Psychotherapeut

Psychotherapeut: Berufsprofil und Selbständigkeit

Bis man sich Psychotherapeut nennen darf, muss man einiges an Kraft in die eigene Ausbildung investieren. Aber es lohnt sich: Psychotherapeuten werden zunehmend gebraucht. Wie das Berufsprofil von Psychotherapeuten aussieht, lesen Sie hier.

Im Durchschnitt warten Menschen in Deutschland drei Monate auf ein Erstgespräch beim Psychotherapeuten. Dabei ist eine schnelle Intervention in Zeiten einer seelischen und psychischen Krise sehr wichtig. Psychotherapeuten werden also dringend gebraucht.

Hohe Anforderungen in der Berufswelt und die Schnelligkeit unseres digitalisierten Lebens führen zunehmend zu Depressionen und Burn-Out. In der Psychotherapie mangelt es daher nicht an Patienten. Wer Psychotherapeut werden will, der muss sich auf einen langen und steinigen Weg einstellen. Zunächst muss viel Kraft und Geld in die eigene Ausbildung investiert werden, bevor man als Psychotherapeut selbst Patienten behandeln kann.

Der Lohn für die Mühen ist ein gutes Einkommen und eine erfüllende Arbeit. Um dabei die Probleme der Patienten nicht selbst mit nach Hause zu nehmen, braucht der Psychotherapeut nicht nur fachliches Wissen, sondern muss einiges an persönlichen Voraussetzungen mitbringen. Welche das sind, wie die Aufgaben von Psychotherapeuten genau aussehen und vieles mehr, können Sie nachfolgend in unseren Berufsprofil Psychotherapeut erfahren.

Aufgaben von Psychotherapeuten

Am Anfang einer jeden Psychotherapie steht eine ausführliche Anamnese. Durch intensive Befragung und andere psychodiagnostische Methoden bestimmt der Psychotherapeut die Art und den Grad der seelischen Störung. Danach bespricht er mit dem Patienten den Behandlungsablauf. Dabei werden Therapieziele aufgestellt und die Heilungsaussichten beurteilt. Dem Patienten werden Konflikte bewusst gemacht und diese bearbeitet. Mittels verschiedener therapeutischer Techniken und Methoden behandelt der Psychotherapeut den Patienten. In Einzel- und Gruppensitzungen, intensiven Gesprächen und mit Rollenspielen werden die Probleme angegangen.

Psychotherapeuten sind im steigen Austausch mit behandelnden Ärzten und beraten auch Menschen im Umfeld des Betroffenen. Durch Präventivberatung verhindern sie bereits das Entstehen von Konflikten. Zunächst muss immer eine therapeutische Arbeitsbeziehung zum Patienten hergestellt werden. Der Therapieverlauf und das -ergebnis werden dokumentiert. Häufig halten Psychotherapeuten auch öffentliche Vorträge, schreiben wissenschaftliche Artikel für Fachzeitschriften und erstellen Infomaterialien. Sie werden in Forschung und Lehre tätig und als Gutachter eingesetzt. In der eigenen Praxis kommen auch verwaltende und organisatorische Tätigkeiten, sowie die Mitarbeiterführung hinzu.

Beruf Psychotherapeut: Persönliche Voraussetzungen

Psychotherapeuten müssen selbst psychisch stabil und belastbar sein. Der Umgang mit psychisch Kranken kann emotional belastend sein, die professionelle Distanz muss immer gewahrt werden. Psychische Erkrankungen können oft nur sehr langsam gemindert werden, es kommt häufig zu Rückschlägen, hier braucht der Psychotherapeut eine hohe Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen. Er übernimmt große Verantwortung in seinem Job und muss stets sorgfältig arbeiten. Oft sind Entscheidungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen gefordert.

Psychotherapeuten müssen empathisch sein und gut zuhören können. Um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu erreichen, müssen Psychotherapeuten den Patienten ernst nehmen und zudem verschwiegen sein. Psychotherapeuten brauchen Kommunikationsgeschick und Geduld, die Freude am Umgang mit Menschen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Wer selbst akut depressiv ist oder mit Suchterkrankungen kämpft, ist für den Beruf des Psychotherapeuten zunächst nicht geeignet. Sind Krisen hingegen überwunden besteht meist die Möglichkeit die Arbeit als Psychotherapeut (wieder) aufzunehmen.

Arbeitsbedingungen bei der Psychotherapie

Psychotherapeuten arbeiten in der Regel in psychotherapeutischen Einrichtungen und Praxen. Sie haben täglich Umgang mit kranken und problembelasteten Menschen und sind mit emotional schwierigen Situationen befasst. Psychotherapeuten arbeiten häufig im Team mit anderen psychologischen und medizinischen Fachkräften und tauschen sich regelmäßig mit den behandelnden Ärzten des Patienten aus. In Kliniken und psychotherapeutischen Praxen sind Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienste die Regel. Arbeiten zu ungewöhnlichen Zeiten sind keine Seltenheit. Psychotherapeuten tragen ein hohes Maß an Verantwortung für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Störungen, das kann für den Psychotherapeuten selbst sehr belastend sein.

Beruf Psychotherapeut: Verdienstmöglichkeiten

Als angestellter Psychotherapeut verdient man im öffentlichen Dient je nach Alter und Erfahrungsstufe zwischen 4100 und 5400 Euro brutto im Monat. Wer in einer Praxis angestellt tätig ist, sieht sich aber häufig mit einem deutlich geringeren Lohn konfrontiert. Das Einkommen liegt hier meist nur bei etwa 2800 Euro im Monat. Wer sich mit einer eigenen Praxis selbständig macht, kann deutlich mehr verdienen. Natürlich besteht hier auch ein größeres finanzielles Risiko, aber die Investition lohnt sich meistens. Wenn Sie weitere Informationen zum Thema suchen, finden sie diese unter Selbständigkeit Psychotherapie .

Wichtige Versicherungen für Psychotherapeuten

Jeder, der so eng mit Menschen zusammenarbeitet und eine solch große Verantwortung für deren Wohlergehen übernimmt, muss auch mal an die eigene Absicherung denken. Eine Berufshaftpflichtversicherung ist für Psychotherapeuten Pflicht, ohne sie erhalten sie die Approbation nicht.

Aus gutem Grund: Mit einer Berufshaftpflichtversicherung sind sowohl der Psychotherapeut als auch der Patient auf der sicheren Seite. Natürlich kann man dem Psychotherapeuten nicht vorwerfen, dass die psychische Heilung nicht wie gewünscht voranschreitet, aber ein falsch erstelltes Gutachten zum Beispiel, kann enorme Folgen für einen Patienten haben.

Finanzielle Schäden, die deshalb entstehen, oder Schadensersatz der vom Psychotherapeuten gefordert wird, werden von der Berufshaftpflichtversicherung übernommen. Was die Berufshaftpflichtversicherung für Psychotherapeuten noch für Sie leistet, worauf man beim Abschluss achten muss und wie Sie den richtigen Anbieter finden, erfahren Sie unter Berufshaftpflicht Psychologe /-therapeut.

Ein weiteres Problem, auf das man sich möglichst frühzeitig vorbereiten sollte, ist eine mögliche Berufsunfähigkeit. Egal, ob aufgrund eines beruflich bedingten Risikos, wegen dem Eintreten einer Krankheit oder wegen eines Unfalls, man kommt schneller als man denkt in die Lage, seinen Lebensunterhalt nicht mehr selbst erwirtschaften zu können. Wer mit solch existentiellen Problemen konfrontiert ist, der sollte sich nicht auch noch Gedanken um die Finanzen machen müssen.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Psychotherapeuten sichert Ihnen für einen solchen Fall eine monatliche Rente zu und dies meist zu wesentlich besseren Konditionen als das beim Versorgungswerk der Fall ist. Eine zusätzliche private Vorsorge lohnt in jedem Fall. Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie einen Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung für Psychotherapeuten durchführen, um den Versicherer mit den besten Leistungen und Preisen zu finden. 

Welche Versicherungen benötigt ein Psychotherapeut

Berufshaftplicht für Psychologe /-therapeut

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung Psychotherapeut

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

empfohlenwichtigganz wichtig

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufshaftpflichtversicherung für Psychotherapeuten Pflicht

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist für Psychotherapeuten Pflicht, ohne sie erhalten sie die Approbation nicht. Und das aus gutem Grund: Mit einer Berufshaftpflichtversicherung sind sowohl der Psychotherapeut als auch der Patient auf der sicheren Seite.