Drogist

Drogist: Berufsprofil und Selbständigkeit

Gesundheit, Körperpflege und Ernährung sind Themen, die die Menschen interessieren. Als Drogist oder Drogistin ist man Experte auf diesen Gebieten. In unserem Berufsprofil Drogist lesen Sie alles Wichtige zu diesem vielseitigen Job.

In den vergangenen Jahrzehnten hat das Interesse der Menschen an guten Pflegeprodukten, ausgewogener Ernährung und Kosmetik stetig zugenommen. Das ist ein Zeichen von Wohlstand, aber auch von Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und Selbst. Drogisten werden gebraucht, um eine gute Beratung in diesem Themenbereichen sicherzustellen.

Nur wer sich mit Inhaltsstoffen, Allergenen und Nährstoffen gut auskennt, kann Menschen mit speziellen Problemen in den Bereichen Ernährung oder Hautpflege wirklich fachkundig zur Seite stehen. Aus diesem Grund ist Drogist ein eigenständiger Beruf und nicht zu verwechseln mit den Berufen Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel, auch wenn sich die Arbeit an vielen Stellen sehr ähnelt.

Drogisten haben viele Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, was den Beruf auch für alle noch Unentschlossenen attraktiv macht und Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Im Folgenden haben wir in unserem Berufsprofil Drogist die wichtigsten Informationen rund um Aufgaben und Arbeitsbedingungen, zu Versicherungen für Drogisten und dem Verdienst zusammengestellt. Außerdem sagen wir Ihnen welche Fähigkeiten man in diesem Job mitbringen sollte.

Aufgaben von Drogisten

Die oberste Aufgabe von Drogisten ist die fachkundige und freundliche Beratung von Kunden. Sie beantworten Fragen zu Inhaltsstoffen von Kosmetika, bestimmten Lebens- und Waschmitteln, beraten hinsichtlich der Anwendung von frei verkäuflichen Heilmitteln und Arzneien. Menschen mit Zölliakie, die kein Gluten vertragen, finden in Drogerien oft Beratung und ein nicht eben kleines Sortiment an glutenfreien Nahrungsmitteln.

Drogisten beraten Kunden mit schwieriger Haut  hinsichtlich der richtigen Pflege und Kosmetik. Da verschiedene Inhaltsstoffe bei Menschen mit empfindlicher Haut zu Allergien und Ausschlägen führen können, müssen Drogisten immer sorgsam und verantwortungsvoll wählen, welche Produkte für den Kunden tatsächlich in Frage kommen. Drogisten bestellen Waren und nehmen diese bei Lieferung an. Außerdem müssen sie sich bestens mit der sachgerechten Lagerung auskennen.

Drogisten beantworten auch Kundenfragen zur richtigen und umweltschonenden Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln und Reinigern. Zudem übernehmen sie kaufmännische Aufgaben. Sie schreiben Rechnungen, kontrollieren Warenein- und -ausgänge, erstellen Kassenberichte und planen Personal. Zur Ausbildung gehört regelmäßig auch der Erwerbs von Kenntnissen im Bereich Kosmetik und kosmetische Fußpflege. Je nachdem wo der Drogist beschäftigt ist, werden auch verschiedene kosmetische Dienstleistungen angeboten.

Beruf Drogist: Persönliche Voraussetzungen

Die allerwichtigste Voraussetzung, um als Drogist arbeiten zu können, ist ein freundliches Wesen und die Freude am Umgang mit Menschen zu haben. In der Kundenberatung sind immer Geduld und Höflichkeit gefragt. Auch bei der zwanzigsten Anfrage des Tages zum selben Thema, muss sich der Drogist immer wieder auf sein Gegenüber einstellen und diese nett und fachkundig beantworten. Der Kunde ist König, das sollte der Grundgedanke in diesem Beruf sein.

Von Drogisten wird erwartet, dass sie selbständig arbeiten und erkennen, was zu tun ist. Neben der beratenden Tätigkeit sind auch körperlich belastende und sich wiederholende Arbeiten auszuführen. Dazu gehört zum Beispiel das Einräumen der Regale, das Kassieren und am Ende des Tages oftmals auch die Reinigung des Geschäfts. Beim Kassieren und Kontrollieren der Waren ist stets Sorgfalt gefragt.

Drogisten sollten verantwortungsbewusst arbeiten und flexibel sein, denn an jedem Arbeitstag sind vielfältige Aufgaben zu übernehmen und oftmals muss schnell von einem auf den anderen Moment umgeschaltet und vom Einräumen zur Beratung gewechselt werden.

Arbeitsbedingungen von Drogisten

Drogisten haben oftmals keine klar geregelten Arbeitszeiten, da bei einem hohen Kundenaufkommen Überstunden keine Seltenheit sind. Besonders in der Zeit vor Weihnachten oder Ostern, sowie an bestimmten Wochentagen wird erwartet, dass Drogisten länger bleiben. Diese Stoßzeiten können enorm anstrengend sein und erfordern ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft. Samstagarbeit ist in diesem Beruf normal. Drogisten arbeiten in Verkaufs- und Lagerräumen, erledigen aber auch Arbeiten im Büro.

Beim Kassieren müssen sie oft viele Stunden am Tag sitzen, während die Beratung und das Einräumen von Waren ganz überwiegend im Stehen ausgeführt werden. Die körperliche Belastung kann hier sehr groß werden und auf Dauer zu Schädigungen des Bewegungsapparates führen. Drogisten haben häufig Umgang mit Kosmetika und Cremes, aber auch mit Reinigungsmitteln. Das kann zu Allergien und Hautreizungen führen.

Beruf Drogist: Verdienstmöglichkeiten

Das Gehalt von Drogisten variiert je nach Arbeitgeber und Einsatzbereich. Im Groß- und Außenhandel lässt sich allgemein besser verdienen als im Einzelhandel. Kleinere Läden können häufig nicht dasselbe zahlen wie große Ketten. Die bieten Auszubildenden oft im ersten Lehrjahr schon ein ordentliches Gehalt an. Rund 900 Euro beträgt der Verdienst im ersten Lehrjahr (regional verschieden), im dritten Lehrjahr sind bis zu 1100 Euro möglich.

Nach der Ausbildung liegt bei einer Anstellung das Einstiegsgehalt meist zwischen 1500 und 1800 Euro. Mit Berufserfahrung lässt es sich über die Jahre auf bis zu 2300 Euro brutto im Monat steigern. Zusatzqualifikationen, wie zum Beispiel ein Abschluss als Handelsfachwirt bieten die Möglichkeit mehr Verantwortung zu übernehmen und damit auch eine bessere Bezahlung zu erreichen. Wem eine eigene Filiale anvertraut wird, der wird natürlich auch dementsprechend besser bezahlt.

Wenn Sie nicht angestellt, sondern selbständig tätig werden möchten, dann besteht zum einen die Möglichkeit freier Handelsvertreter für Drogeriewaren zu werden, oder aber man eröffnet eine eigene Drogerie. Was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie unter selbständig machen als Drogist.

Versicherungen für Drogisten

Ist man jung und leistungsfähig macht man sich häufig keine Gedanken darüber, wie es finanziell weitergeht, falls man das mal nicht mehr ist. Als Drogist übt man einen zumindest zeitweise sehr stressigen Beruf aus, für den eine gewisse körperliche Fitness unerlässlich ist. Ist man durch eine Krankheit oder in Folge eines Unfalls in der Bewegung eingeschränkt oder fällt einem das lange Sitzen oder Stehen schwer, dann kann schnell der Punkt kommen, an dem man dem erlernten und bisher ausgeübten Beruf nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nachgehen kann.

Die staatliche Erwerbsminderungsrente greift nur, wenn man eine gewisse Zeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Wer also selbständig ist, bekommt keine staatliche Unterstützung. Zudem reicht die Erwerbsminderungsrente nicht aus, um die entstehende Versorgungslücke im Fall einer Berufsunfähigkeit zu schließen. Aus diesem Grund muss man dringend vorsorgen und eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Drogisten abschließen. Nur so weiß man, dass auch wenn nichts mehr geht, eine monatliche Rente das Auskommen sichert.

Da die Versicherer das BU-Risiko von Drogisten unterschiedlich hoch einschätzen, variieren auch die Preise und Leistungen der angebotenen Tarife. Unser kostenloser und unverbindlicher Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen für Drogisten hilft Ihnen, das beste Angebot für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Wer eine eigene Drogerie eröffnet, der muss sich zudem unbedingt gegen Haftungsansprüche Dritter absichern. Ein Schaden ist schnell entstanden: Ein Kunde muss nur über einzuräumende Waren fallen, die der Praktikant ungünstig im Gang abgestellt hat. Schon winken Schmerzensgeldforderungen und Heilbehandlungskosten. Eine Betriebshaftpflichtversicherung für den Einzelhandel sichert Drogerien vollumfänglich für alle Eventualitäten ab. Hier finden Sie weitere Informationen zur Betriebshaftpflicht für den Einzelhandel.

Welche Versicherungen benötigt ein selbständiger Drogist?

Betriebshaftpflichtversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Drogisten

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rechtsschutzversicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

D&O Versicherung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

empfohlenwichtigganz wichtig

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Für selbständige Drogisten wichtig: Betriebshaftpflichtversicherung

Wer eine eigene Drogerie eröffnet, der muss sich unbedingt gegen Haftungsansprüche Dritter absichern. Ein Schaden ist schnell entstanden: Ein Kunde muss nur über einzuräumende Waren fallen, die der Praktikant ungünstig im Gang abgestellt hat. Schon winken Schmerzensgeldforderungen und Heilbehandlungskosten. Eine Betriebshaftpflichtversicherung für den Einzelhandel sichert Drogerien vollumfänglich für alle Eventualitäten ab.