Wachmann

Wachmann: Berufsprofil und Selbständigkeit

Die Sicherheit anderer ist ihr Beruf. Wachleute schützen und bewachen Personen und Gebäude und sorgen für Sicherheit und Ordnung. Wie das Berufsprofil eines Wachmanns aussieht, lesen Sie hier.

Wachleute werden in den verschiedensten Bereichen und zu den unterschiedlichsten Zwecken eingesetzt. Man sieht sie in großen Häusern als Concierge, der neben der Bewachung der Wohnanlage auch die Schlüsselverwahrung und Päckchenannahme übernehmen kann, aber auch im Stadion, wo sie für Ruhe und Ordnung sorgen.

Als Türsteher in Diskotheken kommen sie ebenso zum Einsatz, wie als Kaufhausdetektive oder als Wachmann in Museen oder in Spielhallen. Jeder Auftrag erfordert ganz unterschiedliche Formen der Be- und Überwachung.

Im Bereich Personenschutz müssen Wachleute den Spagat schaffen immer präsent zu sein ohne Aufzufallen. In Zeiten des Terrors und zunehmender Kriminalität, erlebt das Bewachungsgewerbe einen Aufschwung. Private Sicherheitsdienstleister werden zunehmend wichtiger, die Zukunft dieses Gewerbes ist also gesichert. Wenn Sie sich en Detail für die Arbeit von Wachleuten interessieren, sollten Sie unser nachfolgendes Berufsprofil Wachmann lesen. Hier geben wir Ihnen auch Aufschluss über die Verdienstmöglichkeiten, Arbeitsbedingungen und alles was noch interessant ist, rund um den Beruf des Wachmanns.

Aufgaben von Wachleuten

Wachleute, die im Objektschutz eingesetzt werden, bewachen Gebäude, wie etwa große Firmen, und schützen diese vor Bränden, Einbruch und Sabotage. Sie stehen am Eingang von Museen und Spielhallen und schreiten ein, falls die Hausregeln verletzt werden. In Kaufhäusern sind sie hauptsächlich zur Diebstahlabwehr eingesetzt und überwachen die Vorgänge im Geschäft auf Monitoren mithilfe von Überwachungskameras. Als Pförtner in Unternehmen nehmen sie zum Beispiel Ausweiskontrollen vor, überprüfen Fahrzeuge, die auf das Werksgelände fahren und leiten Besucher weiter.

Meist bedienen sie auch die Telefon- und Schließanlage. Als Personenschützer begleiten sie die zu schützende Person und fahren diese an verschiedene Orte. Wachmänner sorgen zudem für die Haussicherheit, indem sie Alarmanlagen montieren und in Betrieb setzen. Sie ergreifen alle nötigen Maßnahmen, um das gesundheitliche Wohl und Leben des Auftraggebers zu schützen.

In Diskotheken oder im Stadion stehen Wachleute an der Tür und kontrollieren, wer das Gelände betritt. Sie führen Taschenkontrollen durch, um das Einbringen von Waffen und gefährlichen Gegenständen zu verhindern und sorgen für Sicherheit, falls es zu Schlägereien oder unerwarteten Gefahrsituationen kommt. Wachleute sorgen außerdem dafür, dass die Flucht- und Verkehrswege frei bleiben.

Beruf Wachmann: Persönliche Voraussetzungen

Um als Wachmann arbeiten zu können, muss man mindestens 18 Jahre alt sein und darf keine Vorstrafen haben. Ein gepflegtes Auftreten, sowie gute Kommunikationsfähigkeiten sind Pflicht. Wachleute sind häufig körperlich belastenden Situationen ausgesetzt, körperliche Fitness ist daher ein Muss. Kunden, die Wachleute engagieren, erwarten Diskretion und Leistungsbereitschaft. Wachleute müssen stets zuverlässig und konzentriert bei der Arbeit sein.

Grundkenntnisse in Englisch und EDV sind sehr von Vorteil. Ein Führerschein wird meist vorausgesetzt. Je nach Einsatzort und Aufgabe muss man als Wachmann auch zum Dienst an der Waffe bereit sein. Es wird erwartet, dass sich Wachleute stetig fortbilden und motiviert sind an Weiterbildungen und Seminaren teilzunehmen. Wachleute brauchen eine gute Beobachtungsgabe und Reaktionsvermögen.

Arbeitsbedingungen von Wachleuten

Wachleute arbeiten häufig im Schichtdienst und zu ungewöhnlichen Zeiten. Das Kundeninteresse steht hierbei stets im Vordergrund.  Wachleute übernehmen Verantwortung für Personen und für Sachwerte. Als Personenschützer sind sie ständig in engem Kontakt mit der zu schützenden Person. Im Objektschutz sind sie häufig im Freien unterwegs, machen Kontrollgänge auf dem Gelände oder sitzen in Überwachungsbüros. Auch Fahrtätigkeiten, z.B. bei Werttransporten gehören dazu.

Als Wachmann hat man nicht nur angenehmen Kontakt mit anderen Menschen, zum Teil muss man diese an der Tür abweisen, was Aggressionen hervorrufen kann. Dabei kann es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen und Verletzungen kommen. Trotzdem darf sich ein Wachmann nicht von seinen Gefühlen leiten lassen, sondern muss versuchen die Situation so sachlich und diplomatisch wie möglich zu lösen.

Beruf Wachmann: Verdienstmöglichkeiten

Wie hoch der Verdienst eines Wachmanns ist, ist ganz unterschiedlich. Zum einen hängt das vom Auftraggeber ab, zum anderen von der Art der Bewachung und der Region, in der man arbeitet. Es sind Löhne von 1700 Euro brutto im Monat bis 2800 Euro denkbar. Natürlich richtet sich das Gehalt auch nach der Erfahrung, die man vorweisen kann. Die Spannweite der möglichen Gehälter ist groß. Wer bei einer kleinen Sicherheitsfirma angestellt ist und hauptsächlich Türsteher-Arbeiten übernimmt, verdient oft weniger als ein Personenschützer, der aber seine gesamte Freizeit opfern muss und zudem ein hohes Risiko eingeht.

Wer sich mit einem eigenen Bewachungsunternehmen selbständig macht, der kann sich auf Dienstleistungen spezialisieren, die lukrativ und gerade gefragt sind. Ist man sein eigener Chef, kann man -natürlich abhängig von der Auftragslage- sein Gehalt selbst bestimmen. Was Sie wissen müssen, um sich als Wachmann selbständig zu machen erfahren Sie unter Selbständigkeit Wachmann.

Wichtige Versicherungen für Wachleute

Wer selbständig ein Bewachungsgewerbe ausüben möchte, der ist durch die Bewachungsverordnung gesetzlich dazu verpflichtet eine Betriebshaftpflichtversicherung für Sicherheitsdienste abzuschließen, sonst erhält man nicht die Erlaubnis nach §34a GewO. Das hat auch einen guten Grund: Die Haftungsrisiken sind für Sicherheits- und Bewachungsunternehmen immens.

Zum einen haften Sie dem Auftraggeber gegenüber, wenn trotz Ihrer Bewachung dessen Eigentum entwendet wurde, zum Beispiel weil Sie kurz unaufmerksam waren, zum anderen kommen Sie als Wachmann häufig in die Situation, dass Sie Personen des Platzes verweisen müssen. Kommt es dabei zu Handgreiflichkeiten, können Schmerzensgeldforderungen und Heilbehandlungskosten schnell hohe finanzielle Kosten verursachen.

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist daher zu Ihrer eigenen und der Sicherheit Ihrer Mitarbeiter unerlässlich. Auch für Ihre Auftraggeber ist eine solche Absicherung von größter Bedeutung. Weitere Informationen zur Betriebshaftpflichtversicherung für Sicherheitsdienste und Bewachungsunternehmen finden Sie hier. 

Der Beruf des Wachmanns ist gefährlich und nichts für zarte Gemüter. Viele können ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Rente ausüben. Dann muss ein Plan B her, um trotzdem über die Runden zu kommen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Wachleute sichert Ihnen eine monatliche Rente zu, falls Sie in Ihrem ausgeübten Beruf nicht weiter arbeiten können.

Da es sich bei dem Beruf des Wachmanns um einen Hochrisikoberuf handelt, ist es ratsam sich vor Abschluss das Angebot der Versicherer genauestens anzusehen und einen Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen für Wachleute durchzuführen, um den Tarif mit den besten Konditionen zu finden.

Welche Versicherungen benötigt ein Wachmann

Berufsunfähigkeitsversicherung Wachmann

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

empfohlenwichtigganz wichtig

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Betriebshaftpflicht für Sicherheitsdienste verpflichtend

Laut §6 der Bewachungsverordnung ist ein Gewerbetreibender dazu verpflichtet, eine Haftpflicht­versicherung für sich und die in seinem Betrieb tätigen Personen abzuschließen. Und das nicht ohne Grund: Das mit Bewachungsberufen einhergehende Risiko ist sehr viel höher als das der meisten anderen Berufe.