Zimmerer

Zimmerer: Berufsprofil und Selbständigkeit

Im Jahr 2014 gab es 11.279 Zimmereibetriebe in Deutschland, 49.014 Zimmerer waren darin beschäftigt. Die Zimmerei ist also eine überaus wichtige Branche in der Bauwirtschaft. Was ein Zimmerer genau macht und wie sein Berufsprofil aussieht, lesen Sie hier.

Die Zimmerei gehört unzweifelhaft zu den ältesten Handwerken der Welt. Im Mittelalter hat sich  im Zuge der Städteentwicklung das Handwerk herausgebildet, wir wir es heute kennen. In den Zünften haben sich die Zimmerer organisiert und verbindliche Regeln für die Berufsausübung aufgestellt.

Noch heute kann man im Zimmereihandwerk die Rückbesinnung auf alte Traditionen erkennen, zum Beispiel wenn die Gesellen nach der Ausbildung (freiwillig) auf die Walz gehen. Wer also Zimmerer werden will, der lernt auch einiges über die Handwerksgeschichte und das Selbstverständnis derer, die diesen Beruf ausüben. Wie die Arbeit von Zimmerleuten im Einzelnen aussieht, welche Verdienstmöglichkeiten es in diesem Beruf gibt und viele andere nützlichen Informationen, finden Sie hier in unserem Berufsprofil Zimmerer/Zimmermann.

Aufgaben von Zimmerern

Die Aufgabe von Zimmerern ist es Holzhäuser und Dachstühle, sowie Innenausbauten aus Holz zu fertigen. Zunächst wählen sie hierzu geeignete Materialien und Hölzer aus. Diese müssen zuvor ordnungsgemäß gelagert werden. Dann entwerfen und berechnen Zimmerer die Holzkonstruktionen, messen Bretter und Planken ab, reißen sie an und richten sie zu. Einzelteile werden mit verschiedenen Techniken zusammengefügt und montiert, es werden Verschalungen, Holzverkleidungen und Lattungen hergestellt und angebracht. Bei der Arbeit werden häufig Gerüste benötigt, die zuvor aufgebaut werden müssen. Außerdem ist die Baustelle immer ordnungsgemäß abzusichern.

Der Zimmerer führt Reparaturen und Sanierungsarbeiten an Bauwerken und an Bauwerksteilen durch, auch Tiefbauarbeiten für Hafen- Wehr und Wasserbauten werden von ihm übernommen. Die Arbeiten werden häufig unter Zuhilfenahme schwerer Maschinen ausgeführt, Arbeitssicherheit ist daher ein großes Thema und diese herzustellen ein nicht unwesentlicher Teil der Arbeit von Zimmerern. Akustik- und Trockenbauarbeiten sind ebenfalls Aufgaben von Zimmerern, ebenso Holzschutzarbeiten. Zimmerermeister übernehmen zudem Verwaltungsaufgaben und planen die Arbeitsabläufe.

Beruf Zimmerer: Persönliche Voraussetzungen

Wer Zimmerer werden will, der muss sich darauf einstellen, dass es sich dabei um einen Beruf handelt, der eine hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft erfordert. Körperliche Fitness und Kraft sind wichtig, da die Aufgaben teilweise physisch sehr anstrengend sind. Die Zimmerei ist häufig Teamarbeit, eine gute Kommunikation und die Bereitschaft in der Gruppe zu arbeiten sind ein Muss. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und eine genaue Beobachtungsgabe sind gefragt. Ebenso sollte man handwerkliches Geschick und Körperbeherrschung mitbringen.

Bei der Arbeit auf Gerüsten besteht Absturzgefahr, Zimmerer müssen immer umsichtig handeln, um nicht sich selbst oder andere zu gefährden. Auch wenn viele Absprachen im Team getroffen werden, ist es wichtig, dass man als Zimmerer auch eigenständig sieht, was zu tun ist. Schwindelfreiheit ist bei  der Arbeit in großen Höhen unbedingt erforderlich. Außerdem sollte man gut zeichnen können, um Konstruktionsentwürfe zu machen und ähnliches. Die Freude an der Arbeit mit Holz sollte von Anfang an da sein.

Arbeitsbedingungen von Zimmerern

Zimmerleute erledigen vieles in Handarbeit, bedienen aber auch große Anlagen und Maschinen. Bei der Arbeit auf Baustellen sind sie häufig der Witterung ausgesetzt, d.h. sie müssen bei Hitze, Kälte und Nässe arbeiten. Zudem sind sie Baustaub und -lärm ausgesetzt, weswegen sie Schutzkleidung tragen müssen. Schweres Heben und Tragen gehört zum beruflichen Alltag, ebenso eine hohe Absturz- und Verletzungsgefahr.

Die Baustellen befinden sich oft auch weiter weg, was eine häufige Abwesenheit vom Wohnort mit sich bringt.  Die Arbeiten auf den verschiedenen Baustellen können ganz unterschiedlich aussehen, weshalb Zimmerer sich ständig auf neue Situationen einstellen und flexibel sein müssen. Die Arbeitszeiten können je nach Auftragslage variieren. Mehrarbeit und Überstunden sind keine Seltenheit. Allerdings kann es bei schwieriger Auftragslage auch Zeiten der Nichtbeschäftigung geben.

Beruf Zimmerer: Verdienstmöglichkeiten

In der Ausbildung verdienen Zimmerer häufig schon ganz gut. Im ersten Lehrjahr liegt das Gehalt meist zwischen 600 und 700 Euro, im dritten kann es bis zu 1300 Euro brutto im Monat betragen. Das Einstiegsgehalt nach Abschluss der Lehre liegt meist um 2000 Euro monatlich. Wie viel man als Zimmerer dann später verdient, hängt von mehreren Punkten ab. Dazu gehören der Arbeitgeber und die Region, in der man arbeitet, sowie die eigene Berufserfahrung und Qualifikation.

Als Zimmerermeister hat man die Möglichkeit sich mit einem eigenen Betrieb selbständig zu machen und den eigenen Verdienst damit nochmal kräftig in die Höhe zu schrauben. Falls Sie zum diesem Thema noch Informationen suchen, dann finden Sie diese unter Selbständigkeit Zimmermann

Wichtige Versicherungen für Zimmerer

Wie bereits in den Arbeitsbedingungen beschrieben, leben Zimmerleute in ihrem Beruf gefährlich. Da die Arbeit körperlich so fordernd ist, kommt es häufig zu Schädigungen des Bewegungsapparates. Das und viele andere Risiken können dazu führen, dass der Zimmerer nicht bis zum erreichen der Altersrente in seinem Job arbeiten kann. Der Beruf des Zimmerers führt zusammen mit anderen Handwerksberufen (z.B. Dachdecker, Gerüstbauer, Estrichleger) die Liste der Berufe an, die den größten Anteil an derzeit Berufsunfähigen ausmachen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher für Zimmerer kein Luxus, sondern ein Muss. Da der Zimmerer aber zu den Hochrisikoberufen gehört, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für ihn nicht einfach zu bekommen. Die Versicherer ordnen die Berufe aber zum Teil unterschiedlich ein, sodass es hier ein Sparpotenzial gibt, welches man mit einem Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen für Zimmerer nutzen kann und sollte.

Neben den Folgen von Unfällen und Krankheiten, sollte man sich noch anderer Risiken bewusst sein, die mit der Ausübung des Berufs des Zimmerers einhergehen. Das sind Haftungsrisiken aller Art. Besonders, wenn Sie eine Zimmerei eröffnen wollen oder bereits eröffnet haben, brauchen Sie umfangreichen Haftpflichtschutz, um sich und ihre Mitarbeiter vor großen Forderungen Dritter zu schützen. Das können zum Beispiel Schadensersatzforderungen des Kunden sein, weil Arbeiten fehlerhaft ausgeführt wurden. Weitere Beispiele und eine genaue Beschreibung der Leistungen finden Sie unter Betriebshaftpflichtversicherung für die Zimmerei

Welche Versicherungen benötigt ein Zimmerer

Betriebshaftpflicht für Zimmerei

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung Zimmerer

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Betriebshaftpflicht für Zimmereien

Das Zimmererhandwerk ist Jahrtausende alt und stirbt wohl nie aus. Um den eigenen Betrieb aber am Leben erhalten zu können, ist es wichtig im Schadensfall ausreichend versichert zu sein. Die Betriebshaftpflichtversicherung für die Zimmerei sichert Ihre Existenz.