Berufsunfähigkeitsversicherung Ergotherapeut

Unterschiedliche BU-Risikoeinschätzung für Ergotherapeuten

Die meisten Versicherer ordnen Ergotherapeuten in die BU Risikogruppe 3 ein. Es gibt jedoch auch positive und negative Ausreißer. Dies merken Sie dann am Versicherungsbeitrag.

Berufsunfähigkeit Ergotherapeut

Berufsunfähigkeit Vergleich

In kaum einer anderen Berufsgruppe sind sich die Versicherer so uneinig bezüglich der Risikobewertung. Während einige Anbieter das Berufsunfähigkeitsrisiko als vergleichsweise gering einstufen (Risikogruppe 2), sehen andere die Gefahr für Ergotherapeuten berufsunfähig zu werden sehr deutlich (Risikogruppe 4).

Achtung: Auch eine niedrige Einstufung kann Nachteile haben. So ist es wichtig zu prüfen, ob die niedrige Einstufung nicht Leistungskürzungen zur Folge hat.

Durchschnittlich bewegen sich Ergotherapeuten und vergleichbare Berufe zwischen Risikogruppe 3 und 4.

Diese unterschiedliche Bewertung ist in der Regel Ihr Vorteil. Finden Sie durch den Versicherungsvergleich den Versicherer mit dem besten Angebot – es lohnt sich, denn die Preisspanne ist enorm. 

Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ergotherapeuten

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BU Infothek für Ergotherapeuten

Wie hoch ist das BU-Risiko für Ergotherapeuten?

Das BU-Risiko für Ergotherapeuten ist mittelhoch: Ein Risiko, körperlich zu erkranken, entsteht vor allem durch die oftmals gebückte Haltung bei der Arbeit. Außerdem leiden Ergotherapeuten häufig mit ihren Patienten, die die Fähigkeit zu alltäglichen Handlungen verloren haben und erst wiedergewinnen müssen. Hinzu kommt die große Verantwortung des Berufs, so dass auch die Gefahr einer psychischen Erkrakung besteht.

Ist eine Unfallversicherung eine Alternative zur BU?

Grundsätzlich ist die BU immer die beste Wahl, denn sie zahlt eine Berufsunfähigkeitsrente aus, wenn der Versicherte zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig ist. Die Ursache dafür kann eine Krankheit, aber auch ein Unfall sein. Die Unfallversicherung zahlt nur nach Unfällen mit dauerhafter Folge und schüttet dabei meist eine einmalige Summe aus. Sie kann höchstens eine Alternative sein, wenn Sie z.B. aufgrund von Vorerkrankungen keine BU erhalten können.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ergotherapeuten?

Ergotherapeuten werden im Schnitt in Risikoklasse 3 (mittleres Risiko) eingeordnet. Die Beiträge sind je nach Versicherer sehr unterschiedlich: Ein 25-jähriger Ergotherapeut, der 1.500 Euro BU-Rente bis zu seinem 67. Geburtstag absichern möchte, zahlt beim einen Anbieter nur knapp 70 Euro, bei einem teuren aber doppelt so viel. Im Extremfall kann die BU für Ergotherapeuten mehr als 300 Euro im Monat kosten.

Berufsunfähigkeit Ergotherapeut: Das BU relevante Arbeitsumfeld

BU Risikogruppe Ergotherapeut

BU Risikogruppe Ergotherapeut: Risikogruppe 3

Aufgabenbereich: Ergotherapeuten werden in unterschiedlichen Bereichen tätig, so z.B. in der Neurologie und Psychiatrie, Geriatrie und Pädiatrie, im Bereich Arbeitstherapie und Gesundheitsförderung und in Orthopädie, Traumatologie und Rheumatologie.

So unterschiedlich die Aufgabenbereiche sind, so unterschiedlich ist auch die Tätigkeit. Ergotherapeuten erarbeiten für jeden Patienten einen ganz individuellen Therapieplan. Sie helfen ihren Patienten schrittweise wieder sensomotorische Fähigkeiten aufzubauen, wenn diese durch Erkrankung und Schädigungen des Nervensystems abhanden gekommen sind.

Auch Schulungen gehören zu ihren Aufgaben. Patienten, die aufgrund von Amputationen oder Lähmungen einzelne Körperteile nicht mehr benutzen können, müssen angeleitet werden, wie sie sich in dieser Situation zurecht finden können.

Arbeitsplatz: Ergotherapeuten werden in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Alten- und Pflegeheimen, sozial-psychiatrischen Zentren, in Schulen und Kindergärten und natürlich in selbstständigen ergotherapeutischen Praxen eingesetzt. Sie werden sowohl selbstständig, als auch als Arbeitnehmer tätig.

BU-Risiko: Das Risiko berufsunfähig zu werden ist bei Ergotherapeuten durch verschiedene Faktoren gegeben: Zum einen erfordert der Beruf oftmals körperliche Anstrengungen: Die Arbeit mit motorisch eingeschränkten Patienten bringt häufig mit sich, dass der Ergotherapeut in gebückter Haltung arbeiten muss. Dies kann zu Schädigungen des Bewegungsapparates führen. Außerdem ist die emotionale Belastung, die aus der großen Verantwortung und den hohen Anforderungen im Beruf erwächst, sehr hoch. Jeder dritte Fall von Berufsunfähigkeit ist heute auf psychische Ursachen wie Depressionen und Burn-Out zurück zu führen.