Berufsunfähigkeit Musiker

BU-Risiko für Musiker und Musiklehrer: Höchste Stufe!

Bei Musikern gibt es zahlreiche Risiken für Berufsunfähigkeit. Versicherer stufen sie daher regelmäßig in die höchste BU-Risikogruppe 6 ein. Berufsunfähigkeitsversicherungen für Musiker sind somit schwer zu bekommen, Verträge häufig teuer. Weshalb ein BU-Vertrag für Musiker dennoch attraktiv ist und was Sie außerdem tun können, um sich bei so hohem Risiko abzusichern, lesen Sie hier.

Berufsunfähigkeit Musiker

Berufsunfähigkeit Vergleich

Musiker sind insbesondere durch beruflich bedingte Krankheiten von Berufsunfähigkeit bedroht. Angestellte Musiker können bei Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und generell bei Berufsunfähigkeit immerhin auf Leistungen aus gesetzlicher Unfallversicherung und Erwerbsminderungsrente hoffen.

Vor allem die Anerkennung von Berufskrankheiten durch die Berufsgenossenschaft gestaltet sich in der Praxis allerdings oft langwierig und schwierig. Zudem hängt die Höhe der Unfall- bzw. Verletztenrente vom bisherigen Verdienst und dem Grad der Erwerbsminderung ab und kann daher auch geringer ausfallen.

Entsprechende Rentenzahlungen sind jedoch noch eher als Lohnersatz geeignet als die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die lediglich einen kleinen Teil des vorherigen Einkommens ausmacht.

Aufgrund des enorm hohen Berufsunfähigkeitsrisikos sind Berufsunfähigkeitsversicherungen für Musiker gar nicht, nur sehr teuer oder mit Leistungskürzungen zu bekommen. Welche BU Versicherung sich dennoch lohnt und welche Alternativen es für Sie gibt, erfahren Sie mit dem nachstehenden BU Vergleich für Musiker.

BU Infothek Musiker

Wie hoch ist das BU-Risiko für Musiker?

Das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist für Sie als Musiker relativ hoch: Da schon kleine Verletzungen zum beruflichen Aus führen können, werden Musiker von Versicherern meist in Risikogruppe 6 (höchstes Risiko) eingestuft. Der Abschluss ist damit schwierig. Sie sollten aber trotzdem versuchen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen – am besten mit Hilfe eines Versicherungsexperten.

BU Musiker: Bekomme ich mit Vorerkrankungen noch eine BU-Versicherung?

Vorerkrankungen müssen grundsätzlich kein Ausschlusskriterium sein, wenn Sie nicht zu alt und Ihr Beruf nicht zu risikobehaftet ist. Außerdem kommt es immer auf den Versicherer an. Es ist allerdings möglich, dass Sie aufgrund einer Vorerkrankung einen Leistungsausschluss oder Aufpreis hinnehmen müssen.

Was ist der Unterschied zur Unfallversicherung?

Während eine BU-Versicherung bei einer mindestens 50-prozentigen Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente auszahlt, erhalten Sie bei der Unfallversicherung nach Unfällen mit dauerhafter Schädigung eine Einmalzahlung, die sich nach der Schwere der Schädigung richtet. Die Unfallversicherung leistet nur nach Unfällen, die BU hingegen bei Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall.

Berufsunfähigkeitsversicherungen für Musiker

Musiker (auch Dirigenten) haben es schwer eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden. Und selbst wenn, ist diese mit Leistungskürzungen oder hohen Beiträgen verbunden. Vergleichen Sie die Anbieter um herauszufinden, welcher in Frage kommt und welche Alternativen Sie haben. Der Versicherungsvergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.

BU-Vergleich für Musiker [kostenfrei]

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Berufsunfähigkeitsrelevantes Arbeitsumfeld von Musikern

Berufsgruppe Musiker

Berufsgruppe Musiker: Risikogruppe 6

Aufgabenbereich: Als Musiker gelten Personen, die selbst komponieren, singen oder ein Instrument spielen. Musiker, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich aus der Musik erwerben, gelten als Berufsmusiker.

Schon aufgrund der Vielfalt an Instrumenten gibt es in der Berufsmusik viele verschiedene Richtungen. Grundsätzlich dient die Musik der Unterhaltung. Sie kann aber beispielsweise auch zu Therapiezwecken eingesetzt werden.

Arbeitsplatz: Wo ein Musiker arbeitet, hängt maßgeblich davon ab, welche musikalische Richtung er eingeschlagen hat. Angestellte Musiker arbeiten beispielsweise im Orchester, in Kirchen oder an Musikschulen, Freiberufler oft an wechselnden Orten oder in den eigenen vier Wänden.

Obwohl der Musikerberuf äußerst populär ist, birgt er doch viele Risiken – so haben Musiker besonders häufig mit bestimmten Krankheiten zu kämpfen. Instrumentalmusiker, die beim Musizieren stets die gleiche Haltung einnehmen müssen, können schnell Gelenk- oder Sehnenerkrankungen der Hände und Arme entwickeln. Plötzlich lassen sich dann beispielsweise die Finger nicht mehr richtig bewegen.

Bei Blasmusikern kann es auch zu Verkrampfungen der Mundmuskeln kommen. Durch die oft sitzende Tätigkeit drohen Instrumentalmusikern außerdem Haltungsschäden, die den Rücken betreffen. Sänger, die weniger oft sitzen oder ein Instrument bedienen müssen, haben dafür überdurchschnittlich oft mit Stimmband- oder Kehlkopfentzündungen zu kämpfen. Bei den meisten Musikern gesellen sich mit der Zeit Hörschäden zu den anderen Leiden.

Diese für Musiker typischen Erkrankungen bedingen ein massives Berufsunfähigkeitsrisiko und können das berufliche Aus bedeuten. Zudem verursachen die körperlichen Krankheiten meist einen erheblichen psychischen Druck, da die Betroffenen den Anforderungen ihres Berufes trotz Schmerzen begegnen wollen. Die Einstufung von Berufsmusikern in die höchste BU-Risikogruppe ist also durchaus gerechtfertigt – genau deshalb sollten Musiker beizeiten mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorbeugen.

Beschäftigungsverhältnis: Manche Musiker arbeiten im Angestelltenverhältnis, andere sind freiberuflich tätig.

Weitere Versicherungen für Musiker bzw- Musiklehrer siehe Betriebhaftpflichtversicherung Musikschule.