Berufsunfähigkeit Industrieelektroniker
Industrieelektroniker werden häufig berufsunfähig!
Industrieelektroniker haben einen höchst anspruchsvollen Beruf und sind vergleichsweise häufig von Berufsunfähigkeit betroffen. Die Versicherungsunternehmen stufen Industrieelektroniker daher in Risikogruppe 4 ein.
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Berufsunfähigkeitsrisikoeinstufung für den Beruf Industrieelektroniker

Hörgeräteakkustiker und Hörgeräteakkustikerinnen werden von den Versicherungsgesellschaften mehrheitlich in die BU Risikogruppe 4 eingestuft.
Aber keine Sorge, wer jetzt schon denkt, dass damit ein ausreichender Berufsunfähigkeitsschutz für Industrieelektroniker passé ist, der irrt sich. Der Schlüssel zu optimaler Vorsorge und guten Leistungen liegt im Vergleich der Angebote.
Denn neben der Risikoeinschätzung, die sich auf Statistiken stützt, spielen noch andere Faktoren bei der Berechnung der Beiträge eine Rolle. Diese werden von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich gewichtet, sodass sie bei der Wahl des Versicherungspartners kräftig sparen (bis zu 40 Prozent) können.
Generell gilt: Je früher Sie abschließen, desto besser. Nicht nur, weil einen die Berufsunfähigkeit jederzeit treffen kann, sondern auch weil Alter bei Abschluss und Krankheitsgeschichte erheblichen Einfluss auf die zu zahlenden Versicherungsbeträge haben.
BU Risikogruppe: Beruf Industrieelektroniker
Sparpotenzial für Industrieelektroniker: Die Risiken, denen Industrieelektroniker ausgesetzt sind, werden von den Versicherungsanbietern nicht einheitlich klassifiziert. Es bestehen Abweichungen hinsichtlich der Bewertung einzelner Faktoren, die sich auf die Versicherungsbeiträge auswirken.
Berufsbezogene BU-Ursachen für Industrieelektroniker
Die wichtigsten berufsbezogenen Ursachen für Industrieelektroniker, die zu einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit führen, finden Sie in der folgenden Auflistung.
Gefahr durch Stromunfälle und elektrische Schläge: Industrieelektroniker arbeiten mit hochkomplexen Maschinen, Schaltschränken und Hochspannungssystemen. Eine Unachtsamkeit oder fehlerhafte Isolation kann zu Stromschlägen, Lichtbogenverletzungen oder Verbrennungen führen, die im schlimmsten Fall schwere gesundheitliche Schäden auslösen.
Rücken- und Gelenkprobleme durch körperliche Belastung: Rücken- und Gelenkprobleme durch körperliche Belastung Die Arbeit erfordert häufig langes Stehen, Arbeiten in beengten Räumen oder das Tragen schwerer Bauteile. Dauerhafte Fehlhaltungen oder falsche Hebetechniken können Bandscheibenvorfälle, Gelenkverschleiß oder chronischen Rückenschmerzen herbeiführen.
Atemwegserkrankungen durch Schadstoffe und Dämpfe: Beim Löten, Arbeiten mit Platinen oder in Industrieanlagen kann es zur Freisetzung von Feinstaub, Lötdämpfen oder chemischen Substanzen kommen. Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen mündet dies langfristig in Asthma, chronische Bronchitis oder andere Lungenschäden.
Erhöhte Unfallgefahr durch Arbeiten in Produktionsanlagen: Industrieelektroniker müssen mitunter Maschinen warten oder defekte Anlagen instand setzen, oft während des laufenden Betriebs. Das Arbeiten an beweglichen Maschinenteilen unter hohen Temperaturen oder unter Zeitdruck erhöht das Risiko für Verletzungen, Quetschungen oder Stürze.
Risiko psychischer Erkrankung durch Stress und Isolation: Industrieelektroniker können einem gewissen psychischen Berufsrisiko ausgesetzt sein – insbesondere durch bestimmte Arbeitsbedingungen wie Rufbereitschaft, Schichtdienst und längere Abwesenheiten vom Wohnort.
Berufsunfähigkeitsversicherungen für Industrieelektroniker
Um Ihnen die Suche nach einer guten und günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung für Industrieelektroniker und artverwandte Berufe zu erleichtern, bieten wir Ihnen einen unverbindlichen Versicherungsvergleich an. Der Vergleich ist eine kostenfreie Serviceleistung.
BU-Tarif-Vergleich für Industrieelektroniker [kostenfrei]
BU Infothek Industrieelektroniker
Als Industrieelektroniker Anfang dreißig zahlen Sie Beiträge zwischen 90 und 250 Euro, je nachdem, welchen Versicherer und Tarif Sie wählen. Im Ernstfall bekommen Sie dafür eine BU-Monatsrente in Höhe von 1.500 Euro bis zu Ihrem 67. Geburtstag. Da sich die Beiträge so stark voneinander unterscheiden, sollten Sie vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt Angebote vergleichen.
Aufgabenbereich: Industrieelektroniker haben einen großen und vielfältigen Aufgabenkreis. Sie analysieren Prozessabläufe und Funktionszusammenhänge, entwickeln Änderungen und Erweiterungen von Automatisierungssystemen in Produktions- und Fertigungsprozessen, sowie in Netzwerken und im Bereich Gebäude- und Verkehrstechnik.
Außerdem sind sie für die Installation und Einstellung von pneumatischen, hydraulischen und elektronischen Antriebssystemen zuständig, justieren Sensor- und Aktorsysteme, programmieren Automatisierungssysteme, testen diese und weisen den Nutzer in die Bedienung ein. Sie betreuen und überwachen Anlagen, warten und bedienen sie.
Industrieelektroniker finden und beheben Störungen und analysieren die Ursachen zur Qualitätssicherung. Bei ihrer Arbeit müssen sie genauestens auf die Einhaltung aktueller Verordnungen und Gesetze achten, Dokumentationen erstellen und auswerten und kundenorientiert vorgehen.
Arbeitsumgebung und Beschäftigungsverhältnis: Industrieelektroniker werden in Unternehmen beschäftigt, die Automatisierungssysteme herstellen, entwickeln oder anwenden. Sie arbeiten in Werkstätten und Industriehallen, aber auch in Büroräumen, im Betrieb des Kunden, direkt an den Maschinen und teilweise auch im Freien.
BU-Risiko: Das hohe BU-Risiko ist darauf zurückzuführen, dass die Tätigkeit von Industrieelektronikern sowohl physisch als auch psychisch anstrengend ist. Sie arbeiten im Gehen und Stehen, teilweise länger in Zwangshaltungen, was zu Schädigungen des Bewegungsapparates und schweren Rückenleiden führen kann.
Teilweise werden Industrieelektroniker auch in großer Höhe tätig, was eine Absturzgefahr mit sich bringt. An jedem Arbeitstag wird von Industrieelektronikern Präzisionsarbeit erwartet; Schichtdienst und Rufbereitschaft, sowie die Abwesenheit vom Wohnort sind in diesem Beruf die Regel. Der hohe Anforderungsdruck kann zu psychischen Erkrankungen und Burnout führen, was mittlerweile die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind.
Tritt bei Ihnen Berufsunfähigkeit ein, müssen Sie sie dem Versicherer durch ärztliche Gutachten nachweisen. Auch wenn Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten, darf Ihr Versicherer regelmäßig nachprüfen, ob Ihr Anspruch auf BU-Leistungen immer noch besteht, und dazu Atteste verlangen. Ob Sie die Kosten dafür tragen müssen, hängt von den jeweiligen Versicherungsbedingungen ab. Meist ist eine jährliche Nachprüfung möglich, wird aber faktisch nicht so häufig verlangt.
Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, müssen Sie im Antrag auch Gesundheitsfragen beantworten. Dabei wird z.B. nach Diagnosen der letzten drei oder fünf Jahre gefragt. Wenn Sie in diesem Zeitraum keinen Arzt aufgesucht haben, müssen Sie nichts angeben. Wenn doch, sollten Sie auf jeden Fall überprüfen, was der Arzt in Ihrer Patientenakte vermerkt hat.
