Maler und Lackierer

Maler- und Lackierer: Berufsprofil und Selbständigkeit

Maler und Lackierer haben einen anstrengenden, aber auch einen sehr erfüllenden Beruf. Wer jeden Tag sehen kann, was er mit eigener Hände Arbeit bewirkt hat, der kann zufrieden in den Feierabend starten. Lesen Sie hier allen zum Berufsprofil von Malern und Lackierern.

Ein klassisches Handwerk zu erlernen scheint aus der Mode gekommen zu sein. Gab es im Jahr 2000 noch mehr als 42.000 Auszubildende für den Beruf des Malers und Lackierers, waren es in 2014 nur noch knapp über 15.000, so der Zentralverband des deutschen Handwerks. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Beschäftigung mit neuen Medien immer mehr auf dem Vormarsch ist und junge Leute verstärkt Ausbildungsplätze in dieser Branche suchen.

Wer aber handwerklich geschickt ist und gerne zupackt, der kann als Maler und Lackierer große Zufriedenheit im Beruf finden.Täglich sieht er, was er mit seinen eigenen Händen geschafft und verändert hat. Was die persönlichen Voraussetzungen sind, die man für diesen Job mitbringen sollte und welche Aufgaben Maler und Lackierer im Einzelnen haben, sagen wir Ihnen im folgenden Berufsprofil Maler und Lackierer. Ebenso betrachten wir für Sie die Arbeitsbedingungen, Verdienstmöglichkeiten und wichtigen Versicherungen für Maler und Lackierer.

Aufgaben von Malern und Lackierern

Wie die Aufgaben von Malern und Lackierern konkret aussehen, hängt vor allem davon ab, für welche Fachrichtung sie sich zu Beginn der Ausbildung entscheiden. Denkbar sind die Schwerpunkte Bauten- und Korrosionsschutz, Gestaltung und Instandhaltung, Restaurierungsarbeiten, sowie Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Im Bereich  Bauten- und Korrosionsschutz schützen und sanieren Maler Gebäude und Anlagen. Sie untersuchen Schäden und deren Ursachen, tragen Korrosionsschutz auf und führen Brandschutzmaßnahmen aus.

Hierzu müssen Untergründe vorbereitet und gereinigt werden, das ursprüngliche Profil muss an beschädigten Stellen wiederhergestellt werden und dann erst werden Anstriche und Beschichtungen angebracht. Im Bereich Gestaltung und Instandhaltung besteht die Hauptaufgabe von Malern und Lackierern in der Gestaltung, Beschichtung und Bekleidung von Innenwänden, Böden, Decken und Fassaden. Sie führen Instandhaltungsmaßnahmen und Holz- und Bautenschutzmaßnahmen durch.

Auch der Einbau von Dämmstoffen gehört zu ihrer Arbeit, bevor Wände und Decken mit verschiedenen Mal- und Tapeziertechniken gestaltet werden. Maler und Lackierer des Bereichs Kirchenmalerei und Denkmalpflege, sowie im Bereich Restaurierungsarbeiten sanieren und rekonstruieren beschädigte Wände, Decken und Fassaden.

Auch die Gestaltung von Ornamenten und das Neubemalen von Skulpturen fällt in ihren Aufgabenbereich. In allen Fachbereichen ist eine gute Vorbereitung überaus wichtig. Maler und Lackierer müssen sich mit verschiedenen Materialien und Untergründen auskennen und vor Beginn der Arbeiten dafür sorgen, dass Objekte, die nicht zu bearbeiten sind, ausreichend geschützt und abgedeckt werden.

Beruf Maler und Lackierer: Persönliche Voraussetzungen

Neben Kreativität und einem Sinn für Ästhetik, müssen Maler und Lackierer vor allem sorgfältig arbeiten können. Besonders im Bereich Denkmalpflege haben Maler und Lackierer Umgang mit alten und wertvollen Stücken. Man braucht für Feinarbeiten eine ruhige Hand und ein gutes Auge. Der häufige Baustellenwechsel und die verschiedenen Aufgaben, die an den Arbeitsorten warten, erfordern von Malern Flexibilität.

Die Arbeit ist körperlich sehr fordernd, daher sollte man sich für eine Ausbildung als Maler und Lackierer nur entscheiden, wenn man eine gute Konstitution mitbringt und Freude an handwerklicher Tätigkeit hat. Führt man einen eigenen Betrieb, braucht man zudem Organisationstalent und kaufmännische Fertigkeiten. Auch sind Grundkenntnisse im Bereich Marketing wichtig. Personalführung und damit auch Durchsetzungskraft sind gefragt, wenn Sie kein Ein-Mann-Betrieb sind und Angestellte leiten und anweisen müssen.

Arbeitsbedingungen von Malern und Lackierern

Maler und Lackierer sind bei ihrer Arbeit, die sowohl drinnen als auch draußen stattfinden kann, häufig den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Auch wenn es kalt oder regnerisch ist, im Sommer auch bei großer Hitze, muss gearbeitet werden. Zeitdruck ist dabei keine Seltenheit und verlangt zügiges und engagiertes Arbeiten. Maler und Lackierer arbeiten mit Farb- und Lösemittel und sind daher immer wieder verschiedenen Dämpfen ausgesetzt. Dies kann auf Dauer zu Erkrankungen der Atemwege führen.

Maler und Lackierer arbeiten außerdem mit Maschinen und Geräten und sind bei der Arbeit auf Gerüsten absturzgefährdet. Die ständig wechselnden Baustellen erfordern oftmals, dass Maler und Lackierer längere Zeit vom Wohnort abwesend sind. Hat man Familie, muss man sich darauf einstellen diese einige Tage, manchmal auch Wochen nicht zu sehen. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, erfordert deshalb aber auch die Fähigkeit schnell umzudenken und sich auf neue Baustellen einzustellen.

Beruf Maler und Lackierer: Verdienstmöglichkeiten

Die Bundesagentur für Arbeit gibt den durchschnittlichen Verdienst von Malern und Lackierern mit 2400 bis 2700 Euro brutto im Monat an. Natürlich kann dies von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich aussehen. Wer einen eigenen Betrieb eröffnet und sich schnell einen großen Kundenstamm erarbeiten kann, der kann auch deutlich mehr verdienen. Dies ist eine Frage von guter Kundenakquise und Organisationstalent.

Auch die kaufmännischen Fähigkeiten, sowie die Wahl der Mitarbeiter spielen hierbei eine gewichtige Rolle. Besonders durch Mund-zu-Mund-Propaganda lassen sich häufig neue Kunden werben, wer ein guter Netzwerker ist und mit seiner Arbeit überzeugt kann als selbständiger Maler und Lackierer durchaus ordentlich verdienen. Wie Sie als Maler und Lackierer erfolgreich selbständig werden können, lesen Sie unter Maler und Lackierer Selbständigkeit.

Versicherungen für Maler und Lackierer

Egal ob als angestellter Maler oder mit einen eigenen Betrieb, Sie brauchen unbedingt die richtigen Versicherungen, wollen Sie Ihre Tätigkeit ausreichend abgesichert wissen und sich keine Gedanken um finanzielle Risiken machen. Als Angestellter sind Sie in aller Regel gesetzlich krankenversichert, als selbständiger Maler und Lackierer können Sie sich entweder freiwillig gesetzlich versichern oder in die private Krankenversicherung wechseln. Hier lohnt sich zuvor immer auch ein Vergleich der privaten Krankenversicherer.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, sagt man bekanntlich und auch bei Maler- und Lackierarbeiten kann mal was Unvorhergesehenes passieren. Sei es, dass jemand über nicht weg geräumtes Werkzeug fällt und sich dabei verletzt, oder dass Sie ein Fenster bei der Arbeit beschädigen, im beruflichen Alltag kann es immer berechtigt oder auch unberechtigt zu Schadensersatzforderungen Dritter kommen.

Diese fallen oft selbst bei kleinen Schäden relativ hoch aus. Besonders in der Anfangszeit kann schon ein einziger solcher Schaden die betriebliche Existenz bedrohen. Aber auch später kann selbst ein liquider Betrieb finanziell überfordert sein, wenn Krankheitskosten, Schmerzens- und Verdienstausfallgelder eingefordert werden. Daher ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung für Maler- und Lackierbetriebe unerlässlich. Angestellte Mitarbeiter sind darin in der Regel erfasst und auch ihre Tätigkeit, für die der Betriebsinhaber haften muss, ist finanziell abgesichert.

Da der Beruf von Malern und Lackierern körperlich sehr fordernd ist, kommt es hier häufiger als in anderen Berufen zu Berufsunfähigkeit. Für diesen Fall sollten Sie dringend ausreichend vorsorgen. Dies können Sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Maler und Lackierer am besten tun. Wer aufgrund des Alters und der Krankenvorgeschichte nur schwer einen geeigneten Versicherer und bezahlbaren BU-Schutz findet, der sollte alternativ auch den Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Erwägung ziehen.

Welche Versicherungen benötigten Maler und Lackierer

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

empfohlenwichtigganz wichtig

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Betriebshaftpflicht für Maler und Lackierer

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Maler und Lackierer sind zwar nicht für Ihre Holzarbeiten bekannt, es handelt sich hierbei dennoch um einen Handwerksberuf bei dem sowohl Fehler passieren, als auch Schäden verursacht werden können.

Im Zweifel können Kosten für solche Schäden die Einnahmen durch die getane Arbeit übersteigen. Darum ist es wichtig, eine Betriebshaftpflichtversicherung zu haben, die diese Kosten trägt.