den Einzelnen.

Zahnzusatzversicherungen im €uro-Test: Tarife und Versicherer

Ein Versicherungsnehmer hat bei der Auswahl seines Versicherers generell freie Wahl. Hilfreich ist es daher zu wissen, dass viele gesetzliche Kassen mit den Privaten kooperieren. Bei der Auswahl ist genau darauf zu achten, welche Leistungen das Angebot tatsächlich enthält. Schon bei kleinen Namensunterschieden zwischen Tarifen können Prämien und Leistungen erheblich variieren.

In Zusammenarbeit mit der Analysegesellschaft für Anlage- und Versicherungsprodukte hat €uro Zahnzusatzversicherungen getestet, die sowohl eine Erstattung von Zahnersatzkosten gewährleisten, zudem ausschließlich Zahnleistungen enthalten, als auch ohne weitere Leistungsbausteine abgeschlossen werden können. Ein Test von Tarifen mit Alterungsrückstellungen, die nach Art einer Lebensversicherung kalkuliert sind, prüfte die Premium-Komforttarife von zehn Anbietern und 26 Tarifen. Bei den Premium- und Komforttarifen ohne Altersrückstellungen, kalkuliert nach Art einer Schadensversicherung, sind 14 Anbieter mit 31 Tarifen vertreten.

Die Prämienhöhe gliedert sich gemäß drei Altersstufen: 20,40 und 60. In die Bewertung floss die Analyse von 33 Leistungskriterien mit ein, unter anderem zählen Kontrahierungszwang und ein Verzicht auf Wartezeiten dazu. In den einzelnen Tarifen ist zu jeder Zahnleistung die Prozentzahl der entsprechenden Kostenerstattung angegeben. Je höher die Summe aller Leistungen eines Anbieters ausfallen, desto leistungsstärker und kundenfreundlicher ist er.

Zudem hat €uro für jeden der Tarife auch eine Versicherungsnote in jeder Altersstufe vergeben. Bei den Tarifen mit Alterungsrückstellungen, sprich einer hohen Konstanz bei der Beitragshöhe, schneidet in den Premiumtarifen in jeder Altersstufe der Tarif „ZahnPremium“ (dreifach Note sehr gut) der BBKK/Union am Besten ab. Sowohl für Zahnersatz, als auch Zahnbehandlungen sind hier 90% der Kosten gedeckt. Sehr gute bis gute Noten erzielten außerdem die Signal/Deutscher Ring mit „ZahnTOP“, die Allianz Private mit „ZahnBest“ und die R+V mit „Zahn premium“ (Z1U).

In den Komforttarifen zählen der „Z50/90“ Tarif der Arag (dreifach Note sehr gut), der „Zahn comfort (Z2U) der R+V, der „Zahn Privat Tarif“ und „ZahnPrivat“ der Allianz Private in allen Altersstufen mit Bestnoten zu den Spitzenreitern.

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