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Berufsunfähigkeit Zimmermann

Sehr hohes Berufsunfähigkeitsrisiko für Zimmerer

Berufsunfähigkeitsversicherungen für Zimmerer sind zwar wichtig, aber schwer zu bekommen. Da Zimmerleute von Berufsunfähigkeitsversicherern im Schnitt in die Risikogruppe 5 oder 6 (sehr hohes Risiko) eingestuft werden, bieten ihnen manche Versicherer erst gar keine Policen an. Wer sich schon früh versichert, kann Geld sparen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hohes BU-Risiko für Zimmerleute: Der Beruf Zimmermann wird mehrheitlich in die Risikogruppe 5 eingestuft. 
  • BU-Hauptursachen: Häufige Ursachen sind die hohe Unfallgefahr durch Arbeiten in der Höhe, Muskel- und Skeletterkrankungen und Unfälle durch Werkzeuge und Maschinen.
  • Wie viel kostet die BU-Versicherung? Die monatlichen Beiträge für Zimmerleute* liegen je nach Anbieter zwischen 107 EUR und 312 EUR.
  • Sparpotenzial: Nicht alle Versicherer bewerten das berufsspezifische Risiko gleich. Der BU-Vergleich für Zimmerleute hilft Ihnen bei der Suche nach einer guten und günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung.

BU-Risikoeinstufung für den Beruf Zimmermann

Zimmerer werden von den Versicherungsgesellschaften mehrheitlich in die BU-Risikogruppe 5 (Tendenz 6) eingestuft.

Warum sind Zimmerleute in einer so hohen Risikogruppe? Das liegt vor allem an dem hohen Unfall- und Erkrankungsrisiko (Arbeiten in der Höhe, Umgang mit Maschinen, körperliche Belastung). Eine frühe Berufsunfähigkeit ist statistisch wahrscheinlicher als in anderen Berufen. Die Versicherer reagieren auf das hohe Risiko mit höheren Beiträgen.

BU-Risikogruppe: Beruf Zimmermann

Berufsunfähigkeit Zimmermann: BU Risikogruppe 5

Da Zimmerer ein enormes Berufsunfähigkeitsrisiko tragen, kann sich die Suche nach einer passenden Berufsunfähigkeitsversicherung schwierig gestalten. Manche Versicherer haben gar keine solchen Verträge im Angebot, da ihnen die Absicherung solcher „Hochrisikoberufe“ zu riskant erscheint.

Andere bieten zwar Berufsunfähigkeitsversicherungen für Zimmerer an, versehen diese aber gleichzeitig mit hohen Preisen. Eine wirklich günstige Versicherung können die meisten Handwerker leider kaum bekommen.

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Zimmerleute?

Kosten Berufsunfähigkeitsversicherung Zimmermann

*Dem BU-Vergleich für einen Zimmerer liegen folgende Annahmen zugrunde: Alter 25 Jahre, Nichtraucher/in, BU-Rentenhöhe 1.250 EUR/Monat, keine Bürotätigkeit und Absicherung bis zum 65. Lebensjahr.

Der monatliche Beitrag* für einen Zimmerer liegt zwischen 107 EUR und 312 EUR. Das Rechenbeispiel zeigt Ihnen die mögliche Beitragsspanne und somit das Sparpotenzial für Zimmerleute.

Wie kommt es zu so großen Beitragsunterschieden? Zimmerleute gehören zu den körperlich tätigen Berufen, die von Versicherern typischerweise in hohe Risikogruppen eingestuft werden. Je nach Versicherer kann der Beruf jedoch unterschiedlich eingestuft werden, was den Beitrag massiv beeinflusst.

Des Weiteren sind es die Leistungsunterschiede und Bedingungen, die für die Beitragsunterschiede verantwortlich sind.

Günstige BU-Tarife für Zimmerleute bieten oft eingeschränkten Schutz: Sie erlauben Verweisungen auf andere Berufe, zahlen nicht rückwirkend, enthalten keine Dynamik und kaum Nachversicherungsmöglichkeiten.

Teurere Tarife sichern umfassender ab, verzichten auf Verweisungen, leisten rückwirkend, bieten Inflationsschutz und flexible Anpassungen ohne neue Gesundheitsprüfung.

Wie viel wird Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung kosten? Um Ihren genauen Beitrag zu erfahren, nutzen Sie am besten den Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen bzw. wenden Sie sich direkt an einen Versicherungsberater oder die gewünschte Versicherungsgesellschaft.

Berufsunfähigkeitsversicherungen für Zimmerer

Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung für Zimmerer zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der BU Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

BU-Vergleich für den Beruf Zimmermann [kostenfrei]

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Berufsbezogene BU-Ursachen für Zimmerer

Die wichtigsten berufsbezogenen Ursachen für Zimmerer, die zu einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit führen, finden Sie in der folgenden Auflistung.

Sturz- und Unfallgefahr durch Arbeiten in der Höhe: Zimmerer arbeiten oft auf Dächern, Gerüsten oder Balkenkonstruktionen, was das Risiko für Stürze erheblich erhöht. Ein Sturz kann zu Knochenbrüchen, Wirbelsäulenverletzungen oder sogar dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen.

Muskel- und Skeletterkrankungen durch schwere körperliche Arbeit: Zimmerer heben und bewegen täglich schwere Holzbalken, Dämmstoffe und Werkzeuge, was die Rücken-, Schulter- und Kniegelenke stark belastet. Dauerhafte Überlastung kann Bandscheibenvorfälle, Arthrose oder chronische Schmerzen auslösen.

Atemwegserkrankungen durch Holzstaub und Chemikalien: Beim Sägen, Hobeln und Schleifen von Holz entsteht Feinstaub, der tief in die Lunge gelangen kann. Holzschutzmittel, Klebstoffe und Lacke enthalten oft chemische Dämpfe, die Allergien oder Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronische Bronchitis verursachen können.

Unfälle durch Werkzeuge und Maschinen: Zimmerer arbeiten mit Kreissägen, Kettensägen, Hobeln und Nagelpistolen, die bei Fehlbedienung oder Unachtsamkeit zu Schnittverletzungen, Quetschungen oder Amputationen führen können. Besonders gefährlich sind Rückschläge von Kreissägen oder unkontrollierte Kettensägenbewegungen.

BU-Infothek Zimmermann

Berufsunfähigkeitsrelevantes Arbeitsumfeld von Zimmerern

Aufgabenbereich: Zimmerer fertigen sowohl ganze Bauten als auch Teile davon: So entstehen durch ihre Arbeit nicht nur Häuser, sondern beispielsweise auch Dächer, Balkone oder Wandverkleidungen.

Sie können zudem im Ingenieurholzbau oder Schiffbau eingesetzt werden. Zimmerleute erstellen auch Schalungen (Gussformen) für Betonbauer, die so konstruiert sein müssen, dass sie sich problemlos von dem gegossenen Beton entfernen lassen. Neben der Herstellung von Holzbauten führen sie auch Sanierungsarbeiten durch.

Arbeitsplatz: Zimmerer arbeiten in Holzbaubetrieben und Zimmereien, daneben auch im Hoch- und Tiefbaugewerbe. Die Tätigkeit in Werkstätten und auf Baustellen ist natürlich mit vielen Risiken verbunden. Zum einen herrscht erhöhte Unfallgefahr, da die Handhabung diverser Maschinen bei kleinen Unaufmerksamkeiten schnell gefährlich werden kann.

Arbeiten mit Handkreissäge, Kettensäge oder Druckluftnagler können zu schlimmen Verletzungen führen. Auch kleinere, scheinbar harmlose Schnittverletzungen können verheerende Folgen haben und unter Umständen eine Berufsunfähigkeit nach sich ziehen. Andererseits sind Zimmerer durch häufiges Heben und Tragen von schweren Gegenständen besonders anfällig für Erkrankungen des Bewegungsapparates, so z.B. für Bandscheibenvorfälle und Arthrosen.

Auch berufsbedingte schwere Allergien und Atemwegserkrankungen sind durch den bei Arbeiten entstehenden Holzstaub keine Seltenheit. Zimmerer sind also aufgrund von Unfallrisiko und physischer Belastung doppelt gefährdet, berufsunfähig zu werden. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Beinahe 40 Prozent aller Zimmerer werden vor dem Erreichen des Rentenalters berufsunfähig.

Beschäftigungsverhältnis: Zimmerer arbeiten als Angestellte oder Selbständige. Wer sich selbständig machen möchte, benötigt entweder einen Meisterbrief oder eine vergleichbare Qualifikation, die ihn nachweislich zur Eröffnung eines eigenen Betriebes befähigt.

Kosten zu hoch? Die Alternativen für Zimmerleute

Für Zimmerleute kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund des hohen Risikoprofils teuer oder schwer abschließbar sein. Es gibt jedoch einige Alternativen:

Unfallversicherung
Vorteil: Sie zahlt bei bleibenden körperlichen Beeinträchtigungen durch Unfälle – auch im privaten Bereich.
Nachteil: Erkrankungen (z. B. Rückenleiden oder psychische Erkrankungen), die häufig Ursache für Berufsunfähigkeit sind, sind nicht abgesichert.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung
Vorteil: Sie greift, wenn man gar keiner Tätigkeit mehr nachgehen kann, und ist meist günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Nachteil: Die Hürde für die Leistung ist hoch – man muss nahezu vollständig außerstande sein, irgendeiner Arbeit (nicht nur im erlernten Beruf) nachzugehen.

Grundfähigkeitsversicherung
Vorteil: Leistet bei Verlust bestimmter körperlicher oder geistiger Grundfähigkeiten (z. B. Gehen, Sehen, Sprechen), unabhängig vom konkreten Beruf.
Nachteil: Sie deckt nicht jede gesundheitliche Einschränkung ab – psychische Erkrankungen oder unspezifische Beschwerden sind häufig ausgeschlossen oder schwer nachzuweisen.

Diese Alternativen können je nach individueller Situation eine sinnvolle Alternative oder Notlösung sein, ersetzen jedoch nicht vollständig den Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Gerade für die sogenannten Hochrisikoberufe wie Zimmerer gilt: Die BU-Versicherung sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden, denn mit zunehmendem Eintrittsalter steigen auch die Beiträge. Sind diese aber bereits in jungen Jahren hoch, besteht die Gefahr, dass die Versicherung später unbezahlbar wird.