Maskenbildner Selbständigkeit

Selbständig werden als Maskenbildner

Als Maskenbildner selbständig zu werden kann die Verwirklichung des Traums von selbstbestimmten Arbeiten sein, oder aber schlichtweg den Umständen am Arbeitsmarkt geschuldet sein. Egal warum, Sie sollten wissen, was man in der Selbständigkeit als Maskenbildner beachten muss.

Im Bereich Kultur wird leider immer zuerst gespart, wenn es irgendwo eng wird. Festanstellungen als Maskenbildner sind schwer zu bekommen. Deshalb entscheiden sich viele Maskenbildner selbständig zu arbeiten und ihre Dienste verschiedenen Auftraggebern anzubieten. Das Gute daran ist, dass man so die Möglichkeit hat ganz viele Facetten dieses vielseitigen Berufs kennenzulernen.

Die Arbeit an einem Filmset unterscheidet sich zum Beispiel stark von der am Theater. Häufig kommen Maskenbildner auch wie Make-Up-Artists und Visagisten in der Modebranche zum Einsatz und schminken Models für den Laufsteg oder Fotoshootings. Selbständige Maskenbildner verdienen häufig besser als angestellt tätige, der Preis dafür ist ein Stück Sicherheit.

Selbständige Maskenbildner müssen ständig Kundenakquise betreiben und Werbung für sich machen, um von den eingehenden Aufträgen leben zu können. Wer gut arbeitet, der kann auf Mund-zu-Mund-Propaganda hoffen, die immer noch die wirkungsvollste Werbung darstellt. Welche Ausbildung man als Maskenbildnerin braucht, um sich selbständig zu machen, welche Behördengänge zu erledigen sind und einiges mehr, lesen Sie hier.

Maskenbildner Selbständigkeit: Qualifikation und Ausbildung

Der Beruf des Maskenbildners ist seit 2002 staatlich anerkannt. Um sich Maskenbildner nennen zu dürfen, ist ein eine dreijährige duale Ausbildung erforderlich, die mit der Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer abgeschlossen wird. Einige Privatschulen bieten kürzere Ausbildungen an. Diese entsprechen inhaltlich nicht der Ausbildungsrahmenvereinbarung, deshalb dürfen die Absolventen dieser Schulen auch nicht die Berufsbezeichnung Maskenbildner tragen. Dasselbe gilt für Absolventen staatlich nicht anerkannter Studiengänge.

Derzeit gibt es zwei staatlich anerkannte Studiengänge zum Maskenbildner, in Dresden und in München. Eine zuvor abgeschlossene Friseur- oder Kosmetikerlehre ist gerne gesehen. Außerdem kann man mit abgeschlossener Lehre in einem dieser Bereiche auch mit mittlerer Reife das Studium anfangen. Ohne Ausbildung ist hingegen die Hochschulreife Pflicht. Maskenbildner müssen sich in den verschiedensten Bereichen auskennen. Sie sind Visagisten, Friseure und Perückenmacher in einem und noch einiges mehr. Ohne gute Ausbildung kann man in diesem Beruf nichts werden. Als handwerksähnliches Gewerbe (Anlage B der HwO) kann man sich als Maskenbildner auch ohne Meistertitel selbständig machen.

Maskenbildner: Räumliche Anforderungen und Ausstattung

In der Regel brauchen Maskenbildner keine eigenen Räume, da sie fast immer vor Ort tätig werden. Da die Tätigkeiten aber vielseitig sind und selbständige Maskenbildner häufig auch Braut-Make-Ups und ähnliches anbieten, um einen Nebenverdienst zu haben, sollte man in der eigenen Wohnung zumindest einen Raum haben, in dem man Kunden empfangen und schminken kann. Zu Beginn ihrer Tätigkeit müssen Maskenbildner sich einiges an Ausstattung zulegen.

Häufig erhält man die wichtigsten Grundmaterialien in der Berufsschule (gegen Entgelt) oder wird dort zumindest beraten. Maskenbildner brauchen neben Theaterschminke auch Knüpfnadeln, Airbrush-Equipment, Latex- und Haarteile, Pinsel, Schminkkoffer, Spachtel, Cutter und vieles mehr. Da kommt am Anfang ganz schön was zusammen. Da Sie mobil sein müssen, um schnell vor Ort sein zu können, ist ein eigener PKW unerlässlich. Trotzdem ist der Schritt in die Selbständigkeit im Vergleich zu anderen Berufen weit weniger kostenintensiv.

Selbständigkeit Maskenbildner: Gewerbeanmeldung und Behördengänge

Der Beruf von Maskenbildnern wird in der Regel als freiberufliche Tätigkeit anerkannt, die keiner Gewerbeanmeldung bedarf. Das heißt, das auch bei entsprechendem Einkommen keine Gewerbesteuer fällig wird. Die Aufnahme der selbständigen Tätigkeit ist dem Finanzamt anzuzeigen, welches dann eine Steuernummer erteilt, die Sie auf all Ihren beruflichen Rechnungen ausweisen müssen.

Zudem sollten Sie sich bei der Künstlersozialkasse anmelden, die individuell prüft, ob die Tätigkeit des jeweiligen Maskenbildners künstlerisch ist oder nicht. Als Mitglied in der Künstlersozialkasse zahlen Sie nur den hälftigen Sozialversicherungsbeitrag. Je nach Schwerpunkt kann ihre Arbeit auch als gewerblich eingestuft werden. Das hat verschiedene Auswirkungen: Sie werden gewerbesteuerpflichtig, sind Pflichtmitglied der IHK und in der Berufsgenossenschaft. Sie sollten sich vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit von einem Steuerberater zu dem Thema ausführlich beraten lassen.

Wichtige Versicherungen für Maskenbildner

Welche Versicherungen benötigt ein Maskenbildner

Berufshaftpflichtversicherung für Freiberufler

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung Maskenbildner

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

empfohlenwichtigganz wichtig

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Maskenbildner

Der Beruf von Maskenbildner ist körperlich anstrengend. Die oftmals unnatürliche Körperhaltung bei den Arbeiten bedingt häufig Rückenleiden und Bandscheibenvorfälle. Der Umgang mit Lösemitteln und Kosmetika kann schwere Allergien hervorrufen.

Deshalb sind Maskenbildner im Vergleich mit den Angehörigen anderer Berufe häufig von Berufsunfähigkeit betroffen. Sie sollten daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Erwägung ziehen um die eigene Arbeitskraft abzusichern.