Gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung

Bald wieder gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung für alle?

Der Bund der Versicherten e.V. und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen haben ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht, indem Politik und Versicherungswirtschaft aufgefordert werden den Zugang zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu erleichtern. Erklärtes Endziel ist allerdings ein Zurück zum gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz.

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Kommt die gesetzliche BU Versicherung wieder?

Der Bund der Versicherten e.V. (BdV) und die Verbraucherschützer sind sich einig, dass das derzeitige System privater Vorsorge für den Fall einer Berufsunfähigkeit versagt hat.

Besonders für diejenigen, die einem erhöhten Risiko – siehe Berufsunfähigkeitsversicherung für Hochrisikoberufe – für eine Berufsunfähigkeit ausgesetzt sind, besteht derzeit tatsächlich nur begrenzt die Möglichkeit einer Absicherung.

Angehörige von Hochrisikoberufen müssen sich häufig mit teuren Tarifen, deren Leistungen enorm zusammengestrichen wurden, begnügen. Oftmals finden Sie gar keinen Versicherer, der Sie aufnimmt.

In Ihrem Forderungskatalog halten die  beiden Partner daher fest, dass „jeder potentiell Betroffene ein Anrecht auf eine ausreichende Rente bei Verlust seiner Arbeitskraft“ habe. Die Rückkehr zum gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz sei daher unumgänglich.

Bis dies wieder in Kraft treten könne, sei die Versicherungswirtschaft gefordert, die Bedingungen für den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu verbessern. Dr. Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes deutscher Versicherungswirtschaft (GDV) hat in einer Stellungsnahme erklärt, dass der GDV Gesprächen gegenüber offen sei, aber er hat auch seine Skepsis gegenüber den Forderungen angemeldet, die in ihrer Konsequenz dazu führten, dass der „gesamte BU-Markt unattraktiv“ würde.

Was fordern BdV und Verbraucherschutzzentrale NRW von den Versicherern?

Konkret wird ein erleichterter Zugang zur Berufsunfähigkeitsversicherung ohne oder mit nur noch vereinfachter Gesundheitsprüfung gefordert. Zumindest für Verträge mit einer vereinbarten Rentenhöhe, die oberhalb der Grundsicherung bis zu einem Betrag von 1500 Euro monatlich liegt. Außerdem sollen bestimmte Vorerkrankungen nicht mehr gänzlich vom Versicherungsschutz ausgenommen werden können, sondern zumindest im Falle einer Erwerbsunfähigkeit zu einer Leistung führen.

Mit einer Weiterfassung der Berufsgruppen soll ein größeres Kollektiv und damit ein verbesserter Risikoausgleich erreicht werden. Dr. Peter Schwark sieht besonders beim Punkt der Gesundheitsprüfung zu befürchten, dass sich künftig erst derjenige versichert, bei dem sich bereits eine Berufsunfähigkeit andeutet. Diese Haltung würde zu einer Prämiensteigerung für alle führen und damit das Geschäft kaputt machen. BdV und Verbraucherschützer gehen allerdings noch weiter: zusätzlich zu den erleichterten Aufnahmebedingungen fordern sie, dass Versicherungsnehmer bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsrente stärker unterstützt werden und dass es eine größere Transparenz hinsichtlich Prämienkalkulation und Annahme von Leistungsanträgen gibt. Insgesamt sollen die Rechte der Versicherungsnehmer gestärkt werden.

Wie ist die derzeitige Situation in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Während BdV und Verbraucherschutzzentrale den Eindruck vermitteln, dass die Situation für Versicherungswillige derzeit sehr schlecht ist, sagt Dr. Peter Schwark es könne „anders als häufig behauptet den allermeisten Interessenten bereits heute eine bezahlbare private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit angeboten werden, wenn sich der Kunde entsprechend früh um eine Absicherung bemüht.“ Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Wer einen risikoreichen Beruf ausübt, der hat es schwer eine gute Absicherung zu finden, allerdings spielt das Alter bei Abschluss tatsächlich vielfach eine entscheidende Rolle. Ohne Vorerkrankungen und in jungen Jahren lässt sich bei der Prämie häufig noch einiges rausholen. Wenn Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren, sollten Sie sich also unbedingt so früh wie möglich damit beschäftigen. Ob in der Zukunft ein gesetzlicher Berufsunfähigkeitsschutz wieder denkbar ist, wird sich zeigen. Bis dahin ist eine private Vorsorge unumgänglich.

Dringend Angebote der Berufsunfähigkeitsversicherungen vergleichen

Bevor  man sich für einen Versicherer entscheidet, sollte man einen Überblick über die verschiedenen Angebote haben. Denn es bestehen nicht nur Unterschiede in der Prämienhöhe, sondern auch in der Ausgestaltung der Leistungen. Auch ist die Risikoklassifizierung der Berufe von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Um Ihnen die Suche nach einer guten  und günstigen  Berufsunfähigkeitsversicherung zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

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